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	<title>Kommentare zu: Die demokratische Zeitung</title>
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	<description>Trends, Herausforderungen, Chancen</description>
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		<title>Von: Tobias Crefeld, Neufahrn</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2006/04/19/die-demokratische-zeitung/#comment-676</link>
		<dc:creator>Tobias Crefeld, Neufahrn</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2006 00:31:42 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r den guten &#220;berblick im Artikel, auf den ich mehr durch Zufall gestossen bin.

Das Prinzip einer &quot;demokratischen Redaktion&quot;, genauer einer Redaktion durch die aktiven Leser, findet schon seit etlichen Jahren mit einer Software names &lt;em&gt;&quot;scoop&quot;&lt;/em&gt; webbasiert unter &lt;a href=&quot;http://www.kuro5hin.org/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.kuro5hin.org/&lt;/a&gt; statt. Leider nur englischsprachig und mir ist bislang auch kein deutschsprachiges Pendant bekannt.

Man k&#246;nnte es als kombiniertes WCMS / Blog bezeichnen. Zur Funktion: Ein Teilnehmer reicht einen Artikel ein, der in einer Moderationswarteschlange landet. Dort steht er interessierten Lesern zur Verf&#252;gung, die
 a.) den Inhalt kommentieren
 b.) die Form kommentieren
 c.) &#252;ber das Erscheinen abstimmen
k&#246;nnen. 
Dabei kann man noch entscheiden, ob man den Artikel lieber &quot;hinten&quot; in der Zeitung oder auf der Titelseite oder &#252;berhaupt nicht haben m&#246;chte. Danach setzt dann ein Abstimmungsproze&#223; ein, der so lange weitergeht, bis eine qualifizierte Mehrheit erreicht ist oder die Anzahl der Ablehnungen zu &#252;berwiegen beginnt. Diese qualitative Entscheidung ist nat&#252;rlich in exakte Zahlen gefa&#223;t und kontrollierbar. 

Das wirklich interessante an dieser Angelegenheit ist, da&#223; es im Gegensatz zu Onlinezeitungen mit &quot;hauptamtlichen&quot; Redaktionen eigentlich erst mit gro&#223;en Benutzerzahlen richtig gut im Sinne von demokratisch funktioniert, weil dann erst die f&#252;r eine Aussagekraft n&#246;tigen hohen Stimmzahlen erreicht werden. Teilweise werden rasend schnell Entscheidungen gef&#228;llt, manchmal dauert es auch ewig und scheitert dann am Zeitlimit von wenigen Tagen. Also die im Artikel beschriebenen Probleme der &#220;berlastung der Redaktionen findet in dem Sinne nur in der Belastung der Rechnersysteme ihren Niederschlag. Die Kerncrew von &lt;a href=&quot;http://www.kuro5hin.org/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;kuro5hin.org&lt;/a&gt; besteht auch heute noch aus nur wenig mehr Personen au&#223;er rusty, dem Programmierer von &lt;em&gt;scoop&lt;/em&gt;.

Es gibt nat&#252;rlich auch M&#228;ngel, die ich hier nicht im einzelnen auff&#252;hren m&#246;chte, weil man sich mit der Eigendynamik dieses Systems schon detaillierter besch&#228;ftigen sollte. Allein die solide Parametrierung des Systems erfordert fast schon nen studierten Kybernetiker. ;-)
 
&lt;em&gt;scoop&lt;/em&gt; ist nicht lokalisiert und ben&#246;tigt perl (statt PHP) sowie MySQL oder PostgreSQL.

Aus diesem Grunde experimentiere ich gerade mit einer anderen Software names &lt;em&gt;Drupal&lt;/em&gt; (s.a. &lt;a href=&quot;http://drupalcenter.de/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;drupalcenter.de&lt;/a&gt;), die mit etlichen Zusatzmodulen m&#246;glicherweise eine &#228;hnliche Funktion des Abstimmens &#252;ber eine Moderationswarteschlange bietet. Das ist allerdings noch im Teststadium im Rahmen eines etwas anders gelagerten Parteibildungsprojekts (gelegentlich online unter &lt;a href=&quot;http://demokratische-redaktion.selfhost.in/drupal/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;demokratische-redaktion.selfhost.in/drupal/&lt;/a&gt; auf einem Heim-PC.

