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	<title>Kommentare zu: Wie weiblich sind Weblogs?</title>
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	<description>Trends, Herausforderungen, Chancen</description>
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		<title>Von: Fadir</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-89106</link>
		<dc:creator>Fadir</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 10:30:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe derzeit den Eindruck, wie wenn M&#228;nner mehr wie Frauen sind</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe derzeit den Eindruck, wie wenn M&#228;nner mehr wie Frauen sind</p>
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		<title>Von: Jan Schmidt</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23193</link>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 12:07:02 +0000</pubDate>
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		<description>@nachtschwester &quot;Herr Schmidt ordnet dem Gros der Bloggerinnen zwar das Modewort Long Tail zu, aber den m&#228;nnlichen “Bestsellern” die Relevanz. Das hat Chris Anderson, der “Erfinder”, genau andersherum gedacht. Ich f&#252;hle mich sehr wohl im Long Tail.&quot;

Das mit der Relevanz ist ein wenig komplizierter, es kommt evtl. im Interview nicht so ganz raus: Ich sage nicht, dass nur die A-List/Bestseller relevant sind, ganz im Gegenteil. Ihnen wird zwar von verschiedenen Seiten h&#246;here Relevanz zugeschrieben, aber die Blogs im Long Tail sind f&#252;r ihre Autor/innen und das Publikum genauso wichtig. 
Mein Argument ist ja gerade, dass Zuschreibungen von au&#223;en oder von innerhalb der Blogosph&#228;re dazu f&#252;hren, bestimmte Praktiken als banal oder irrelevant abzuwerten (und das sind oft die Praktiken der Frauen oder Teenager) - aber dass man dem Bloggen &#252;berhaupt nicht gerecht wird, wenn man sich nur an der A-List oder dem alten &quot;Blogger vs. Journalisten&quot;-Ding abarbeitet. Ich hab das vor einiger Zeit mal thesenhaft zusammengestellt: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/713

&#220;brigens: Das Museum f&#252;r Kommunikation in Frankfurt bereitet gerade eine Ausstellung &quot;Vom Tagebuch zum Weblog&quot; vor - unter http://tagwerke.twoday.net/ findet sich das begleitende Blog.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@nachtschwester &#8220;Herr Schmidt ordnet dem Gros der Bloggerinnen zwar das Modewort Long Tail zu, aber den m&#228;nnlichen “Bestsellern” die Relevanz. Das hat Chris Anderson, der “Erfinder”, genau andersherum gedacht. Ich f&#252;hle mich sehr wohl im Long Tail.&#8221;</p>
<p>Das mit der Relevanz ist ein wenig komplizierter, es kommt evtl. im Interview nicht so ganz raus: Ich sage nicht, dass nur die A-List/Bestseller relevant sind, ganz im Gegenteil. Ihnen wird zwar von verschiedenen Seiten h&#246;here Relevanz zugeschrieben, aber die Blogs im Long Tail sind f&#252;r ihre Autor/innen und das Publikum genauso wichtig.<br />
Mein Argument ist ja gerade, dass Zuschreibungen von au&#223;en oder von innerhalb der Blogosph&#228;re dazu f&#252;hren, bestimmte Praktiken als banal oder irrelevant abzuwerten (und das sind oft die Praktiken der Frauen oder Teenager) &#8211; aber dass man dem Bloggen &#252;berhaupt nicht gerecht wird, wenn man sich nur an der A-List oder dem alten &#8220;Blogger vs. Journalisten&#8221;-Ding abarbeitet. Ich hab das vor einiger Zeit mal thesenhaft zusammengestellt: <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/713" rel="nofollow">http://www.bamberg-gewinnt.de/.....chives/713</a></p>
<p>&#220;brigens: Das Museum f&#252;r Kommunikation in Frankfurt bereitet gerade eine Ausstellung &#8220;Vom Tagebuch zum Weblog&#8221; vor &#8211; unter <a href="http://tagwerke.twoday.net/" rel="nofollow">http://tagwerke.twoday.net/</a> findet sich das begleitende Blog.</p>
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	<item>
		<title>Von: nachtschwester</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23175</link>
		<dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 00:05:38 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Stegers: weil die Verfasser von Tageb&#252;chern, die mir, ohne nachzudenken, willk&#252;rlich eingefallen sind, nicht mehr leben, gibt es seit Jahrzehnten nur noch Tagebuchschreiberinnen? &#252;berlegen Sie noch mal, ob das eine schl&#252;ssige Argumentation ist.

Noch etwas ist mir aufgefallen: Herr Schmidt ordnet dem Gros der Bloggerinnen zwar das Modewort Long Tail zu, aber den m&#228;nnlichen &quot;Bestsellern&quot; die Relevanz. Das hat Chris Anderson, der &quot;Erfinder&quot;, genau andersherum gedacht. Ich f&#252;hle mich sehr wohl im Long Tail. 

