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Relaunch RTL.de

Auch offtopic? Schwierige Frage, immerhin geht es bei uns vornehmlich um Journalismus. Jedenfalls ist auch bei RTL.de alles neu. Stefan Niggemeier, der ja auch vor längeren Neun-Live-Sessions nicht zurückschreckt, hat sich intensiver damit beschäftigt und jede Menge aufschlussreiche Screenshots gezogen. Sein Zwischenfazit:

Selbst wenn RTL.de es irgendwann schaffen sollte, die unfassbare Zahl von Programmier-Fehlern zu korrigieren, bleiben die Seiten eine unfassbare Zumutung. Nach wie vor packt RTL.de Nachrichten in endlose Bildergalerien (wie diese) von unbestimmter (und nie angegebener) Größe, bei denen die Texte unter wahllos zusammengeklaubten und dazu eher nur zufällig passenden Fotos stehen.

Immerhin kann man RTL.de zugute halten, dass die Startseite jetzt etwas aufgeräumter und weniger mit Links zugekleistert aussieht. Die gesamte untere Hälfte rangiert übrigens unter einer “Shopping” betitelten Trennlinie. Übervorsichtig? Neben Partnerschaftsvermittlung und Tittenfotos werden dort auch ein Superstar-Video und ein Oscar-Special annonciert, die – zumindest auf den ersten Blick – als normale Programmbegleitung durchgehen würden.

Userfeedback sammelt RTL vorsichtigerweise nur als E-Mail (userfeedback@rtl.de).

A little offtopic: Bröckelfernsehen

Gerne wird immer wieder auf den Leserschwund der Zeitungen verwiesen. Dabei sind sie nicht allein, schreibt Theo van Stegeren:

Das Fernsehen, geben die Menschen bei Umfragen stets an, ist unser wichtigstes und vertrauenswürdigstes Informationsmedium. Ja, an Tagen, an denen die Nordsee-Deiche brechen, wäre das natürlich so. Aber in der Zwischenzeit verschwindet das breite Anschauen von Nachrichten und Aktualitäten im TV unmerklich aus unserer Kultur. Der Fernsehjournalismus sendet für einen Seniorenzirkel, der auf natürlichem Wege wegbröckeln wird.

Für De Nieuwe Reporter hat er sich die Quoten der niederländischen TV-Nachrichtensendungen angeschaut.

Weitere Links
bei onlinejournalismus.de

Auf der Suche nach “Net-Credibility” und einem potenten Käufer

“Die Netzeitung steht zum Verkauf und putzt sich heraus – gerade noch rechtzeitig” – so beginnt heute eine umfangreiche Zustandbeschreibung des Online-Mediums in der “Süddeutschen Zeitung”: Nach der “optischen Entschlackung” von Anfang der Woche werden ein paar inhaltliche Neuerungen angekündigt, von denen aber keine umwerfend klingt.

Unklar bleibt auch, wie sich die Netzeitungs-Mannschaft verstärkt auf Internet-Themen stürzen will: Heißt das, aus Blogs abschreiben? Und was soll dann die “Net-Credibility” sein, die sich die Netzeitung selbst zubilligt? Damit sind schon andere auf die Nase gefallen. Die entsprechende Passage in der “SZ” ist ziemlich verquast – aber vielleicht liegt das ja auch daran, dass die neuen Netzeitungs-Chefs Ehlert und Angele selbst noch nicht genau wissen, was sie eigentlich wollen/sollen. Weiterlesen…

Roanoke Times, multimediale Stellenanzeige

Eine nicht ganz gewöhnliche Stellenausschreibung bei der Roanoke Times, Virginia.

(gefunden beim MultimediaShooter)

Termine in München, Frankfurt und Berlin

  • Vom 22. bis 24. Februar tagen in München die Mitglieder der Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Auf dem Programm stehen unter anderem Forschungsergebnisse zu Watchblogs, zum Selbstverständnis von Bürgerjournalisten und zur Veränderung des Agenda-Settings durch das Internet (Programm, PDF).
  • Der 3. Frankfurter Tag des Online-Journalismus widmet sich der “Region im Web 2.0″. Er findet am 1. März statt. Organisatoren sind der HR und die Evangelische Kirche.
  • Am 5. März diskutieren in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin unter dem Titel “Online never sleeps” u. a. Vertreter von sueddeutsche.de, Riesenmaschine, WestEins, Spiegel Online und Welt.de (Einladung, PDF). Bekannte Namen – aber viel neues ist wohl nicht zu erwarten. Auf dem Podium sitzt auch Thilo Haule (Result GmbH), der einiges zum Thema Web 2.0 und Journalismus noch einmal in einer Studie in Zusammenarbeit mit dem SWR zusammengefasst hat (PDF, ca. 50 Seiten).
(via Netzwerk Recherche). Weitere Termine hat Thomas Mrazek zusammengestellt.

