Unfein: trueffeljaeger betreiben Nutzerverarschung

Ich habe die trueffeljaeger kostenlos abonniert. Was sind denn die trueffeljaeger? „Deutschlands erstes PDF-Magazin für Werbung, Medien und Trends“. In immer unregelmäßigeren Abständen kommt das Magazin per E-Mail. Die heutige Mail war besonders lustig, meinen die trueffeljaeger.

„Liebe/r trueffeljaeger/in,

heute erscheint trueffeljaeger Quicky mit einem Spezialthema: Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, schreibt über die Zukunft des gedruckten Mediums, das Internet und neue Geschäftsmodelle.

Allerdings ist trueffeljaeger Quicky gemein: Diese Woche gibt es trueffeljaeger Quicky ausnahmsweise nur für Premium-Abonnenten (wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie als Light-Abonnent diesmal kein PDF-Magazin erhalten). (…) Donnerstag nächster Woche gibt es trueffeljaeger Quicky auch wieder für alle Light-Abonnenten.“

Als Medienjunkie hätte mich Döpfners Aufsatz natürlich wahnsinnig interessiert. Aber ätsch, heute sind wir mal gemein zu Euch, Ihr bekommt diesen exklusiven PR-Content nicht kostenlos!

Überhaupt scheint alles recht beliebig zu sein:

„Das trueffeljaeger Magazin (Spitzname: „Der dicke trueffeljaeger“) erschien erstmals am 10. Oktober 2005. Seither hat sich sein Erscheinungsrhythmus fröhlich-ungezwungen geändert: Mal zweiwöchentlich, mal wöchentlich – und nun haben wir uns für die unverbindliche Aussage „je nach Lust und Laune“ entschieden. Geblieben ist das Konzept eines völlig neuartigen Magazins für Werbung, Medien und Trends. Mit viel Leidenschaft, A-Prominenz und ungewöhnlichen Beiträgen. Jede Ausgabe hat zwischen 150 und 250 Seiten. Die aktuelle Ausgabe ist jeweils für alle kostenlos. Der Download zurückliegender trueffeljaeger-Ausgaben ist nur für Premium-Abonnenten möglich.“

Das „Premium-Abo“ kostet übrigens 89 Euro im Jahr. Ob die Premium-Abonnenten das fröhlich-ungezwungen zahlen, und was halten die Anzeigekunden vom Erscheinen nach Lust und Laune („So langsam fängt es an zu nerven“)? Das Personalkarussell scheint sich auch schon gedreht zu haben. Aber darüber spricht man nicht.

Okay, vielleicht liegt es auch an mir: Zu verknöchert, zu humorlos. Ob Döpfner im trueffeljaeger noch wesentlich Neues, Anderes im Vergleich zu seinem umfangreichen und frei erhältlichen Essay „Der Journalismus lebt“ aus der „Welt am Sonntag“ (7.5.2006) zu sagen hat? Mir egal. Die trueffeljaeger sind mir wurscht.

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