Hausaufgaben machen n&#228;chstes mal, alle beide.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Stegers: weil die Verfasser von Tageb&#252;chern, die mir, ohne nachzudenken, willk&#252;rlich eingefallen sind, nicht mehr leben, gibt es seit Jahrzehnten nur noch Tagebuchschreiberinnen? &#252;berlegen Sie noch mal, ob das eine schl&#252;ssige Argumentation ist.</p>
<p>Noch etwas ist mir aufgefallen: Herr Schmidt ordnet dem Gros der Bloggerinnen zwar das Modewort Long Tail zu, aber den m&#228;nnlichen &#8220;Bestsellern&#8221; die Relevanz. Das hat Chris Anderson, der &#8220;Erfinder&#8221;, genau andersherum gedacht. Ich f&#252;hle mich sehr wohl im Long Tail. </p>
<p>Hausaufgaben machen n&#228;chstes mal, alle beide.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bittersweet choc</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23152</link>
		<dc:creator>bittersweet choc</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 12:33:51 +0000</pubDate>
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		<description>@nachtschwester + creezy: ihr seid fabelhaft. es gibt nichts hinzuzuf&#252;gen! 

irgendwie dr&#228;ngt sich bei der topblogger-mannschaft die vokabel &quot;altherrenmief&quot; auf. 

und mir f&#228;llt nur ein grund ein, bei denen zu kommentieren: kurzfristige trafficsteigerung f&#252;r den eigenen blog, aber bitte nur dann, wenn man es dringend n&#246;tig hat und das haben wir doch nicht - oder ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@nachtschwester + creezy: ihr seid fabelhaft. es gibt nichts hinzuzuf&#252;gen! </p>
<p>irgendwie dr&#228;ngt sich bei der topblogger-mannschaft die vokabel &#8220;altherrenmief&#8221; auf. </p>
<p>und mir f&#228;llt nur ein grund ein, bei denen zu kommentieren: kurzfristige trafficsteigerung f&#252;r den eigenen blog, aber bitte nur dann, wenn man es dringend n&#246;tig hat und das haben wir doch nicht &#8211; oder ;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jo</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23149</link>
		<dc:creator>Jo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 11:32:56 +0000</pubDate>
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		<description>@creezy

&lt;blockquote&gt;„Und aus welchen Gr&#252;nden sollte er den besseren &#220;berblick haben als die Frau?” – hey, das ist doch genau die Farce der Trabbig&#252;teklasse 1 bei diesem Thema.&lt;/blockquote&gt;

Aber das habe ich ja versucht zu begr&#252;nden. ;) Du versuchst deinerseits anschlie&#223;end, die Begr&#252;ndung mit dem Gegenargument zu entkr&#228;ften, dass Frauen sehr wohl in gleichem Ma&#223;e bei den genannten &quot;Alpha-Blogs&quot; mitl&#228;sen, aber weniger Interesse daran h&#228;tten, auch Kommentare dazu abzugeben (du schreibst zwar nur &#252;ber dich pers&#246;nlich, aber ich fasse das so auf, dass du das verallgemeinert verstanden haben willst). Das &#252;berzeugt mich aber nicht. :P Subjektive Einsch&#228;tzungen unterliegen nun mal eher der Gefahr, verzerrt zu sein, als dies bei objektiven Einsch&#228;tzungen - z.B. indem man im Kommentarbereich einfach nachschaut, wer da seinen Senf dazu abgibt - der Fall ist. Wenn du mir handfeste Zahlen in Form von Auswertungen des Surfverhaltens o.&#228;. zeigen w&#252;rdest, k&#246;nnte ich dem schon eher folgen.

