Crossmediale Redaktionen in Deutschland
Studenten der Hochschule Darmstadt stellen in einem Dossier für die Ifra die crossmedialen Ansätze in fünf deutschen Zeitungsredaktionen vor: Welt, Handelsblatt, Hessisch/Niedersächsische Allgemeine, Südkurier und Kölner Stadtanzeiger.
Professor Klaus Meier weist noch darauf hin, dass das Semesterprojekt von einem CMS-Hersteller unterstützt wurde und er selbst derzeit ein größeres Forschungsprojekt zum Thema plant.




Eines erstaunt an diesem sonst sehr interessanten Themenpaket – CCI, eine Firma für Redaktionssysteme, tritt als Sponsor auf. Well, kann man machen. Überraschend dann aber der Menüpunkt Redaktionssysteme: Hier würde man bspw. einen ganz kurzen Abriss über die am Markt konkurrierenden CMS-Lösungen für crossmedial arbeitende Redaktionen erwarten – stattdessen ein Interview ausgerechnet mit einem Sales-Manager von CCI und darüberhinaus – nichts. Kein Wort über Mitbewerber, dafür eher flauschige Fragen: “Wie unterstützen Ihre beiden Produkte NewsGate und NewsDesk crossmediales Publizieren in Zeitungsredaktionen?” Wer mal miterlebt hat, wie kritisch die CMS-Frage bei Reorganisationsprozessen in Redaktionen ist, wie schwer es ist, unter Dutzenden Anbietern die passende Lösung zu finden und welche Unsummen für Lizenzen, Implementierung usw. ausgegeben werden müssen, reibt sich die Augen. Das Dossier ist in diesem Punkt nicht nur nicht informativ – es irritiert. Sehr.