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Im Quotenparadies

Es soll ja Print-Journalisten geben, die fürchten sich davor zu wissen, was ihre Leser eigentlich lesen und was nicht. Und während der klassische Branchenpart noch zaghaft über Sinn und Zweck des “Reader Scan” diskutiert, hat sich in den Online-Redaktionsstuben längst der ständige Blick auf PageImpressions, Click-Through-Rates und HeatMap etabliert. Die Quoten werden immer genauer, immer schneller und immer besser in den Arbeitsalltag integriert.

Wie Klickzahlen die redaktionelle Arbeit verändern – ein Beitrag von Benedikt Tüshaus und Klaus Meier
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MSN braucht “Chef Redakteur”

Im “Journalist” hat MSN eine ganzseitige Stellenanzeige geschaltet: Gesucht wird ein “Chef Redakteur” für das Portalgeschäft, der mit seinem “Redaktions-Team” laut Anzeige die Strategie festlegt und die “redaktionelle Vision” für MSN.de ausführt. Außerdem ausgeschrieben: “Online Redakteur” und “Channel Manager”. Künftige redaktionelle Schwerpunkte sollen “Nachrichten, Entertainment, Auto, Finanzen und weitere Services” sein.

Der Relaunch des Portals, das ja bisher stark mit Tomorrow Focus zusammenarbeitet, wird für den 1.1.2007 angekündigt (Computerwoche dazu am 14. Juli). Bis dahin ist ja noch etwas Zeit, sich über Deppen Leer Zeichen und unsinnige Koppelungen aus Fugen-S und Bindestrich Gedanken zu machen. Agent Sick, übernehmen Sie!

“Zu viel Hetze”: Zeit.de schließt Kommentarbereich zur Nahostkrise

Der “taz” war es heute eine Meldung wert: Bei Zeit.de können seit letzter Woche die Artikel zur Nahostkrise nicht mehr kommentiert werden. Chefredakteur Gero von Randow begründet dies so:

“Im Netz gibt es eine Vielzahl von miteinander debattierenden Zirkeln, und offenbar haben sie sich auf unserer Website festgesetzt; wir hatten es mit so vielen gegen Juden und Muslime hetzenden Beiträgen zu tun, dass wir sie nicht mehr einzeln entfernen konnten. Also haben wir zugesperrt.”

Randow spricht von “einer bitteren Entscheidung”. Zum Teil interessant sind die Leserkommentare dazu.

Bereits im März hatte die Redaktion den Kommentarbereich zum Tod von Slobodan Milosevic geschlossen. Wir berichteten darüber.

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