Und was deine Andeutung angeht, dass M&#228;nner sich lieber durch Kommentare ins Rampenlicht stellen als Frauen; das halte ich auch f&#252;r etwas gewagt. Wie du schlie&#223;e ich einfach mal von mir selbst auf die Allgemeinheit: Ich gebe meinen Kommentar i.d.R. nur dann und genau dann ab, wenn mich das Thema selbst (sehr) interessiert und ich das Gef&#252;hl habe, etwas beizutragen, was bislang innerhalb des Blogeintrages oder in den Kommentaren noch nicht erw&#228;hnt wurde. Da ich nicht alle Blogs regelm&#228;&#223;ig lese oder manchmal (wie hier) sogar nur aufgrund einer Verkn&#252;pfung bei einem bestimmten Artikel lande, kann es nat&#252;rlich passieren, dass sich der Inhalt von Kommentaren von &lt;em&gt;vorangegangenen&lt;/em&gt; Artikeln wiederholt. Das halte ich pers&#246;nlich aber nicht f&#252;r so schlimm, ich betrachte eben eher jeden einzelnen Blogeintrag als in sich abgeschlossene Einheit. Daf&#252;r, dass sich Inhalte nicht st&#228;ndig wiederholen, sollte imho eher der Blogautor sorgen. ;) Au&#223;erdem gebe ich meine Kommentare de facto immer anonym ab bzw. unter unterschiedlichen Pseudonymen, wodurch ich mich selbst auch nicht gerade in den Vordergrund r&#252;cke.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@creezy</p>
<blockquote><p>„Und aus welchen Gr&#252;nden sollte er den besseren &#220;berblick haben als die Frau?” – hey, das ist doch genau die Farce der Trabbig&#252;teklasse 1 bei diesem Thema.</p></blockquote>
<p>Aber das habe ich ja versucht zu begr&#252;nden. ;) Du versuchst deinerseits anschlie&#223;end, die Begr&#252;ndung mit dem Gegenargument zu entkr&#228;ften, dass Frauen sehr wohl in gleichem Ma&#223;e bei den genannten &#8220;Alpha-Blogs&#8221; mitl&#228;sen, aber weniger Interesse daran h&#228;tten, auch Kommentare dazu abzugeben (du schreibst zwar nur &#252;ber dich pers&#246;nlich, aber ich fasse das so auf, dass du das verallgemeinert verstanden haben willst). Das &#252;berzeugt mich aber nicht. :P Subjektive Einsch&#228;tzungen unterliegen nun mal eher der Gefahr, verzerrt zu sein, als dies bei objektiven Einsch&#228;tzungen &#8211; z.B. indem man im Kommentarbereich einfach nachschaut, wer da seinen Senf dazu abgibt &#8211; der Fall ist. Wenn du mir handfeste Zahlen in Form von Auswertungen des Surfverhaltens o.&#228;. zeigen w&#252;rdest, k&#246;nnte ich dem schon eher folgen.</p>
<p>Und was deine Andeutung angeht, dass M&#228;nner sich lieber durch Kommentare ins Rampenlicht stellen als Frauen; das halte ich auch f&#252;r etwas gewagt. Wie du schlie&#223;e ich einfach mal von mir selbst auf die Allgemeinheit: Ich gebe meinen Kommentar i.d.R. nur dann und genau dann ab, wenn mich das Thema selbst (sehr) interessiert und ich das Gef&#252;hl habe, etwas beizutragen, was bislang innerhalb des Blogeintrages oder in den Kommentaren noch nicht erw&#228;hnt wurde. Da ich nicht alle Blogs regelm&#228;&#223;ig lese oder manchmal (wie hier) sogar nur aufgrund einer Verkn&#252;pfung bei einem bestimmten Artikel lande, kann es nat&#252;rlich passieren, dass sich der Inhalt von Kommentaren von <em>vorangegangenen</em> Artikeln wiederholt. Das halte ich pers&#246;nlich aber nicht f&#252;r so schlimm, ich betrachte eben eher jeden einzelnen Blogeintrag als in sich abgeschlossene Einheit. Daf&#252;r, dass sich Inhalte nicht st&#228;ndig wiederholen, sollte imho eher der Blogautor sorgen. ;) Au&#223;erdem gebe ich meine Kommentare de facto immer anonym ab bzw. unter unterschiedlichen Pseudonymen, wodurch ich mich selbst auch nicht gerade in den Vordergrund r&#252;cke.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: creezy</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23130</link>
		<dc:creator>creezy</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 00:43:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23130</guid>
		<description>@Jo Zum Denkfehler: Ich h&#228;tte diesen Artikel nicht online gestellt ohne Jans Ausf&#252;hrungen das Pendant einer weiblichen Bloggerin gegen&#252;ber zu stellen. Dabei sehe ich nicht, Fiete, zwangsl&#228;ufig die Notwendigkeit, dass dies eine Wissenschaftlerin h&#228;tte sein m&#252;ssen. Mercedes Bunz, Nicole Simons, als auch bittersweet choc, Melody von Moving Target – alles langj&#228;hrige Bloggerinnen der ersten Stunde mit Unmengen an Wissen und Erfahrung zum Thema – um nur einige zu nennen. Es gibt verdammt viele weibliche Blogkompetenz zum Thema, die man h&#228;tte fragen k&#246;nnen. Ja, da muss man ggfs. etwas mehr recherchieren. Ich will das nicht werten, es w&#228;re nur mein Ansatz gewesen, diese an sich sehr interessante (schade, dass sie wieder einmal mitten ins Bloggersommerloch f&#228;llt ;-) ) Diskussion von beiden Standpunkten aufzubereiten. Die M&#252;he h&#228;tte man sich machen k&#246;nnen.

