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Studie zu Online-Redakteuren

Die Website Contentmanager sucht noch Teilnehmer für eine Befragung, die das Arbeitsumfeld und -verhalten von Online-Redakteuren und “CMS-Anwendern” abfragt. Die Studie widmet sich eher Online-Redakteuren außerhalb des klassischen Medienbereichs, sprich solchen, die die Webauftritte von Firmen oder Institutionen betreuen. Als Lohn fürs Mitmachen winkt ein Exemplar der Studie.

Wall Street Journal gibt seine Videos für Blogs frei

Wer die Videos des Wall Street Journal in sein Blog einbinden will, kann das schnell und einfach über die im Player integrierte Funktion “Embed Code” erledigen. Laut Beet.TV ist das WSJ einer der wenigen Nachrichtenanbieter, der seine Videos auf diese Art und Weise auf die Reise schickt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Werbung, die mit den Videos verbunden ist, wird auf diesem Weg viel breiter gestreut, was die Einnahmen für das WSJ steigen lässt.

Nachteil: Für Werbetreibende ist immer auch der Kontext wichtig, in denen ihre Werbespots erscheinen. Dieser Kontext wird nicht nur durch das Video selbst bestimmt, sondern auch durch die Websites, in die das Video eingebunden wird.

Das WSJ nutzt den Video-Dienstleister Brightcove (mehr dazu im Blog Digitaler Film), der sich von Diensten wie YouTube oder Sevenload (die natürlich auch über eine Embed-Funktion verfügen) vor allem darin unterscheidet, dass er sich hauptsächlich an professionelle Video-Produzenten wendet.

Ob eine Embed-Funktion in absehbarer Zeit wohl eine Rolle für Nachrichtenangebote wie Spiegel Online, Focus Online oder gar die Öffentlich-Rechtlichen spielt?

Und wie sieht es dann mit rechtlichen Fragen aus? Was wenn beispielsweise Musik in einem Clip genutzt wird? Wer zahlt dafür die Lizenzgebühren? Der Urheber des Videos? Oder der Blogger?

Tagging: Exotisch oder alltäglich?

28 Prozent der US-Internetnutzer haben nach einer Studie des Pew-Institutes bereits mindestens einmal Fotos, Nachrichten oder Videos im Netz mit Stichwörtern versehen, sprich getagged. Täglich nutzen demnach nur sieben Prozent diese Methode, um Online-Inhalte zu ordnen. Bisher sind die Tagger vor allem Early Adopters (Breitband, hoher Bildungsabschluss, unter 40 – aber Männer und Frauen gleichermaßen). Über die Entwicklung der Verbreitung kann die Studie noch nichts sagen.

An der Studie beteiligt war David Weinberger, der in einem bei Pew veröffentlichten Interview schwärmt, Tagging sei ein soziales und sogar altruistisches Ordnungssystem. Aber sorgt es nicht auch für Probleme? Natürlich, Tags seien häufig mehrdeutig und ließen eine “Tyrannei der Mehrheit” befürchten, räumt Weinberger ein: “Aber was schafft denn keine Probleme?”.

(Bei der Gelegenheit, kann Weinberger bitte mal mit einer Grafikdesignerin seines Vertrauens über sein Blogdesign sprechen?)

Zeitungs-TV im Netz

Zeitungs-TV im Netz

Den Tageszeitungen bieten sich vor allem im lokalen Bereich realistische Chancen, im Internet-TV Fuß zu fassen. Kurze Videos sind sowohl für das Publikum als auch für die Werbewirtschaft interessant. Wie das lokale TV-Format einer Zeitung im Netz aussehen kann, zeigt das Beispiel des “Kölner Stadt-Anzeigers”. Weiterlesen…

Erwartungen für 2007, Nachtrag

Parallel zu unserer Serie über “Einschätzungen für 2007″ (Christoph Neuberger, Thomas Knüwer [Video], Jan Schmidt und Spiegel-Online-Leiter Mathias Müller von Blumencron) habe ich für einen Artikel für das Medienmagazin Insight (jetzt erschienen in Heft 2/2007) auch die Chefredakteure von anderen großen Online-Redaktionen befragt: Robert Amlung (ZDF), Hans-Jürgen Jakobs (seit Dezember bei sueddeutsche.de), Frank Thomsen (stern.de) und Jochen Wegner (Focus Online). Web-Video und Nutzerinhalte bleiben die großen Themen, da sind sich alle einig. Jakobs gibt als Ziel aus, klar die “Führungsposition unter den Websites der Tageszeitungen” zu erreichen.

Jochen Wegner hat noch zwei interessante Sachen gesagt, die keinen Platz mehr im Heft gefunden haben: Zum einen beobachtet er, dass große Online-Redaktionen beginnen, einander verstärkt Leute abzuwerben. Zum anderen wunderte er sich, dass bisher in Deutschland kein Internet-Unternehmen wie Yahoo versucht hat, sich mit eigenproduzierten (auch journalistischen) Qualitätsinhalten abzuheben: Da seien die klassischen Medienhäuser nach wie vor unter sich. Langfristig meint Wegner: “Irgendwann einmal wird es einen Verdrängungswettbewerb um die Augäpfel geben wird, der sich dann zwischen einer Videoplattform wie MyVideo und einem klassischen Online-Medium abspielt, aber 2007 sind wir noch nicht so weit. 2007 wachsen wir einfach.”

Bloggrößen im Chat

Die Plattform politik-digital (mit denen wir vor zwei Jahren ein großes gemeinsames Dossier über die ersten zehn Jahre Onlinejournalismus gemacht haben) hat in den nächsten Wochen einige wichtige deutsche Webstimmen zu Gast im Chat.

+ Christoph Schultheis, BILDblog
6.2. (Di), 16.00 bis 17.00 Uhr
+ Mario Sixtus, der elektrische Reporter
13.2. (Di), 16.00 bis 17.00 Uhr
+ Katharina Borchert, Bloggerin auf Lyssas Lounge
20.2. (Di) 16.00 bis 17.00 Uhr

Es folgen die Menschen hinter Shopblogger, netzpolitik.org, Law Blog, Riesenmaschine und wirres.net. Sonst arbeitet politik-digital bei Chats mit tagesschau.de und Tagesspiegel zusammen, diesmal ist es eine Kooperation mit Blogpiloten.

Für einige vielleicht auch interessant: politik-digital bietet auch einen Volontariatsplatz an.

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