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	<title>Kommentare zu: B&#252;rgerjournalisten verbessern / Links</title>
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	<description>Trends, Herausforderungen, Chancen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 20:10:52 +0000</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2006/07/11/bessere-buergerjournalisten-linksammlung/#comment-4412</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2006 10:49:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.onlinejournalismus.de/?p=166#comment-4412</guid>
		<description>Fragen wir uns doch mal, warum der B&#252;rger &#252;berhaupt schreiben sollte? 

Weil er ein Anliegen hat, also ein Interesse. Eine Sache, die pers&#246;nlich motiviert und gef&#228;rbt ist. Infolgedessen - wie hier kommentiert - meinungsgeleitet und nicht orientiert an journalistischen Kriterien. Das ist ja auch nicht der Anspruch.

Fragen wir uns weiter, warum der B&#252;rger &#252;berhaupt g&#228;nzlich ohne Gegenleistung schreiben sollte - zu den professionelleren Kriterien, die er per Anleitung bekommen soll? 

Vor allem dieses &quot;per Anleitung&quot;: Das klingt so ein wenig anch Praktikant, der neu in eine Redaktion kommt. Dem m&#252;ssen wir nur ein bisschen was erz&#228;hlen, dann kann er schreiben. Dann kann er gute Themen finden, fundiert seine Recherchen belegen (!) und kreativ formulieren. Dann wei&#223; er au&#223;erdem, was den Leser interessiert.

Genau hier schwingt doch eine ganze Menge Naivit&#228;t oder Sozial-Romantik mit. Warum Zeit und sonstigen Einsatz investieren f&#252;r eine Sache, die mich gar nicht ern&#228;hrt, die mich nur Zeit kostet und ein wenig Anerkennung von einer Handvoll Leser?  Es sei denn, ich bin Privatier und kann mir das auch leisten. Aber wer kann das schon?

Und was ist mit der &#252;brigen nicht-arbeitenden Bev&#246;lkerung? Glaubt man allen Ernstes, dass sie ihre Zeit nutzen, schreibend aktiv zu werden? Dauerhaft und kontinuierlich, eine solche Plattform am Leben erhaltend? 

Und was ist mit der arbeitenden Bev&#246;lkerung? Sie kommt dann abends heim und bloggt und recherchiert dann noch so ein bisschen f&#252;r die Readers Edition? 

Ja, sicher liefere ich hier jetzt mehr Fragen als Antworten. Aber diese Antworten m&#252;ssen jene geben, die vom B&#252;rgerjournalismus schw&#228;rmen. Und die sollten runter kommen von einer idealisierten Vorstellung, dass hier der Journalismus von unten nach oben gemacht werden kann, dass sich hier eine neue Form von Demokratie etabliert, dass hier etablierte Medien &quot;hinweggefegt werden&quot;, wie ich es j&#252;ngst im Spiegel lesen konnte. 

Nat&#252;rlich m&#252;ssen wir Journalisten und Medien unsere Leser mehr einbinden. Ihnen die M&#246;glichkeit zum unmittelbaren Feedback geben, die Chance, sich auch selbst (und ganz ohne uns Journalisten) zu unterhalten, sich zu artikulieren und uns auf die Finger zu klopfen, zu korrigieren, Anspr&#252;che zu stellen, mitzumachen. 