&lt;em&gt;Aus welchen Gr&#252;nden sollte diese dann einen besseren &#220;berblick haben als ein Mann?&lt;/em&gt;

„Und aus welchen Gr&#252;nden sollte er den besseren &#220;berblick haben als die Frau?&quot; – hey, das ist doch genau die Farce der Trabbig&#252;teklasse 1 bei diesem Thema.

Lasst uns warten bis blogcensus ihre ersten Z&#228;hlungen mit Ermittlung der Geschlechter der gez&#228;hlten Blogger heraus bringen. Das wird mindestens ein sauberes Pat, wobei ich eher an mehr bloggende Frauen als M&#228;nner glaube. In Deutschland werden die Zighunderte Koch-, Strick-, und Scrapbooking- und was wei&#223; ich noch f&#252;r Blogs des „Mainstreams“ &#252;berhaupt nicht wahrgenommen: und das sind prim&#228;r Frauen. In den (leider) geschlossenen Communities aller Frauenzeitschriften wie Petra, Freundin u. Brigitte bloggen haupts&#228;chlich Frauen. Das ist eine Masse von der die Spitze der Alphablogger nicht mal den Hauch einer Ahnung haben, dass sie &#252;berhaupt existiert! Strickblogs in Deutschland haben – davon abgesehen, dass sie sich auch exzellente Flame Wars liefern k&#246;nnen – eine Community, die sich sehr stark auch offline trifft. Die sich auch stark daran orientieren &#252;ber ihre Blogs Incomes zu realisieren. Warum also sollen die in ihren Blogs &#252;bers Bloggen im Allgemeinen noch schreiben, wenn sie es im realen Leben bereden?

Ist von Frauen in der Diskussion „auf den typischen Technik/Marketing/Alpha&quot;-Blogs selber wenig zu h&#246;ren? Ja, klar. Ich bin ein selbstbestimmter Mensch. Ich entscheide warum, was und wor&#252;ber ich blogge. Ich entscheide auch mit wem ich blogge. Ich entscheide auch mehr oder weniger, wen ich auf mein Blog lasse bzw. dulde und ich entscheide auch, ob ich Werbung auf mein Blog lasse oder nicht. Die Entscheidung habe ich bereits f&#252;r mich getroffen. Ich brauch da nichts mehr diskutieren. Basta. Habe ich ein Interesse daran meine Meinung nun jeden als Dogma zu pr&#228;sentieren? N&#246;. Keine Zeit. Keine Lust. Meistens jedenfalls nicht.

Das aber genau tun die Jungs, die sich immer noch mit ihrem Blogstatus der grauen Vorzeit identifizieren und immer dieselben ollen Kammellen zur Ansprache bringen. M&#252;ssen wir uns das geben? N&#246;. D. h. nicht, dass ich nicht gerne einer Argumentation von z.B. Don Alphonso folge, ich denke auch gerne dar&#252;ber nach – nur seine Weisheit muss nicht meine Meinung sein – und ich bin es nach anderthalb Jahren m&#252;de, mir immer den selben Psalm anzuh&#246;ren, nur weil ein paar ewig (m&#228;nnliche) Gestrige den vergangenen Zeiten der sch&#246;nen intimen Bloggeraltzeit nachjammern. Ich blogge um zu bloggen, nicht um zu diskutieren all night long. Die Lebenszeit ist knapp. Man wei&#223; ja nie wann mal Schluss ist. ;-)

Wie schon gesagt: Frauen bloggen lieber und diskutieren hier und dort &#252;ber relevante Themen. Da geh&#246;ren im &#252;brigen die gleichen Themen sehr wohl dazu. Die Diskussionen gibt es in meinem Blog, inklusive meiner Meinung und die meiner Leser, die durchaus auch kontrovers sind. Aber wir reden da einmal all acht Monate dar&#252;ber, wenn es hoch kommt und jut ist. Mensch, wir sind doch keine Wiederk&#228;uer. Das Geheimnis ist: mal auf den Punkt kommen. Das tun die anderen nicht und weil sich ja nun auch nicht st&#228;ndig alles neu erfindet, wird&#039;s einfach langweilig.

Warum wir sonst weniger auf Alpha-Plattformen diskutieren? Viele von denen bloggen doch komplett introvertiert. Bei wirres net (nur ein Beispiel) bringt diskutieren nichts, denn er ist mit sich und seiner Meinung so im Einklang, dass ihm seine Kommentatoren schei&#223; egal sind. Es ist nicht spannend f&#252;r mich bei Spreeblick (auch nur ein Beispiel) zu diskutieren, weil dort ebenfalls eher selten auf die Kommentare eingegangen wird. Die lassen mal hier und da &#039;nen Fladen zum Thema Blogosph&#228;re „ach, wie ist sie verkommen!“ oder „auch, hach was sind wir f&#252;r geniale Vorreiter“ fallen, da h&#252;pfen dann dieselben Kandidaten den selben Tanz drum, den sie schon immer getanzt haben, wenn die Fladen der Vorzeit fielen. Das mache ich auch, das haben auch vor mir viele Frauen gemacht, machen sie auch nach mir. Aber einmal reicht doch, oder? Wie oft sollen denn die Themen bitte noch durchgekaut werden? (US-Blogs sind btw. deutlich weiter im Kontext, f&#252;r mich interessanter.)

