Live-Blog: Where does the love come from?
Von Fiete Stegers am 28. September 2006Zwei Zitate eines Workshops der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Bürgermedien und Web 2.0:
* Dr. Christoph Stöcker, Spiegel Online: “Wir lieben Blogs.” Spiegel Online bediene sich sehr oft an Informationen aus Blogbeiträgen. Was da die Bloggergemeinde zu sagt?
* Wieder einmal muss das Paradebeispiel Readers Edition sich fragen lassen, ob es einen originären Nutzen hat.”Wer liest denn sowas?” will unser Kollege Thomas Mrazek hören.
Mehr im Weblog iDemokratie, das die Tagung (Programm) bis morgen (29.09.) begleitet.
29. September 2006 um 10:20
Zu dem SpON- Zitat vielleicht noch eine Anmerkung: Christian Stöcker hat das “bedienen” nicht im Sinne von “abkupfern” gemeint; vielmehr werden Blogs in manchen Themenfeldern (aus dem Bereich Netzwelt) als Inspiration benutzt - und eben auch entsprechend verlinkt/referenziert.
29. September 2006 um 10:29
Versteht sich von selbst.
Aber irgendwie auch schade, jetzt kann sich die Hardcore-Blog-Fraktion nur noch darüber aufregen, dass nicht umfassend genug verlinkt würde. ;-)
30. September 2006 um 10:45
@JanSchmitd: Ist nicht “Inspiration” das, was wir alle suchen und damit der eigentliche “Wert”. Das Drumherumrecherchieren und Geschreibsel dann nur “Transpiration” und “Handwerk”, das von vielen leistbar ist aber keinen USP, nichts Originäres darstellt …
3. Oktober 2006 um 12:53
[…] Rubrik “Citzen Journalism” bei onlinejournalismus.de […]
4. Oktober 2006 um 23:49
@hofbauth: Jein; sicherlich ist das Inspirieren (also die Leistung, die die Blogs erbringen) sehr wertvoll, andererseits ist (mir zumindest) die Arbeit, die Journalisten wie Christian Stöcker [disclaimer: ich kenne ihn sehr gut] erbringen, einiges wert, nämlich (mindestens meine Aufmerksamkeit/Zeit. Ich bin in diesem Fall nämlich ganz froh, dass jemand (der sein Handwerk versteht) für mich verschiedene Quellen zusammenfasst und aufbereitet. Selbstverständlich verlasse ich mich nicht nur darauf, und ich habe durchaus schon öfter Dinge bei SpOn und anderswo gelesen, die ich selbst auch schon durch mein eigenes Blogrepertoire kannte, aber a) gibt es viele, die sich nicht so exzessiv in der Blogopshäre herumtreiben und b) bringt der Journalist noch eine eigene Perspektive mit hinein, die mich eben auch interessiert.
5. Oktober 2006 um 09:03
@JanSchmidt: d’accord und ich wollte damit weder gegen Christian Stocker noch gegen Journalisten anschreiben.
Ich finde, und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Themenfindung zu den schwierigsten Aufgaben von Journalisten zählt, denn Information ist überall und im Überfluss. Also weg vom Gatekeeper hin zum Informationsgärtner, der gezielt nach Themenpflänzchen sucht, sie vom “Unkraut” trennt und dann gross zieht …