Aber bei aller Euphorie: Mit dem B&#252;rgerjournalismus ist es  wie mit allem: Entweder betreibe ich etwas professionell oder ich mache ein Hobby daraus. Ein unverbindliches. Eine Arbeit nach Lust und Laune und Freizeit. 
Ob sich auf diese Weise B&#252;rgerjournalismus betreiben l&#228;sst, muss ich mehr als bezweifeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fragen wir uns doch mal, warum der B&#252;rger &#252;berhaupt schreiben sollte? </p>
<p>Weil er ein Anliegen hat, also ein Interesse. Eine Sache, die pers&#246;nlich motiviert und gef&#228;rbt ist. Infolgedessen &#8211; wie hier kommentiert &#8211; meinungsgeleitet und nicht orientiert an journalistischen Kriterien. Das ist ja auch nicht der Anspruch.</p>
<p>Fragen wir uns weiter, warum der B&#252;rger &#252;berhaupt g&#228;nzlich ohne Gegenleistung schreiben sollte &#8211; zu den professionelleren Kriterien, die er per Anleitung bekommen soll? </p>
<p>Vor allem dieses &#8220;per Anleitung&#8221;: Das klingt so ein wenig anch Praktikant, der neu in eine Redaktion kommt. Dem m&#252;ssen wir nur ein bisschen was erz&#228;hlen, dann kann er schreiben. Dann kann er gute Themen finden, fundiert seine Recherchen belegen (!) und kreativ formulieren. Dann wei&#223; er au&#223;erdem, was den Leser interessiert.</p>
<p>Genau hier schwingt doch eine ganze Menge Naivit&#228;t oder Sozial-Romantik mit. Warum Zeit und sonstigen Einsatz investieren f&#252;r eine Sache, die mich gar nicht ern&#228;hrt, die mich nur Zeit kostet und ein wenig Anerkennung von einer Handvoll Leser?  Es sei denn, ich bin Privatier und kann mir das auch leisten. Aber wer kann das schon?</p>
<p>Und was ist mit der &#252;brigen nicht-arbeitenden Bev&#246;lkerung? Glaubt man allen Ernstes, dass sie ihre Zeit nutzen, schreibend aktiv zu werden? Dauerhaft und kontinuierlich, eine solche Plattform am Leben erhaltend? </p>
<p>Und was ist mit der arbeitenden Bev&#246;lkerung? Sie kommt dann abends heim und bloggt und recherchiert dann noch so ein bisschen f&#252;r die Readers Edition? </p>
<p>Ja, sicher liefere ich hier jetzt mehr Fragen als Antworten. Aber diese Antworten m&#252;ssen jene geben, die vom B&#252;rgerjournalismus schw&#228;rmen. Und die sollten runter kommen von einer idealisierten Vorstellung, dass hier der Journalismus von unten nach oben gemacht werden kann, dass sich hier eine neue Form von Demokratie etabliert, dass hier etablierte Medien &#8220;hinweggefegt werden&#8221;, wie ich es j&#252;ngst im Spiegel lesen konnte. </p>
<p>Nat&#252;rlich m&#252;ssen wir Journalisten und Medien unsere Leser mehr einbinden. Ihnen die M&#246;glichkeit zum unmittelbaren Feedback geben, die Chance, sich auch selbst (und ganz ohne uns Journalisten) zu unterhalten, sich zu artikulieren und uns auf die Finger zu klopfen, zu korrigieren, Anspr&#252;che zu stellen, mitzumachen. </p>
<p>Aber bei aller Euphorie: Mit dem B&#252;rgerjournalismus ist es  wie mit allem: Entweder betreibe ich etwas professionell oder ich mache ein Hobby daraus. Ein unverbindliches. Eine Arbeit nach Lust und Laune und Freizeit.<br />
Ob sich auf diese Weise B&#252;rgerjournalismus betreiben l&#228;sst, muss ich mehr als bezweifeln.</p>
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	<item>
		<title>Von: Fiete Stegers</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2006/07/11/bessere-buergerjournalisten-linksammlung/#comment-1270</link>
		<dc:creator>Fiete Stegers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2006 21:17:13 +0000</pubDate>
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		<description>Stimmt: Beitr&#228;ge von Nutzern m&#252;ssen nicht unbedingt klassischen professionellen journalistischen Regeln folgen, sondern gewinnen m&#246;glicherweise gerade durch ihre Subjektivit&#228;t und Meinung. Aber - ob sich jetzt der Ausdruck &quot;B&#252;rgerjournalismus&quot; durchsetzt oder nicht - sie m&#252;ssen eben attraktiv sein, und da sind ein paar Grundregeln des journalistischen Handwerks nicht die schlechtesten Anhaltspunkte.

