Mediokratie statt Meritokratie im Web 2.0

Von Fiete Stegers am 16. Juni 2006
Was wir jetzt beobachten können, ist eine beängstigende Ausbreitung des Trugschlusses, das Kollektiv sei unfehlbar.

Eine Art Abrechnung: Internet-Veteran Jaron Lanier (Homepage) in der SZ über Schwarmintelligenz, Wiki-Gläubigkeit und Maiosmus im “sogenannten Web 2.0″.

2 Antworten zu “Mediokratie statt Meritokratie im Web 2.0”

  1. Falk sagt:

    Mediokratie ist eigentlich ein anderweitig bereits fest besetzter Begriff….

  2. Lucomo sagt:

    “Nun ist Wikipedia keinesfalls der einzige Fetisch für diesen stumpfen Kollektivismus. Im Internet gibt es einen rasenden Wettkampf um die Position der ultimativen ¸¸Meta”-Seite. Jeder will das allerhöchste aller Aggregate sein, dem sich sämtliche andere Seiten unterordnen müssen. Dieser Wettkampf begann ganz unschuldig mit dem Aufbau von Onlineverzeichnissen, etwa den frühen Formen von Yahoo oder Altavista. Bald darauf kam Google mit seinem Algorithmus für die Rangfolge dazu, dann die Blogs und schließlich die Metablogs, wie Boinboing, deren Inhalt ganz einfach aus dem Destillat anderer Blogs besteht.”

    Was für ein Geschwafel.

    Klar kann man die Wikipedia kritisieren. Vor allem muss man aber jene kritisieren, die die Wikipedia als der Weisheit letzten Schluss betrachten. Das ist aber irgend eine spinnerte Minderheit oder schlecht Informierte, die das tun.

    Der Artikel-Schreiber ist ein weiterer Phrasendrescher, der mit seiner herbeifantasierten Gefahr eines schlimmen, dumpfen Kollektivismus gegen andere Phrasendrescher, die genau das als Weg zur Erlösung anpreisen, vorgeht. Phrasendrescher gegen Phrasendrescher also.

    Aber danke für den Link. Werde ich sogleich in mein Furl-Archiv aufnehmen als Beleg dafür, wie bei jeder Diskussion immer irgendwelche Leute auftreten, die das Thema in die Sphären des Fantastischen ausweiten. ;-)

    P.S.: Der Artikel-Schreiber meinte wohl BoingBoing.net. Das ist jedoch kein “Metablog”, soviel ich erkennen kann.

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