Movers & Shakers auch im Web

Es war ja irgendetwas zwischen seltsamer Arroganz und unverständlicher Blödheit, dass Vanity Fair Deutschland zum Magazinstart mit einer gigantischen Werbekampagne beglückte, die dazugehörige Website aber auch im “Web First”-Zeitalter erst etliche Wochen später starten wollte. Jetzt ist die Site online. Einige Eindrücke: Alles sehr flashig und verspielt, magazinig und eigentlich gar nicht mal schlecht. Aber Usability ist dann aber doch eher was anderes.

  • Auf den Artikelseiten werden große Flashvideos eingebunden, die an dieser prominenten Stelle tatsächlich den Text ergänzen könn(t)en. Macht sich gut beim Thema Fantastische Vier, im Fall Eva Padberg weiß man allerdings gar nicht, worüber die Frau da redet. Nervig ist vor allem, dass die Videos automatisch starten.
  • Es gibt eine “Video Cloud”: Haschmich-Spielen mit Teaser-Bildchen. Die “Fact Cloud” ist offenbar so beweglich, dass sie schon wieder verschwunden ist.
  • Standardschriftgröße in Artikeln arg klein.
  • RSS-Feeds für die einzelnen Ressorts: Längst noch nicht überall anders Standard.
  • Gala lässt grüßen: Ein Geburtstagskalender für Prominente.
  • Code-Validation: “66 Errors”
  • Bei den Blogs habe ich mich dagegen an Rainald Goetz’ Ergüsse herangetraut, über die ich schon im Heft den Kopf geschüttelt hatte. Das wiederholt sich hier. Obendrein setzt Vanity Fair hier bei der Darstellung (unfreiwillig?) auf absolute Nüchternheit: Design wie 1996.

(via Medienrauschen)

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