National Geographic: That thing called love

That thing called love ist in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Lektion, wie vertonte Fotogalerien funktionieren. Das Wichtigste sind nicht die technischen Feinheiten – es ist die Geschichte, die erzählt wird.

Jodi Cobb schildert, wie sie als Fotografin für National Geographic das denkbar schwierige Thema “Liebe” umgesetzt hat – und sie hat etwas zu erzählen. Ich denke, dass wir diesen Punkt oft unterschätzen – dass Multimedia ohne originäre Geschichten, ohne inhaltliche Substanz einfach nicht funktioniert.

That thing called love ist – ähnlich wie viele Audio-Galerien der New York Times – auch deswegen so einnehmend, weil natürlich gesprochen wird, weil das Audio eine normale Gesprächs-Situation widerspiegelt. Man hat nicht den Eindruck, einer Vorlesung zu folgen, eher sitzt man im Wohnzimmer der Fotografin und hört ihr zu. So einfach.

Es lohnt sich auch, auf die Auswahl der Fotografien zu achten: Es sind keine Ausreißer nach unten dabei, es gibt keine visuellen Durchhänger. Lieber kürzere Galerien, weniger Bilder – aber kein Füllmaterial einsetzen. Wenn man bedenkt, dass jedes Bild Pi mal Daumen mindestens 10 Sekunden stehen bleibt, sind 2,3 schwache Fotos schon zu viel.

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