Blogs = Parasiten?
Von Fiete Stegers am 4. März 2007Robert Niles geht in einem sehr lesenswerten Artikel im Online Journalism Review dem Vorwurf nach, Blogs seien “Parasiten”, die ohne die klassischen Medien nichts zu berichten hätten. Natürlich - ohne es beziffern zu können - ist klar, dass viele Blogs sich auf klassische Medienberichten beziehen, diese kommentieren oder eben nur wiedergeben. Aber die von Niles befragten Webexperten sind ziemlich einhelllig anderer Meinung (die Journalisten, von denen die Vorwürfe stammten, haben laut Niles auf seine Anfrage nicht reagiert). Sie geben zu bedenken:
- Blogs ohne eigenen Content sind eben nur ein Teil der Blogs - und es macht dabei einen gehörigen Unterschied aus, ob sie sich das allgemeine Weltgeschehen kommentieren oder eher Nischenthemen besetzen.
- Auch traditionelle Medien stützen sich seit jeher aufeinander: Fernsehredaktionen verfilmen Zeitungsartikel, Zeitungen zitieren aus Radiointerviews etc …
- Blogs verschaffen den traditionellen Medien Aufmerksamkeit und Traffic.
- Und mein Lieblingszitat, von Journalismusprofessor Sree Sreenivasan: “I find some of these parasitic-ish blogs particularly useful - because they spotlight things I might miss. A great example is Romenesko. It’s my first visit every day. Lots of old-school journos, who don’t like blogs, read it religiously, without knowing it’s a blog!”
(passenderweise via Jonet Medienlog)
4. März 2007 um 14:23
Erstaunlich, mit welcher Wonne immer noch über dieses Stöckchen gesprungen wird. Es ist doch irrelevant, was Journalisten über Blogs denken. Wirklich - es spielt keine Rolle.
5. März 2007 um 07:42
Hallo,
bin hier gerade auf meiner morgendlichen Medienlog-Tour angekommen. Danke, dass Du uns erwähnst!
Viele Grüße,
Arik