Allenfalls Don Alphonso w&#228;re hier noch ein lohnenswerter Kandidat der hohen Kommentarschule. Dennoch habe ich bei vielen seiner Kommentatoren nur den Eindruck, sie machen sich mit ihrer Meinung mal kurz im Raum breit, markieren und jut ist. Ich kommentiere nur, wenn ich das Gef&#252;hl habe, der Diskussion wird tats&#228;chlich Raum gegeben, das wird ihr in den allerwenigstens Blogs der Alphatierchen. Und nur um mich mal wieder zu positionieren? Was bringt mir das? Eben! Trivial mich mit der Wand zu unterhalten, dann bin ich lieber dort unterwegs, wo es Feedback gibt und alsbald dann wieder ein neues Thema: In strunznormalen Blogs, wo wir auch genau die Themen diskutieren, die nur eben soweit den Long Tail (*schnarch*) schm&#252;cken, dass nat&#252;rlich der Super Trouper von Alpha &amp; Co. KG nicht dorthin reicht, um ihnen noch Licht zu machen. &#196;hem und wo &#252;brigens auch sehr reizende Herren diskutieren, die das Rampenlicht auch nicht sooo dringend n&#246;tig haben.

Ich gehe da v&#246;llig konform mit der Nachtschwester. (F&#252;r Tippfehler entschuldige ich mich jetzt schon: ist 02:33 Uhr.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jo Zum Denkfehler: Ich h&#228;tte diesen Artikel nicht online gestellt ohne Jans Ausf&#252;hrungen das Pendant einer weiblichen Bloggerin gegen&#252;ber zu stellen. Dabei sehe ich nicht, Fiete, zwangsl&#228;ufig die Notwendigkeit, dass dies eine Wissenschaftlerin h&#228;tte sein m&#252;ssen. Mercedes Bunz, Nicole Simons, als auch bittersweet choc, Melody von Moving Target – alles langj&#228;hrige Bloggerinnen der ersten Stunde mit Unmengen an Wissen und Erfahrung zum Thema – um nur einige zu nennen. Es gibt verdammt viele weibliche Blogkompetenz zum Thema, die man h&#228;tte fragen k&#246;nnen. Ja, da muss man ggfs. etwas mehr recherchieren. Ich will das nicht werten, es w&#228;re nur mein Ansatz gewesen, diese an sich sehr interessante (schade, dass sie wieder einmal mitten ins Bloggersommerloch f&#228;llt ;-) ) Diskussion von beiden Standpunkten aufzubereiten. Die M&#252;he h&#228;tte man sich machen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Aus welchen Gr&#252;nden sollte diese dann einen besseren &#220;berblick haben als ein Mann?</em></p>
<p>„Und aus welchen Gr&#252;nden sollte er den besseren &#220;berblick haben als die Frau?&#8221; – hey, das ist doch genau die Farce der Trabbig&#252;teklasse 1 bei diesem Thema.</p>
<p>Lasst uns warten bis blogcensus ihre ersten Z&#228;hlungen mit Ermittlung der Geschlechter der gez&#228;hlten Blogger heraus bringen. Das wird mindestens ein sauberes Pat, wobei ich eher an mehr bloggende Frauen als M&#228;nner glaube. In Deutschland werden die Zighunderte Koch-, Strick-, und Scrapbooking- und was wei&#223; ich noch f&#252;r Blogs des „Mainstreams“ &#252;berhaupt nicht wahrgenommen: und das sind prim&#228;r Frauen. In den (leider) geschlossenen Communities aller Frauenzeitschriften wie Petra, Freundin u. Brigitte bloggen haupts&#228;chlich Frauen. Das ist eine Masse von der die Spitze der Alphablogger nicht mal den Hauch einer Ahnung haben, dass sie &#252;berhaupt existiert! Strickblogs in Deutschland haben – davon abgesehen, dass sie sich auch exzellente Flame Wars liefern k&#246;nnen – eine Community, die sich sehr stark auch offline trifft. Die sich auch stark daran orientieren &#252;ber ihre Blogs Incomes zu realisieren. Warum also sollen die in ihren Blogs &#252;bers Bloggen im Allgemeinen noch schreiben, wenn sie es im realen Leben bereden?</p>
<p>Ist von Frauen in der Diskussion „auf den typischen Technik/Marketing/Alpha&#8221;-Blogs selber wenig zu h&#246;ren? Ja, klar. Ich bin ein selbstbestimmter Mensch. Ich entscheide warum, was und wor&#252;ber ich blogge. Ich entscheide auch mit wem ich blogge. Ich entscheide auch mehr oder weniger, wen ich auf mein Blog lasse bzw. dulde und ich entscheide auch, ob ich Werbung auf mein Blog lasse oder nicht. Die Entscheidung habe ich bereits f&#252;r mich getroffen. Ich brauch da nichts mehr diskutieren. Basta. Habe ich ein Interesse daran meine Meinung nun jeden als Dogma zu pr&#228;sentieren? N&#246;. Keine Zeit. Keine Lust. Meistens jedenfalls nicht.</p>
<p>Das aber genau tun die Jungs, die sich immer noch mit ihrem Blogstatus der grauen Vorzeit identifizieren und immer dieselben ollen Kammellen zur Ansprache bringen. M&#252;ssen wir uns das geben? N&#246;. D. h. nicht, dass ich nicht gerne einer Argumentation von z.B. Don Alphonso folge, ich denke auch gerne dar&#252;ber nach – nur seine Weisheit muss nicht meine Meinung sein – und ich bin es nach anderthalb Jahren m&#252;de, mir immer den selben Psalm anzuh&#246;ren, nur weil ein paar ewig (m&#228;nnliche) Gestrige den vergangenen Zeiten der sch&#246;nen intimen Bloggeraltzeit nachjammern. Ich blogge um zu bloggen, nicht um zu diskutieren all night long. Die Lebenszeit ist knapp. Man wei&#223; ja nie wann mal Schluss ist. ;-)</p>
<p>Wie schon gesagt: Frauen bloggen lieber und diskutieren hier und dort &#252;ber relevante Themen. Da geh&#246;ren im &#252;brigen die gleichen Themen sehr wohl dazu. Die Diskussionen gibt es in meinem Blog, inklusive meiner Meinung und die meiner Leser, die durchaus auch kontrovers sind. Aber wir reden da einmal all acht Monate dar&#252;ber, wenn es hoch kommt und jut ist. Mensch, wir sind doch keine Wiederk&#228;uer. Das Geheimnis ist: mal auf den Punkt kommen. Das tun die anderen nicht und weil sich ja nun auch nicht st&#228;ndig alles neu erfindet, wird&#8217;s einfach langweilig.</p>
