Readers Edition offiziell gestartet

Die Readers Edition ist seit gestern für jedermann freigeschaltet und macht auf dem ersten Blick einen soliden Eindruck. Von den angestrebten 20 Millionen Redakteuren hat das von der Netzeitung initiierte Projekt schon etwa 50 gewonnen (Stand: 15:00 Uhr).

Die mit WordPress betriebene Website ist angenehm schlicht gestaltet und bisher werbefrei. Lediglich in der rechten Randspalte wird auf aktuelle Nachrichten aus der Netzeitung verwiesen. Laut Peter Schink, der für das Projekt verantwortlich ist, soll auch andersherum – von der Netzeitung auf die Readers Edition – verwiesen werden. Bisher ist das allerdings noch nicht der Fall.

Geld wolle man mit der Readers Edition nicht verdienen. “In dem Moment, wo das anders wäre, müsste man natürlich die Leute dafür bezahlen”, sagt Peter Schink. Die Netzeitung erhoffe sich eher einen Image-Gewinn und dadurch mehr Leserbindung.


Peter Schink im Interview mit onlinejournalismus.de über ‘Readers Edition’, Blogger und Profitstreben. Das Interview führte Philipp Dudek. [ca 5:30 min; 13,5 MB]

Anfang März war Newsvine, eine Website mit einem ganz ähnlichen Konzept wie dem der Readers Edition, in den USA gestartet (wir berichteten). Dort fließen allerdings auch Nachrichten von AP ein.

Newsvine beteiligt seine aktiven User auch am Profit. Registrierte Schreiber erhalten ihre eigene Domain nach dem Aufbau name.newsvine.com. 90 Prozent der von dort aus generierten Werbeumsätze werden direkt dem Bürger-Journalisten gutgeschrieben.

Weitere Links

… bei onlinejournalismus.de:

… im sonstigen Internet:

  • Cyberjournalist.net Jonathan Dube erklärt, wie Newsvine funktioniert.
  • Medienrauschen. Ein weiteres Interview mit Peter Schink.
  • OhMyNews. Beim südkoreanischen Vorbild wird (auf Englisch) in einer neuen Rubrik über Citizen Journalism in Theorie und Praxis diskutiert.

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