Nachtrag (24.02.07):
Am 22. März gibt es in Leipzig einen Workshop “User Generated Content und Bürgerjournalismus”, veranstaltet vom Masterprogramm Medien Leipzig (MML) und unterstützt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), u.a. mit Katharina Borchert, Thomas Knüwer, Stefan Niggemeier und Peter Schink. Die Teilnahme an diesem Workshop ist kostenfrei.

sueddeutsche.de, Vanity Fear-Video

Das “Vanity Fear”-Video des neuen Sat.1-Comedy-Formats mit Niels Ruf ist in den letzten Tagen ja auf allen möglichen Videoplattformen gestreut worden.

Unter anderem ist es auch im Kultur-Ressort von sueddeutsche.de gelandet, dort allerdings eingebunden in einen redaktionellen Beitrag, der den User-Kommentaren nach nicht nur mich fragend zurück lässt.

Himmel! Eine “Internetikone” wird Chefredakteurin beim Tagesspiegel Online

Die neu geschaffene Position einer Chefredakteurin beim Berliner Tagesspiegel Online übernimmt ab 15. März Mercedes Bunz, derzeit noch Chefredakteurin beim Stadtmagazin “Zitty”. In einer Pressemitteilung wird Bunz als “Berliner Internetikone”, “Internetvordenkerin der ersten Stunde”, “Stimme der Internetgemeinde” und “bekannte Internetspezialisten” bejubelt. Sorry, geht’s auch ein bisschen leiser, natürlich ist sie ne Gute! Die promovierte Kulturwissenschaftler war 1997 Mitbegründerin der Monatszeitschrift “DEBUG – Zeitung für elektronische Lebensaspekte”.

Bunz soll Tagesspiegel Online “durch mehr Diskussionsfreude und Multimedialität bereichern”. Damit setzt die Zeitung den Trend anderer Medien fort, Print-Leute für Führungspositionen im Online-Bereich zu engagieren. In ihrem Lebenslauf klagte Bunz 2005 noch über ein “durchaus prekäres Arbeitsleben als freie Journalistin”. Ein Missstand, den die 35-Jährige vor einem Jahr in dem “Zitty”-Artikel “Meine Armut kotzt mich an” plakativ ausdrückte.

Der Tagesspiegel Online wird ebenso wie Zitty Online von der Berliner Urban Media GmbH produziert und vermarktet. Die Urban Media ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Welt.de: Relaunch am Freitag

Die Website der “Welt” relauncht voraussichtlich am Freitag. Die Relaunch-Verantwortlichen Peter Schink und Thomas Wanhoff gewährten einigen Bloggern vorab einen Blick auf die generalüberholte Site. onlinejournalismus.de konnte der Einladung nicht folgen, aber Wortfeld und Medienrauschen waren dabei und berichten.

Unter anderem will die Welt eigene Videonachrichten präsentieren und sowie mittels RSS-Feeds auf die “zweite Meinung” anderer Sites verweisen (das macht allerdings die Netzeitung auch schon).

Bei der Gelegenheit der Hinweis auf Print-to-Internet, wo Matthias Kretschmer die Relaunchs der vergangenen Monate sammelt.

Nachtrag, 21.2.2007: Inzwischen ist die neue Site online.

tagesschau.de mit Video-Nachrichtenüberblick

Jetzt gibt es auch bei tagesschau.de einen mehrmals täglich aktualisierten Nachrichtenüberblick als Video direkt auf der Startseite. Die Nachrichtensendung stammt von EinsExtra.

Was mir sofort ins Auge gefallen ist: tagesschau.de verwendet ganz offensichtlich eine angepasste Version des FLV Flash Players von Jeroen Wijering. Dieser Player wird auch von vielen Bloggern eingesetzt.

Das Video selbst ist ca. anderthalb Minuten lang, bringt das Wichtigste also kurz auf den Punkt. Da die Abmessungen des Videos wegen der Randspalte nur 170 x 127 Pixel groß ist, sind einige der Texteinblendungen kaum zu lesen. Dafür gibt es dann die Großansicht, die sich in einem neuen Fenster öffnet.

Gestreamt wird das Video nicht, sondern – ähnlich wie bei Spiegel Online und fast allen anderen, die Videos im Flash-Format anbieten – in einem Rutsch heruntergeladen.

Insgesamt setzt tagesschau.de nun vier verschiedene Player und Verfahren zur Auslieferung von Videos auf seinen Seiten ein: Nach wie vor Real Video und Windows Media mit echtem Streaming (für die Tagesschau-Sendungen), einen Flash-Player mit ebenfalls echtem Streaming (für diverse Specials wie etwa dem Weihnachtskalender 2006) sowie den neuen pseudo-streamenden Flash-Player für den schnellen Nachrichten-Überblick.

Zeit sucht Videoproducer

ZEIT online sucht ab März 2 Videoproduzenten, die die Multimedia-Abteilung tatkräftig unterstützen. Aufgaben sind unter anderem: Schnitt, Kamera und Produktion von eigenen Beiträgen und Fremdmaterial sowie zahlreiche redaktionelle Aufgaben.

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