<p>Warum wir sonst weniger auf Alpha-Plattformen diskutieren? Viele von denen bloggen doch komplett introvertiert. Bei wirres net (nur ein Beispiel) bringt diskutieren nichts, denn er ist mit sich und seiner Meinung so im Einklang, dass ihm seine Kommentatoren schei&#223; egal sind. Es ist nicht spannend f&#252;r mich bei Spreeblick (auch nur ein Beispiel) zu diskutieren, weil dort ebenfalls eher selten auf die Kommentare eingegangen wird. Die lassen mal hier und da &#8216;nen Fladen zum Thema Blogosph&#228;re „ach, wie ist sie verkommen!“ oder „auch, hach was sind wir f&#252;r geniale Vorreiter“ fallen, da h&#252;pfen dann dieselben Kandidaten den selben Tanz drum, den sie schon immer getanzt haben, wenn die Fladen der Vorzeit fielen. Das mache ich auch, das haben auch vor mir viele Frauen gemacht, machen sie auch nach mir. Aber einmal reicht doch, oder? Wie oft sollen denn die Themen bitte noch durchgekaut werden? (US-Blogs sind btw. deutlich weiter im Kontext, f&#252;r mich interessanter.)</p>
<p>Allenfalls Don Alphonso w&#228;re hier noch ein lohnenswerter Kandidat der hohen Kommentarschule. Dennoch habe ich bei vielen seiner Kommentatoren nur den Eindruck, sie machen sich mit ihrer Meinung mal kurz im Raum breit, markieren und jut ist. Ich kommentiere nur, wenn ich das Gef&#252;hl habe, der Diskussion wird tats&#228;chlich Raum gegeben, das wird ihr in den allerwenigstens Blogs der Alphatierchen. Und nur um mich mal wieder zu positionieren? Was bringt mir das? Eben! Trivial mich mit der Wand zu unterhalten, dann bin ich lieber dort unterwegs, wo es Feedback gibt und alsbald dann wieder ein neues Thema: In strunznormalen Blogs, wo wir auch genau die Themen diskutieren, die nur eben soweit den Long Tail (*schnarch*) schm&#252;cken, dass nat&#252;rlich der Super Trouper von Alpha &amp; Co. KG nicht dorthin reicht, um ihnen noch Licht zu machen. &#196;hem und wo &#252;brigens auch sehr reizende Herren diskutieren, die das Rampenlicht auch nicht sooo dringend n&#246;tig haben.</p>
<p>Ich gehe da v&#246;llig konform mit der Nachtschwester. (F&#252;r Tippfehler entschuldige ich mich jetzt schon: ist 02:33 Uhr.)</p>
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	<item>
		<title>Von: nachtschwester</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23129</link>
		<dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 00:39:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23129</guid>
		<description>&quot;Am ehesten hervorstechen&quot; ist ein subjektives, daher ung&#252;ltiges Kriterium. F&#252;r mich stechen andere Dinge hervor als f&#252;r Sie oder f&#252;r Creezy oder f&#252;r Markus. Wenn sie mit Massenpublikum hohe Klickzahlen meinen, Bittersweet Choc hat oben erkl&#228;rt, wie die zustandekommen. Vermutlich werden sie wie bisher am &quot;m&#228;nnlichen Pol&quot; bleiben. Die Frage ist, ob man an hohen Klickzahlen Relevanz festmachen will. Ein Blog, das sich beispielsweise als Sprachrohr f&#252;r afrikanische Frauen zur Verf&#252;gung stellt oder Misst&#228;nde im Gesundheitswesen aufdeckt, ist f&#252;r mich relevanter, als eines, das immer nur um die Blogosph&#228;re im eigenen kleinen Sprachraum kreist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Am ehesten hervorstechen&#8221; ist ein subjektives, daher ung&#252;ltiges Kriterium. F&#252;r mich stechen andere Dinge hervor als f&#252;r Sie oder f&#252;r Creezy oder f&#252;r Markus. Wenn sie mit Massenpublikum hohe Klickzahlen meinen, Bittersweet Choc hat oben erkl&#228;rt, wie die zustandekommen. Vermutlich werden sie wie bisher am &#8220;m&#228;nnlichen Pol&#8221; bleiben. Die Frage ist, ob man an hohen Klickzahlen Relevanz festmachen will. Ein Blog, das sich beispielsweise als Sprachrohr f&#252;r afrikanische Frauen zur Verf&#252;gung stellt oder Misst&#228;nde im Gesundheitswesen aufdeckt, ist f&#252;r mich relevanter, als eines, das immer nur um die Blogosph&#228;re im eigenen kleinen Sprachraum kreist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Markus</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23125</link>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 23:31:09 +0000</pubDate>
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		<description>Oh je, creezy, da vertippst du dich einmal bei deinem Namen und aus Unkenntnis wirst du in den Folgekommentaren falsch angesprochen. Auch sehr vielsagend. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh je, creezy, da vertippst du dich einmal bei deinem Namen und aus Unkenntnis wirst du in den Folgekommentaren falsch angesprochen. Auch sehr vielsagend. ;-)</p>
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	<item>
		<title>Von: Fiete Stegers</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23120</link>
		<dc:creator>Fiete Stegers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 21:48:42 +0000</pubDate>
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		<description>@ creezyi: Die Wissenschaftlerinnen der Bochumer Studie standen leider - vorwiegend aus organisatorischen Gr&#252;nden - nicht zur Verf&#252;gung. Jan Schmidt ist einer profiliertesten wissenschaftlichen Beobachter der Szene.

