Ein Jahr “Bild”-Leserreporter - nicht alle schreien Hurra

Von Thomas Mrazek am 13. Juli 2007

Als “einzigartige Erfolgsgeschichte”, feierte “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann gestern das einjährige Jubiläum seiner Leserreporter. Die Kritik von Journalisten, etwa an der Dotierung der Leserreporter, weist Diekmann ab: “Sie bereichern uns und sie bereichern die Zeitung - ohne den professionellen Journalisten und Fotografen die Arbeit wegzunehmen.” Für bundesweit veröffentlichte Bilder zahlt die Zeitung bis zu 500 Euro und bis zu 100 Euro für Veröffentlichungen in den Regionalausgaben.

Bisher wurden laut einer Pressemitteilung 3894 Leserreporter-Fotos gedruckt. Im Jahres-Durchschnitt erreichten die Redaktion täglich 400, an Spitzentagen bis zu 2500 Bilder. Eine speziell für die Leserreporter aufgebaute Redaktion recherchiert die Herkunft und die Inhalte der Fotos.

Dass indes die Springer-Rechtsabteilung über “sehr viel neue Problemfälle” durch die Leserreporter stöhnt, wie uns ein Springer-Mitarbeiter, der seinen Namen nicht genannt haben will, mitteilte, wollte Pressesprecher Tobias Fröhlich nicht bestätigen: “In Sachen Leserreporter gibt es nur sehr vereinzelt rechtliche Auseinandersetzungen, da wir die Fotos, die wir veröffentlichen sehr genau vorab prüfen.”

2 Antworten zu “Ein Jahr “Bild”-Leserreporter - nicht alle schreien Hurra”

  1. FOTOGRAFIE-BLOG sagt:

    Bild Leser-Reporter feiern Geburtstag, Fotojournalisten feiern ihre Nicht-Einlassung…

    Die Zeit rennt, die Zeit rennt – jetzt ist es schon wieder ein Jahr her, dass die Bild-Zeitung mit Leser-Reportern begann. Und den Geburtstag feiert man bei Springer:
    Vor genau einem Jahr, am 12. Juli 2006, erschien das erste Leserreporter-Foto in B…

  2. ruegen sagt:

    Die “Bild”-Leserreporter sind nun wirklich das Ende vom seriösen Journalismus und der Privatsphäre.. jeder hat kann jederzeit in der Bild landen.. ob er will oder nicht?

Kommentar schreiben

Bitte lesen Sie die Regeln für Kommentare.


Zeigen Sie, dass Sie kein Spambot sind und lösen Sie die Aufgabe (ohne Taschenrechner).