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Technorati sucks

Die neue Version von Technorati, die seit einiger Zeit online ist, gefällt mir überhaupt nicht. Die Differenzierung nach Inhaltstypen erschließt sich nicht so ganz, außerdem habe ich schlicht das Gefühl, dass die Suche überhaupt nichts mehr findet. Ich habe mir vorgenommen, jetzt mal häufiger Google Blogsearch auszuprobieren, lasse ich mich aber auch gerne eines besseren belehren.

Diesmal hat Axel Springer recht

Unglaublich – ich bin mal einer Meinung mit Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner.

Denn die Idee, dass für Videopodcasts und andere von Online-Medien verbreitete Bewegtbildinhalte eine Sendelizenz notwendig sei, ist absurd und anachronistisch. Weiterlesen…

Medienaufsicht für Internet-TV?

Medienaufsicht für Internet-TV?

Die Experimentierphase ist in vollem Gange, die großen Online-Redaktionen haben in Sachen Video aufgerüstet. Klassische Print-Häuser wie Springer sehen hier eine Chance, mit den TV-Sendern gleichzuziehen. Dann sei aber auch eine klassische Sendelizenz notwendig, meinen VPRT und NRWs Medienwächter.

Von Steffen Grimberg
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Breaking News ins Blog, bitte!

Robert Niles hält im OJR ein Plädoyer für das eine Blog, das für Nachrichtensites wirklich essentiell sei: eines für Breaking News, das sich entwickelnde, wirklich wichtige Nachrichtenereignisse quasi live begleitet. Das erinnert schon sehr an einen Ticker, aber Blogsoftware erlaubt natürlich viel mehr Darstellungsmöglichkeiten und Tools wie RSS-Feeds.

In Deutschland gibt es meines Wissens trotzdem keine solchen Newsblogs, die bei Bedarf aktiviert werden können – obwohl Wolfgang Harrer damals mit dem Tsunami-Blog für das ZDF grandios vorgelegt hat (heute noch bei Archive.org einsehbar).

Immer mehr Medienblogs: Neu, das Immermehrblog

Ein Trend: Ja, es ist tatsächlich so, dass es immer mehr Medienblogs gibt; eine einigermaßen repräsentative Liste mit deutschsprachigen Angeboten hat vor zwei Monaten Ronnie Grob bei Medienlese zusammengestellt.

Und die Themen werden immer spezieller, wie etwa das Anfang des Monats gestartete Immermehrblog zeigt:

“Das Immermehrblog staunt über die Trendlawine, die tagtäglich durch die Medien rollt. Und fragt sich, ob wirklich alles immer mehr, immer schlechter oder immer besser wird. (…) „Immer mehr“ ist die Lieblingsfloskel der Trendbehaupter. Es verdeckt schlechte Recherche und mangelnde Fakten. Diesen beiden Wörtern ist dieses Blog gewidmet – Momentaufnahmen einer Welt, die sich angeblich immer mehr in eine Richtung bewegt.”

Nichts Revolutionäres nicht (obacht, das war bayerisch), aber eine gute Idee, die sich allerdings schnell abnutzen kann; aber warum nicht mal was Neues ausprobieren und ausreizen.

Springer kürt junge Journalisten

Wird onlinejournalismus.de eine “Schönwetter-Seite”? Heute veröffentlichen wir binnen weniger Tage schon zum dritten Mal etwas über prämierte Websites. Journalistenpreise sind eh nicht ganz unumstritten. Und dann auch noch ein Preis aus dem Hause Springer. Der Axel-Springer-Preis für Junge Journalisten.

Nun gut, zumindest für das Online-Genre kann ich sagen, dass die Jury kompetent besetzt war und dass ich somit gerne die Gewinner hier mitteile. Gerade im Internet können solche Preise immer wieder wichtige Wegmarken sein, für Neueinsteiger genauso wie für altgediente Recken. [Notiz an mich selbst: Wäre mal wieder angebracht, sich etwas fundierter und ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen.]

Lange Rede, kurzer Sinn, die Preisträger Internet:

1. Preis
Lars Abromeit
Geo.de-Dossier: Antarktis: In der Wüste der Kälte

2. Preis
Florian Güßgen
Stern.de-Reportage: Die Rebellion der Muschelgräber

Sonderpreis
Redaktionsteam von Jetzt.de

Die weiteren Preisträger (Print, Hörfunk, TV) finden sich auf der Website.

