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Keine 08/15-Personalie: Patricia Dreyers Wechsel zu Spiegel Online

Ab und zu kommen auch wir hier nicht umhin, über Personalia zu berichten – wenn wir es für wichtig halten. Unkritisches, geschmeidiges Tralalala finden Sie bei anderen Mediendiensten. Es geht auch anders. Zum Beispiel im taz-Blog Bildschirmtext: Philipp Dudek (obacht, der hat auch schon für uns hier geschrieben) weist dort darauf hin, wie sich “Spiegel Online nicht nur qualitativ, sondern auch inhaltlich zunehmend der Bild annähert”. Als weiteren Beleg für diese These sieht Dudek den Wechsel der bisherigen Ressortleiterin Unterhaltung bei “Bild”, Patricia Dreyer, zu Spiegel Online. Dort wird sie 1. April 2007 Chefin des Panorama-Ressorts. Dreyer war maßgeblich am Sibel Kekilli-Bashing der “Bild” Anfang 2004 beteiligt, schreibt Dudek.

Wir bedauern den Fehler …

Das Weblog Regret the Error dokumentiert Fehler aus amerikanischen, kanadischen und britischen Medien. Jetzt hat es wieder seine Jahresberichte veröffentlicht: Crunks ’06: The Year in Media Errors and Corrections und 2006 Plagiarism/Fabrication Round-Up. (Hinweis von Lorenz Lorenz-Meyer, gefunden im Darmstädter Journalismus-Blog, der eine “sehr unterhaltsame Lektüre” verspricht.)

In der linken Spalte hat Regret the Error eine Liste von bedeutenden englischsprachigen Medien, die noch keine Fehlerrubrik auf ihrer Website haben, es sind nicht mal zwei Dutzend. Bei uns wäre die Liste etwas länger. Es gibt so gut wie keine Selbstkritik. Die “Mecker”-Rubrik von Zeit Online gibt es übrigens seit einem Jahr (siehe hierzu: Interview mit dem Mecker-Blogger von Zeit Online).

Einschätzungen für 2007, heute: Thomas Knüwer

Wegen einer ganz anderen Frage hatte ich heute Thomas Knüwer im Düsseldorfer Verlagshaus Handelsblatt besucht. Weil ich meine Kamera ohnehin schon auf ihn gerichtet hatte, bat ich ihn auch um eine Einschätzung: Was wird das Jahr 2007 für den Online-Journalismus bringen?

Unter anderem geht Knüwer davon aus, dass die Zeit reif ist für Online-Journalisten, die sich mit ihrer eigenen Idee im Internet selbstständig machen wollen.


Online-Offensive bei sueddeutsche.de mit viel neuem Personal

“In den letzten Jahren ist Online bei uns stiefmütterlich behandelt worden, da müssen wir Boden gutmachen”, zitiert der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe den Chefredakteur der “Süddeutschen Zeitung”, Hans-Werner Kilz. Und es handelt sich nicht nur um eine schnöde Ankündigung: Der bisherige Ressortleiter Medien, Hans-Jürgen Jakobs, wird mit “sofortiger Wirkung” Chefredakteur des Online-Angebots, meldet Kress eben; die Redaktion wird von zwölf auf 25 Redakteure vergrößert, ab 18.12. gibt es außerdem eine überarbeitete Website (derzeit mit albernem “Ätsch-Hinweis” für “Spiegel”-Leser; bei Fontblog gibt es einen Screenshot).

Im Sommer war bei den Münchnern noch von einem Auslagern des sueddeutsche.de-Newsdesks nach Tschechien die Rede gewesen. Die Zukunft des seit fünf Jahren amtierenden Chefredakteurs, Helmut Martin-Jung, sei noch unklar, berichtet Kress.

Stellenangebot: Focus Online sucht Volos

Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner bat im jonet um Weiterleiten des folgenden Stellenangebots. Das veröffentlichen wir gerne. Münchner Spezlwirtschaft? Nein, natürlich nicht. Das Angebot ist überzeugend und seriös. Wenn Sie meinen, ebenso ein gutes Stellenangebot aus dem Online-Bereich zu haben, publizieren wir es auch. Oha, wird onlinejournalismus.de dann eine Service- oder letztlich eine PR-Plattform? Keine Angst, wir oder unsere werte Leserschaft würden uns rechtzeitig dagegen wehren. Hier die Auschreibung. Weiterlesen…

Online-Video und Zeitungen

Flash-Videoplayer auf Nachrichtenseite (Foto: Mischel)

“Video” war eines der Schlagwörter 2006. Und wie aus Branchenkreisen zu hören ist, wollen einige Online-Redaktionen im kommenden Jahr beachtliche Summen investieren, um ihre Berichterstattung mit bewegten Bildern zu bereichern. Grund genug für eine Momentaufnahme: Wie setzen deutsche Online-Redaktionen, deren Ursprung im Print liegt, heute Video ein? Ein kurzer Überblick.

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2000 Mal Altpapier bei der Netzeitung

Heute erscheint die 2000. Ausgabe der Netzeitungs-Medienkolumne “Altpapier”. Das “Altpapier” gilt als “die wichtigste tägliche Medien-Presseschau deutscher Zeitungen”, lobt heute der Berliner “Tagesspiegel”. Außer den überflüssigen Schriftauszeichnungen im Fließtext und dem fehlenden Archiv habe ich an dieser Kolumne nichts auszusetzen – sie gehört zum angenehmeren täglichen Lesestoff. Zum Jubiläum füllt heute Hans Leyendecker als Gastautor den Altpapierkorb.

Apropos fehlendes Archiv: Was ich leider nicht mehr gefunden habe, aber was ich meine im “Altpapier” mal gelesen zu haben, war eine dort veröffentlichte Kritik (nix Dramatisches ned) an der hauseigenen Readers Edition – vielleicht kann ein Leser helfen.

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