@ Nachtschwester: Die genannten Schriftsteller waren wom&#246;glich die Alphablogger ihrer Tage. Die sind aber auch schon eine Weile her. Im Long Tail der TagebuchschreiberInnen sind aber &quot;seit Jahrzehnten&quot; Frauen in der Mehrzahl - so habe zumindest ich Jan Schmidts Antwort verstanden, die mir einleuchtend erschien. Vielleicht kann er uns das hier noch mal erl&#228;utern.

Interessanter Gedanke mit der Bipolarit&#228;t. Aber in welchem Pol entwickeln sich dann Stimmen, die am ehesten hervorstechen und (zumindest dann und wann) ein Massenpublikum erreichen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ creezyi: Die Wissenschaftlerinnen der Bochumer Studie standen leider &#8211; vorwiegend aus organisatorischen Gr&#252;nden &#8211; nicht zur Verf&#252;gung. Jan Schmidt ist einer profiliertesten wissenschaftlichen Beobachter der Szene.</p>
<p>@ Nachtschwester: Die genannten Schriftsteller waren wom&#246;glich die Alphablogger ihrer Tage. Die sind aber auch schon eine Weile her. Im Long Tail der TagebuchschreiberInnen sind aber &#8220;seit Jahrzehnten&#8221; Frauen in der Mehrzahl &#8211; so habe zumindest ich Jan Schmidts Antwort verstanden, die mir einleuchtend erschien. Vielleicht kann er uns das hier noch mal erl&#228;utern.</p>
<p>Interessanter Gedanke mit der Bipolarit&#228;t. Aber in welchem Pol entwickeln sich dann Stimmen, die am ehesten hervorstechen und (zumindest dann und wann) ein Massenpublikum erreichen?</p>
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	<item>
		<title>Von: nachtschwester</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/02/wie-weiblich-sind-weblogs/#comment-23118</link>
		<dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 21:00:20 +0000</pubDate>
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		<description>Tagebuchschreiben eine &quot;weibliche Kulturtechnik&quot;? Das ist aber ein grober Schnitzer, Herr Stegers. Kafka, B&#246;ll, Dostojewski, Goethe, Schiller und Thomas Mann fallen mir dazu auf Anhieb ein. Welcher  bedeutende Autor, K&#252;nstler oder Politiker der letzten Jahrhunderte hat &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; wenigstens zeitweise Tagebuch gef&#252;hrt?

