Holtzbrinck: Kreativ und billig
Von Fiete Stegers am 19. Januar 2007Nein, offenbar ist doch doch nicht Sevenload die Videoplattform, die sich Holtzbrinck nach dem StudiVZ-Deal als nächstes unter den Nagel reißt. Stattdessen bereitet die Verlagsgruppe laut Werben & Verkaufen den Start eines eigenen Videoportals Mitte Februar vor. Es werde von der zu Holtzbrinck gehörenden Produktionsfirma AVE betrieben.
Soweit keine Überraschung. Doch Holtzbrinck will sich offenbar von MyVideo, Clipfish & Co dadurch absetzen, dass man eigene - auch journalistische - Inhalte anbietet. Wie schafft man das, wenn man eigentlich ein Printhaus ist? Natürlich - man drückt denen eine Kamera in die Hand, die Spaß am Ausprobieren haben und/oder sich nicht wehren können: “Basis sind professionell aber ungewöhnlich, kreativ und billig produzierte Video-Beiträge von jungen Journalisten und Volontären”, erfuhr W&V aus Verhandlungskreisen. Rein private Videos der Nutzer sollten angeblich nicht gezeigt werden (was ich persönlich aber erst mal abwarten würde).
Ein bisschen Zündstoff also für den von Handelsblatt-Oberblogger Knüwer prophezeiten Kampf der Kulturen im Journalismus und die weitergehende Evolution des Online-Videos durch Quereinsteiger mit all ihren möglichen Folgen (dazu wahrscheinlich demnächst mehr von Roman Mischel). Andererseits war AVE laut seiner Homepage im TV bisher eher für glänzerende Formate und Dokus über klassische Musik verantwortlich. Das passt ja erst mal wenig zusammen.
19. Januar 2007 um 12:30
In diesem Zusammenhang nur ein kurzer Hinweis auf einen aktuellen Überblick im Blog von Bertram Gugel: Da geht es unter anderem um vodboxx.tv, eine Video-Agentur, die vor allem für freiberufliche Videojournalisten interessant werden könnte.
29. Januar 2007 um 13:01
Die Medienwoche (3+4)…
Derdiedas DLD kam mir letzten Sonntag dazwischen, darum gibt es diesmal zwei “Medienwochen” auf einmal.
Schon am Anfang der ersten Woche rätselte man, wer nun auf den Christiansensessel folgen solle, wo es Jauch ja nun nicht wurde: Plasber…