Das perfekte Antibeispiel: Das klassische Vereinsgruppenfoto der Lokalpresse -au&#223;er f&#252;r die direkt Beteiligten und deren Bekanntenkreis langweilig bis abscheuerregend, egal ob von Profilokaljournalisten oder B&#252;rgerjournalisten gemacht. Beide sollten lernen, wie so ein Motiv auch f&#252;r andere interessant sein kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt: Beitr&#228;ge von Nutzern m&#252;ssen nicht unbedingt klassischen professionellen journalistischen Regeln folgen, sondern gewinnen m&#246;glicherweise gerade durch ihre Subjektivit&#228;t und Meinung. Aber &#8211; ob sich jetzt der Ausdruck &#8220;B&#252;rgerjournalismus&#8221; durchsetzt oder nicht &#8211; sie m&#252;ssen eben attraktiv sein, und da sind ein paar Grundregeln des journalistischen Handwerks nicht die schlechtesten Anhaltspunkte.</p>
<p>Das perfekte Antibeispiel: Das klassische Vereinsgruppenfoto der Lokalpresse -au&#223;er f&#252;r die direkt Beteiligten und deren Bekanntenkreis langweilig bis abscheuerregend, egal ob von Profilokaljournalisten oder B&#252;rgerjournalisten gemacht. Beide sollten lernen, wie so ein Motiv auch f&#252;r andere interessant sein kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: 50hz</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2006/07/11/bessere-buergerjournalisten-linksammlung/#comment-1264</link>
		<dc:creator>50hz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2006 06:26:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.onlinejournalismus.de/?p=166#comment-1264</guid>
		<description>Zumindest im Zusammenhang mit dem WAZ-Projekt gibt es interne Stimmen, die das Wort &quot;B&#252;gerjournalist&quot; insk&#252;nftig meiden wollen.
Wie ich finde vollkommen zur Recht. Damit wird an die schreibenden B&#252;rger ein falscher Anspruch gestellt. Nur selten werden B&#252;rger Lust versp&#252;ren, Nachrichten, Interviews oder Reportagen aufzuschreiben. (Einzelf&#228;lle wollen wir mal nicht ausschlie&#223;en.)
Was B&#252;ger jedoch mit gro&#223;er Lust betreiben werden, ist &quot;aus ihrem Leben&quot; zu berichten. &#220;ber ihren Verein, ihre Freizeit, ihren Kiez. Das kann durchaus Nachrichtenwert haben. Aber es wird auch immer subkjektiv gef&#228;rbt und meinungslastig sein.
Stilistische Fragen treten deswegen in den Hintergrund. Wer &#252;ber &quot;seinen&quot; Verein schreibt, wird schon einen Stil finden, der seinem Verein angemessen ist. &quot;Journalistische&quot; Schreibe k&#246;nnte bei dieser Stilbildung eher st&#246;rend wirken.
Wie w&#228;rs, wir nennen die B&#252;rgerjournalisten in Zukunft einfach &quot;Menschen, die ewas zu sagen haben.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zumindest im Zusammenhang mit dem WAZ-Projekt gibt es interne Stimmen, die das Wort &#8220;B&#252;gerjournalist&#8221; insk&#252;nftig meiden wollen.<br />
Wie ich finde vollkommen zur Recht. Damit wird an die schreibenden B&#252;rger ein falscher Anspruch gestellt. Nur selten werden B&#252;rger Lust versp&#252;ren, Nachrichten, Interviews oder Reportagen aufzuschreiben. (Einzelf&#228;lle wollen wir mal nicht ausschlie&#223;en.)<br />
Was B&#252;ger jedoch mit gro&#223;er Lust betreiben werden, ist &#8220;aus ihrem Leben&#8221; zu berichten. &#220;ber ihren Verein, ihre Freizeit, ihren Kiez. Das kann durchaus Nachrichtenwert haben. Aber es wird auch immer subkjektiv gef&#228;rbt und meinungslastig sein.<br />
Stilistische Fragen treten deswegen in den Hintergrund. Wer &#252;ber &#8220;seinen&#8221; Verein schreibt, wird schon einen Stil finden, der seinem Verein angemessen ist. &#8220;Journalistische&#8221; Schreibe k&#246;nnte bei dieser Stilbildung eher st&#246;rend wirken.<br />
Wie w&#228;rs, wir nennen die B&#252;rgerjournalisten in Zukunft einfach &#8220;Menschen, die ewas zu sagen haben.&#8221;</p>
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