Neue taz.de: Det war nüscht

„Wir haben die tageszeitung im Internet noch mal neu erfunden“, verkünden heute die offenbar sieben Mitstreiter, die taz.de erneuert haben. Das Online-Angebot sei nun „nun schneller, informativer und lesefreundlicher geworden“.

Mein erster Eindruck: Das geht überhaupt nicht! Ich finde mich nicht mehr wie gewohnt zurecht, alles so bunt, so beliebig, so unsortiert hier. Das berühmte, reflexhafte „Vorher war eh alles besser“. Vielleicht bin ich da zu emotional, zu konservativ – die „taz“ hat vor gut 20 Jahren wesentlich zu meiner politischen Sozialisation beigetragen, ich habe sie – oder sie hat mich – mal mehr, mal weniger durch die Jahre begleitet. In letzter Zeit eher weniger. Und zumeist „nur“ im Internet.

Okay, die Macher haben sich ja auch etwas bei dieser Sache gedacht. Ganz subjektiv betrachtet, hat sich das Angebot aber verschlechtert und vor allem bezweifele ich, dass sich der erhöhte Aufwand für die „taz“ rechnet. Aber das ist wie gesagt „nur aus dem Bauch heraus“. Etwas sachlicher ist das Interview, das ich mit dem Online-Projektleiter der „taz“, Mathias Bröckers, im April 2006 zu den Web-Plänen der „taz“ geführt habe.

Nachtrag 14.06.07, 13 Uhr
Am Wichtigsten sind nach dem Neugestalten einer solchen Seite natürlich die Reaktionen der Leser. Bisher überwiegt im Leserforum die negative Kritik.

Nachtrag 18.06.07, 13 Uhr
Nach drei Tagen fällt mir auch die redigierte Version des „taz“-Editiorials bei Titanic Online auf.

Nachtrag 30.07.07
Inzwischen habe ich mich doch mit dem neuen taz.de-Auftritt angefreundet!

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