Twitter – was nun?
Vor drei Monaten fragten wir hier nach potenziellen Einsatzmöglichkeiten von Twitter für Onlinejournalisten. Das war zu der Zeit, als mehrere Redaktionen stolz die Einrichtung eines eigenen Twitter-Kanal vermeldeten. Und nun? Gibt es tatsächlich erfolgreiche Beispiele? Oder ist es eher ein Second-Life-Phänomen des Schnell-auf-den-Zug-Aufspringens gewesen? Oder braucht’s noch mehr Zeit?
Meine persönliche Erfahrung: Wir haben Twitter beim G8-Gipfelblog als eine Art Ticker auf der Homepage integriert. Für kurze News und belanglose Schnipsel war es eine nette Ergänzung, tatsächlich spürte man auf der Macher-Seite auch einen leichten Suchtfaktor. Aber wirklich notwendig war die Twitter-Integration in diesem Fall nicht – und wir sind auch ganz schnell wieder von der Droge heruntergekommen.




Du hast es gut auf den Punkt gebracht: Wer süchtig danach ist, ständig Infohappen zu verschicken oder zu empfangen, der liebt Twitter. Wer es nicht nutzt, der vermisst es auch nicht. Bringt es nun einen wirklichen Mehrwert für einen Journalisten oder eine Redaktion? Dir fallen keine Beispiele ein. Damit ist die Fage wohl beantwortet. Für besondere Ereignisse wie den G8-Gipfel, ein Fußballspiel oder eine Wetten-dass-Sendung reicht auch ein alt hergebrachter Ticker oder eine Blog.