Interview mit einem anonymen WAZ-Blogger
Im Medienschungel interviewt einen anonymen (und selbst bloggenden) WAZ-Redakteur über die ersten Erfahrungen im Verlag mit der neuen Online-Chefin Katharina Borchert. Was “WAZsolls” zu erzählen hat, ist ganz interessant (auch wenn’s angesichts von vier Wochen Erfahrungszeit nicht so viel sein kann) und sehr differenziert. Im Gegensatz etwas aufgesetzt konfrontativen (oder turimäßig kumpelhaften, evtl. witzig gemeinten?) Fragen, über die sich auch der Interviewte wundert:
WAZsolls: Ist es gewollt, dass Deine Fragen vielfach schon die Richtungen der Antwort vorgeben? Das kenne ich nämlich von einem Kollegen, der immer empört ist, wenn die Befragten nicht in die Falle gehen.
Zumindest meinen Geschmack trifft der Fragestil hier nicht (und das bitte nicht als billige Retourkutsche interpretieren, nur weil der Mediendschungel mich unlängst in einem Posting tadelte).




Lieber Herr Stegers,
das verstehe ich natürlich nicht als billige Retourkutsche, weil ich kürzlich schrieb, es sei immer uncool, sich von “Business News” interviewen zu lassen, wie sie es kürzlich taten… :)
Ansonsten: Mein Fragestil ist durchaus zielführend. Es kommt natürlich darauf an, was der Befragte damit anfängt. Ich habe es hier allerdings auf der Antwortseite mit Profis zu tun, was Herr WAZsolls mit seiner geschickten Gegenfrage unter Beweis stellt (was ihm, sollte er kein PR-Boot von Lyssa sein, sicher auch meinen Respekt einbringt; andererseits versaut das irgendwie das schöne Interview, aber da muss ich durch).
Und ja, ich bin auch ein Freund ergebnisoffenen Recherche. Aber bei solchen schönen, als Gespräch angelegten Blog-Beiträgen ist das ein etwas anderes Format, finden Sie nicht?
Herzlich,
Ihr Ben Schwan