Innenansichten beim Tagespiegel

Aus unseren Technorati-Referrern: Die neue Chefredakteurin Mercedes Bunz und ihr Kollege Markus Horeld wollen den Relaunch der Tagesspiegel-Website in einem Blog begleiten. Nach dem (unbeabsichtigten?) “Hello World!” gibt es bei innenansichten.tagesspiegel.de jetzt auch den ersten substanziellen Eintrag. Vorgestellt werden sollen unter anderem die Design-Entwürfe – der Relaunch-Termin ist aber schon für Anfang Mai/Ende Juni angesetzt.

Neue ZEIT online

Zeit online relaunch
Von wegen Montag.Es ist Sonntagnachmittag und DIE ZEIT online klebt noch ein bisschen mehr am linken Bildschirmrand als sonst. Sie ist stark verschlankt, und gefällt ganz wie das gedruckte Mutterblatt über dem Knick mit viel Bild.

Die neue Startseite funktioniert, denn sie ist nicht länger nur Sprungbrett, sondern kann an vielen Stellen unmittelbar “benutzt” werden: ein kleiner Videoplayer, die Merkliste mit all den kleinen Merkzetteln, der Bildungshappen und der Servicekasten – man schaut nicht nur aufs Angebot drauf, sondern ist bereits mittendrin, obwohl man gerade erst gekommen ist.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter der Drehscheibe, bei der jedem Betrachter schwindelig werden dürfte. Ein Großes steht hinter dreierlei Reiternavigationen, denn jede verhält sich anders. Und dann ist da noch die linke Spalte, die ihre irgendwie lieblose Gestaltung wieder wettmachen könnte, ließen sich die bereits stark modulhaft anmutenden Boxen auch tatsächlich als solche behandeln, also verschieben und vielleicht sogar personalisierbar an- oder ausknipsen.

In den Leser-Kommentaren überwiegt jedenfalls bislang eher die Skepsis gegenüber dem neuen Outfit – und ein schwer seufzendes “wir gewöhnen uns schon dran”.

Charme abseits des Mainstreams: Alternativer Medienpreis verliehen

Weder glamourhaft noch um technischen Perfektionismus der Netz-Teilnehmer bemüht erscheint der Alternative Medienpreis. Die Auslober des 1999 gegründeten Wettbewerbs möchten andere Akzente setzen. Vor allem “von den großen Medien vernachlässigte Inhalte, gesellschaftskritischer Ansatz” sind entscheidende Vergabekriterien.

Ausgeschrieben wurde der Preis in diesem Jahr von der Nürnberger Medienakademie e.V. und dem Münchner Medienladen. Mag der Wettbewerb auf manchen Betrachter vielleicht altbacken wirken, so hat er sich trotzdem in den letzten Jahren etabliert. Mit seinen Preisträgern bietet er eine kleine aber bedeutende Leistungsschau von dem, was “unten” passiert.

Heute Mittag wurde der Preis in Nürnberg verliehen. Preisträger des Alternativen Medienpreises 2007 in der Sparte Internet sind:

1. www.holocaust-chronologie.de

2. www.kinderstrasse.com

3. www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

Lobend erwähnt wurde www.ceiberweiber.at.

Die Laudationes und die weiteren Preisträger im Bereich Presse finden sich auf der Website.

Neue Online-Studie von ARD/ZDF

ARD und ZDF haben erste Ergebnisse ihrer 2007er-Studie zur Online-Nutzung vorgestellt: Die 40-Millionen-Nutzer-Schallmauer ist geknackt. Etwas mehr verrät dieses PDF, Details erfährt man dann erfahrungsgemäß im Spätsommer in der Dokumentation in Media Perspektiven.

Nachtrag: In der aktuellen Ausgabe von Media Perspektiven finden sich die Ergebnisse der Studie “Web 2.0: Nutzung und Nutzertypen”, die auf der Online-Studie 2006 und weiteren Datenerhebungen basiert. 12 Prozent der deutschen Internetnutzer sind demnach regelmäßige Web-2.0-Nutzer. Wie zu erwarten dominieren dabei Wiki- und Videoplattformen.

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