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Blogs = Parasiten?

Robert Niles geht in einem sehr lesenswerten Artikel im Online Journalism Review dem Vorwurf nach, Blogs seien “Parasiten”, die ohne die klassischen Medien nichts zu berichten hätten. Natürlich – ohne es beziffern zu können – ist klar, dass viele Blogs sich auf klassische Medienberichten beziehen, diese kommentieren oder eben nur wiedergeben. Aber die von Niles befragten Webexperten sind ziemlich einhelllig anderer Meinung (die Journalisten, von denen die Vorwürfe stammten, haben laut Niles auf seine Anfrage nicht reagiert). Sie geben zu bedenken:

  • Blogs ohne eigenen Content sind eben nur ein Teil der Blogs – und es macht dabei einen gehörigen Unterschied aus, ob sie sich das allgemeine Weltgeschehen kommentieren oder eher Nischenthemen besetzen.

  • Auch traditionelle Medien stützen sich seit jeher aufeinander: Fernsehredaktionen verfilmen Zeitungsartikel, Zeitungen zitieren aus Radiointerviews etc …
  • Blogs verschaffen den traditionellen Medien Aufmerksamkeit und Traffic.
  • Und mein Lieblingszitat, von Journalismusprofessor Sree Sreenivasan: “I find some of these parasitic-ish blogs particularly useful – because they spotlight things I might miss. A great example is Romenesko. It’s my first visit every day. Lots of old-school journos, who don’t like blogs, read it religiously, without knowing it’s a blog!”
    (passenderweise via Jonet Medienlog)

18, 20 oder 24/7?

Noch eine gute Idee aus dem Lokalen: Der Tagesspiegel bietet als Reaktion auf die Freigabe der Ladenöffnungszeiten eine Datenbank zu den Öffnungszeiten von Berliner Geschäften an. Suchen lässt sich nach Wochentag, Öffnungszeiten, Produkten und Stadteil.

Was noch zu ergänzen wäre: Eine Suchfunktion über eine Karte, etwa mit Google-Maps-Einbindung, und nach Produktkategorien. Die Datenbank soll von den Einzelhändlern selbst gefüllt werden – und leider hat die Redaktion hier offenbar nicht genügend vorgelegt. Es kann doch nicht, sein dass sich am Sonntag in Kreuzberg weder Döner noch Bier und auch in Mitte keine Getränke kaufen lassen ….

Soundslides / Kurzer Erfahrungsbericht

Den gestern veröffentlichten kurzen Überblick über den Tag-Einsatz bei Online-Medien habe ich als animierte Bildergalerie mit Audio-Kommentar gestaltet. Zum einen, weil mir das Format sinnvoller schien als 10, 15 Screenshots untereinander abzubilden. Zum anderen einfach deshalb, weil ich nach den enthusiatischen Berichten von Fabian Mohr oder Marco Maas auch einmal das Tool Soundslides ausprobieren wollte (knapp 40 Dollar, Demo-Version läuft aber ohne Einschränkungen). Dazu nun einige Notizen. Weiterlesen…

Wie Google Maps im Lokalteil funktionieren

Wunderbares Beispiel, wie Lokalberichterstattung auch aussehen kann: Die Pothole Map von Bakersfield.com (gefunden bei Jeff Jarvis). Jeder Leser kann über ein kinderleicht zu bedienendes Interface die Schlaglöcher eintragen, die er kennt, ggf. auch ein Foto hinzufügen. Die Pothole Map, inzwischen mit mehreren Dutzend Markern übersäht, spricht für sich selbst. Bakersfield.com hat noch einige andere Karten im Angebot, alle arbeiten mit der Google Maps API.

Experimentierfeld Tagging

Tagging (Grafik: ojour)
Tags sind bei den großen Online-Medien noch selten: Auch deshalb wurden ihre Einführung beim Welt Online besonders beachtet. jetzt.de setzte bereits bei seinem Relaunch vor mehr als einem Jahr auf Tags – und musste auch Lehrgeld zahlen. [Bildstrecke mit Audio-Kommentar].
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