“taz” will Watchblogs anbieten
Die “taz” war vor zehn Jahren die erste deutsche Tageszeitung, die ihre redaktionelle Ausgabe komplett ins Netz stellte, und das mit minimalem Aufwand: “Seitdem fließen die Inhalte aus der Zeitung vollautomatisch ins Netz, Online-Redakteure gibt es nicht”, schreibt die “Welt am Sonntag” in ihrer heutigen Ausgabe.
Doch das soll jetzt geändert werden. Seit einigen Wochen arbeitet Mathias Bröckers als Online-Projektleiter bei der “taz”. Bröckers wurde laut Wikipedia vor allem durch seine umstrittene WTC-Conspiracy-Serie bei Telepolis und sein darauf folgendes Buch “Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.” bekannt.
“Einen Verschwörungs-Blog werde es auf taz.de nicht geben, verspricht Bröckers, wohl aber eine Reihe von Watchblogs, die Unternehmen, Politikern oder Medien (siehe “Bildblog”) auf die Finger schauen”, heißt es in der “WamS” weiter. Eine “kleine Redaktion” soll die Seite mehrmals täglich aktualisieren. Das kann interessant werden, erwiesen sich doch bisher die meisten Medien-Blogs als Rohrkrepierer (siehe hierzu etwa meinen Telepolis-Artikel “Schwer ist leicht was – Wenn Journalisten auch noch bloggen müssen”).
