Ach, die Journalistenpreise
“Achtung, Gewinnwarnung!”, alarmierte “taz”-Medienredakteur Steffen Grimberg gestern seine Leser. Grimberg lästerte über die inflationäre Anzahl der Medienpreise und zog sich selbst durch den Kakao:
“In den Jurys dieser erlauchten Veranstaltungen sitzen im Zweifelsfall die Preisträger des Vorjahres sowie alle Medienjournalisten, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. (Auch der Schreiber dieser Zeilen gehört dazu.)”.
Grimbergs Gewinnwarnung war nicht ohne.
Diesmal ging es um den “Goldenen Prometheus”. Das PDF-Magazin “ViSdP” (ja, die gibt’s noch) kürt damit die “Journalisten des Jahres”. Wegen des “Onlinejournalisten des Jahres” soll Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer zusammengebrochen sein, vor Lachen. Wir ersparen uns diese Lachnummer.




Es betrifft ja nicht nur Journalisten. Auch Podcaster verleihen sich schon Preise (es hat einen Grund, dass ich ein ähnliches Projekt nicht weiterverfolgte). Ich denke, Preise und Rankings geben ein falsches und überholtes Bild. Schade nur, das Journalisten immer noch drauf reinfallen, weil sie dann auch brav schreiben “Der Beste Film ist…”