&lt;i&gt;Besonders, wenn die Diskussion ums Bloggen selbst geht, ist von Frauen kaum etwas zu h&#246;ren. Stimmt der Eindruck?&lt;/i&gt;

Unbedingt. Dieses eitle um-sich-selbst-Kreisen &#246;det mich als Frau an. Ich lese die Endlos-Threads auf der BlogBar nicht, die am Ende zu nichts f&#252;hren, ich blogge lieber oder gehe leben. Das sind Stammtischdiskussionen in der Eckkneipe, da sind M&#228;nner auch traditionell unter sich. Dass die &quot;m&#228;nnlichen&quot; Themen Politik, Technik, die Blogosph&#228;re relevanter sein sollen als &quot;Frauentageb&#252;cher&quot;, liegt im herablassenden Auge des m&#228;nnlichen Betrachters, das sehe ich wie creezy. 

M&#246;glicherweise entwickelt sich die deutschsprachige Blogosph&#228;re ins Bipolare. Wieso sollte ich mit Dahlmann, Alphonso etc. konkurrieren wollen? Ihre Diskussionen langweilen mich , und sie gen&#252;gen sich selbst.  Wenn ich aber nach Blogs mit literarischem Anspruch suche, fallen mir mehr von Frauen betriebene ein. Frauenblogs sind auch keineswegs unpolitisch. Feministische und sozialpolitische Themen liest man h&#228;ufig. Die Amerikanerinnen gehen noch weiter: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-06/artikel-8434261.asp Ich w&#252;nsche und denke mir, dass wir uns in ein paar Jahren auch im deutschen Sprachraum in diese Richtung organisieren. Sollen die Alphablogger mit ihren &quot;relevanten Themen&quot; ruhig unter sich bleiben, f&#252;r mich als Frau gibt es viel relevantere.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuchschreiben eine &#8220;weibliche Kulturtechnik&#8221;? Das ist aber ein grober Schnitzer, Herr Stegers. Kafka, B&#246;ll, Dostojewski, Goethe, Schiller und Thomas Mann fallen mir dazu auf Anhieb ein. Welcher  bedeutende Autor, K&#252;nstler oder Politiker der letzten Jahrhunderte hat <i>nicht</i> wenigstens zeitweise Tagebuch gef&#252;hrt?</p>
<p><i>Besonders, wenn die Diskussion ums Bloggen selbst geht, ist von Frauen kaum etwas zu h&#246;ren. Stimmt der Eindruck?</i></p>
<p>Unbedingt. Dieses eitle um-sich-selbst-Kreisen &#246;det mich als Frau an. Ich lese die Endlos-Threads auf der BlogBar nicht, die am Ende zu nichts f&#252;hren, ich blogge lieber oder gehe leben. Das sind Stammtischdiskussionen in der Eckkneipe, da sind M&#228;nner auch traditionell unter sich. Dass die &#8220;m&#228;nnlichen&#8221; Themen Politik, Technik, die Blogosph&#228;re relevanter sein sollen als &#8220;Frauentageb&#252;cher&#8221;, liegt im herablassenden Auge des m&#228;nnlichen Betrachters, das sehe ich wie creezy. </p>
<p>M&#246;glicherweise entwickelt sich die deutschsprachige Blogosph&#228;re ins Bipolare. Wieso sollte ich mit Dahlmann, Alphonso etc. konkurrieren wollen? Ihre Diskussionen langweilen mich , und sie gen&#252;gen sich selbst.  Wenn ich aber nach Blogs mit literarischem Anspruch suche, fallen mir mehr von Frauen betriebene ein. Frauenblogs sind auch keineswegs unpolitisch. Feministische und sozialpolitische Themen liest man h&#228;ufig. Die Amerikanerinnen gehen noch weiter: <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2007-06/artikel-8434261.asp" rel="nofollow">http://www.finanznachrichten.d.....434261.asp</a> Ich w&#252;nsche und denke mir, dass wir uns in ein paar Jahren auch im deutschen Sprachraum in diese Richtung organisieren. Sollen die Alphablogger mit ihren &#8220;relevanten Themen&#8221; ruhig unter sich bleiben, f&#252;r mich als Frau gibt es viel relevantere.</p>
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