OnRuhr und das Franchise-Konzept (Knüpfer-Interview Teil 2)
Von Jens Matheuszik, Pottblog
“Wir suchen lokale Partner” sagt Uwe Knüpfer. Gestern berichteten wir vom wir vom ersten Teil des Interviews mit dem Geschäftsführer und Chefredakteur des neuen Internet-Projektes OnRuhr. OnRuhr wird am 17. November 2006 starten und soll dem Ruhrgebiet in den Zeiten des Zeitungssterbens und der Monopolisierung eine neue journalistische Facette bieten. Dabei konkurriert OnRuhr mit den Internet-Plänen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), der größten Tageszeitung des Ruhrgebietes, die Anfang 2007 ihr überarbeitetes Internet-Angebot starten möchte.
Inzwischen ist der zweite und letzte Teil des Interviews verfügbar: Knüpfer spricht darin über das Geschäftsmodell und verteidigt das Konzept seines Projekts gegen kritische Stimmen, die nicht an Werbung in einer PDF-Zeitung glauben und meinen, dass seine kleine Redaktion die inhaltlichen Ziel nicht erfüllen kann. Wir dokumentieren die interessantesten Auszüge.
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Pottblog: Im Kress Report wurde dazu – laut dem Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache – geäußert, daß das mit den lokalen Partnern über ein Franchise-System ablaufen soll. Was hat man sich darunter vorzustellen? Schreibende Ich-AGs für OnRuhr? Kooperationen mit Vereinen nach dem Motto “OnRuhr-Hintertupfingen wird Ihnen präsentiert vom TUS Hintertupfingen”? Normalerweise kennt man den Begriff Franchise nur von Ketten wie Aral, McDonalds oder Obi, wo man als Franchise-Nehmer erstmal viel Geld zahlen muß, um einen etablierten und eingeführten Namen nutzen zu können.
Uwe Knüpfer: Wir entwickeln eine Art Franchise-Modell, das es einzelnen Journalisten – oder auch Teams, die sich zusammenfinden und ein Gesellschaft gründen – möglich macht, in ihrer Stadt ohne großen Kapitalaufwand aus dem Stand eine anspruchsvolle Lokalzeitung zu machen. Eigenverantwortlich, aber auf der Grundlage von OnRuhr festgelegter Grundsätze und Regeln.
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Pottblog: Das werden die Kritiker sicherlich auch noch machen. Aber eine andere Frage hängt direkt damit zusammen: Wie soll sich eigentlich OnRuhr finanzieren? Wird es OnRuhr nur für Online-Abonnenten geben? Wird das ganze werbefinanziert sein? Gibt es neben einer kostenlosen Gratis-Ausgabe eine Premium-Version gegen klingende Münze?
Uwe Knüpfer: OnRuhr muss sich über Werbung finanzieren. Der Redaktionsetat wird parallel zu den Werbeeinnahmen steigen; alles andere wäre Harakiri. Der komplette Inhalt jeder Ausgabe wird für jeden registrierten Leser zugänglich sein. Die Registrierung ist kostenlos. Daneben werden wir ein Abo anbieten. Abonnenten können eine Zeitung nach Maß beziehen, eine tägliche Pressemappe anlegen und das Archiv nutzen; unter anderem.
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Das vollständige Interview findet sich hier.




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