Gru&#223;,
 Tobias.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den guten &#220;berblick im Artikel, auf den ich mehr durch Zufall gestossen bin.</p>
<p>Das Prinzip einer &#8220;demokratischen Redaktion&#8221;, genauer einer Redaktion durch die aktiven Leser, findet schon seit etlichen Jahren mit einer Software names <em>&#8220;scoop&#8221;</em> webbasiert unter <a href="http://www.kuro5hin.org/" rel="nofollow">http://www.kuro5hin.org/</a> statt. Leider nur englischsprachig und mir ist bislang auch kein deutschsprachiges Pendant bekannt.</p>
<p>Man k&#246;nnte es als kombiniertes WCMS / Blog bezeichnen. Zur Funktion: Ein Teilnehmer reicht einen Artikel ein, der in einer Moderationswarteschlange landet. Dort steht er interessierten Lesern zur Verf&#252;gung, die<br />
 a.) den Inhalt kommentieren<br />
 b.) die Form kommentieren<br />
 c.) &#252;ber das Erscheinen abstimmen<br />
k&#246;nnen.<br />
Dabei kann man noch entscheiden, ob man den Artikel lieber &#8220;hinten&#8221; in der Zeitung oder auf der Titelseite oder &#252;berhaupt nicht haben m&#246;chte. Danach setzt dann ein Abstimmungsproze&#223; ein, der so lange weitergeht, bis eine qualifizierte Mehrheit erreicht ist oder die Anzahl der Ablehnungen zu &#252;berwiegen beginnt. Diese qualitative Entscheidung ist nat&#252;rlich in exakte Zahlen gefa&#223;t und kontrollierbar. </p>
<p>Das wirklich interessante an dieser Angelegenheit ist, da&#223; es im Gegensatz zu Onlinezeitungen mit &#8220;hauptamtlichen&#8221; Redaktionen eigentlich erst mit gro&#223;en Benutzerzahlen richtig gut im Sinne von demokratisch funktioniert, weil dann erst die f&#252;r eine Aussagekraft n&#246;tigen hohen Stimmzahlen erreicht werden. Teilweise werden rasend schnell Entscheidungen gef&#228;llt, manchmal dauert es auch ewig und scheitert dann am Zeitlimit von wenigen Tagen. Also die im Artikel beschriebenen Probleme der &#220;berlastung der Redaktionen findet in dem Sinne nur in der Belastung der Rechnersysteme ihren Niederschlag. Die Kerncrew von <a href="http://www.kuro5hin.org/" rel="nofollow">kuro5hin.org</a> besteht auch heute noch aus nur wenig mehr Personen au&#223;er rusty, dem Programmierer von <em>scoop</em>.</p>
<p>Es gibt nat&#252;rlich auch M&#228;ngel, die ich hier nicht im einzelnen auff&#252;hren m&#246;chte, weil man sich mit der Eigendynamik dieses Systems schon detaillierter besch&#228;ftigen sollte. Allein die solide Parametrierung des Systems erfordert fast schon nen studierten Kybernetiker. ;-)</p>
<p><em>scoop</em> ist nicht lokalisiert und ben&#246;tigt perl (statt PHP) sowie MySQL oder PostgreSQL.</p>
<p>Aus diesem Grunde experimentiere ich gerade mit einer anderen Software names <em>Drupal</em> (s.a. <a href="http://drupalcenter.de/" rel="nofollow">drupalcenter.de</a>), die mit etlichen Zusatzmodulen m&#246;glicherweise eine &#228;hnliche Funktion des Abstimmens &#252;ber eine Moderationswarteschlange bietet. Das ist allerdings noch im Teststadium im Rahmen eines etwas anders gelagerten Parteibildungsprojekts (gelegentlich online unter <a href="http://demokratische-redaktion.selfhost.in/drupal/" rel="nofollow">demokratische-redaktion.selfhost.in/drupal/</a> auf einem Heim-PC.</p>
<p>Gru&#223;,<br />
 Tobias.</p>
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