Amoklauf / Roanoke Times / andere
Von Fiete Stegers am 16. April 2007Der Amoklauf an der Hochschule Virginia Tech hat sich nur rund 36 Meilen vom Standort der experimentierfreudigen Roanoke Times im gleichen Bundesstaat ereignet. Leider kann man gerade nicht sehen, wie die Kollegen das Thema aufbereiten - die Site ist derzeit nicht erreichbar.
Update: Jetzt geht es doch. Erstaunlicherweise nimmt der Amoklauf-Aufmacher auf der Startseite nur wenig Platz ein. Direkt auf der Startsite gibt es eine offenbar mit Soundslides produzierte animierte Bildstrecke mit Augenzeugen-O-Tönen. Der Hauptartikel ist eigentlich mehr ein Blog - er listet in ungekehrt chronlogischer Reihenfolge die Meldungen auf, von der allerersten über Statements aus Krankenhäuser bis zum Hinweis, dass bereits ein Wikipedia-Eintrag zu dem Ereignis existiert. Die Links auf weitere Artikel finden sich in dem Design allerdings nicht so leicht wieder.
Als Unterartikel gibt es bei der Roanoke Times die Statements von Gouverneur und Uni-Rektor. Auf der Startseite wird auch auf eine Karte des Tatortes verlinkt, letztere ist in einem doofen Popup produziert.
Nachtrag 2: Auffallend auch, dass CNN - und damit auch manch anderer Fernsehsender - fast von Anfang an sein Programm mit einem Handy-Video und anderen Augenzeugenberichten bestritten hat, eingegangen über CNNs “I-Reporter”-Programm. Mehr über die (US-)Berichterstattung bei Poynter.
Nachtrag 3, Mitternacht deutscher Zeit: SpOn hat nicht nur mitgeschrieben, was studentische Augenzeugen im Internet und anderen Medien berichten, sondern mittlerweile auch Kontakt zu einem Deutschen vor Ort. Leider fehlt unter dem Teaser auf der Startseite (noch) der Link zum entsprechenden Artikel. Ups, die Hektik …
stern.de hat die gute Idee, den Ort des Geschehen durch Einbindung einer GoogleMap zu visualisieren. Ziemlich sparsam dagegen die Berichterstattung bei heute.de, auch Welt.de hat nur Standard zu bieten, dafür sehr schnell eine fette Bilderstrecke oben im Text, die allerdings wenig aufschlußreich ist. sueddeutsche.de bietet einen langen, viergeteilten Text, der als Pseudo-Reportage geschrieben ist. Der Routine wegen auch bei der Readers Edition geguckt - nix.
17. April 2007 um 07:25
>Der Routine wegen auch bei der Readers Edition geguckt - nix.
Manchmal ist es besser, wenn die Readers Edition mal schweigt. Gestern gab es dort in einer Aufmachergeschichte (“Erneut Zensur bei der Wikipedia: Der Fall Verlagsgruppe Motor Presse Stuttgart”) folgenden Schwachsinn im Teaser zu lesen (das wurde übrigens immer noch nicht redigiert, aber es handelt sich ja auch um einen der “besten Autoren”):
17. April 2007 um 08:09
Manche würden doch besser schweigen. Zum Beispiel Uwe Schmitt. Der WELT-Autor hat einen sprachlich verheerenden Beitrag zum Amoklauf verfasst, aus dem noch dazu eine echte Faszination an der Gewalt spricht. Erschreckend:
http://www.welt.de/vermischtes.....r_USA.html
18. April 2007 um 00:19
Lesenswert:
http://www.stefan-niggemeier.d.....nverletzt/
http://www.stefan-niggemeier.d.....-passiert/