Von Fabian Mohr am 21. August 2007
Google Maps hat ein Feature live geschaltet, dass für Onlinejournalisten ausgesprochen nützlich ist: Alle Karten, auch mit Markern, Layern und gezeichneten Linien, können jetzt mit einem kleinen Code-Schnipsel in die eigene Website eingebunden werden. Keine Programmierarbeit mehr nötig, keine API, nichts. Nur die Karte bauen, den Code rüberkopieren - fertig. Eine kleine Beispielkarte (mit Dummy-Text):
Wer es ausprobieren will:
Auf maps.google.de gehen
Die Karte auf gewünschten Ort und Höhenlevel bewegen
Eventuell mit “Meine Karten” weitere Objekte (Marker, Linien, farbige Flächen) hinzufügen, speichern
Oben rechts über der Karte auf “URL zu dieser Seite” klicken:

Aus dem unteren Feld den Code zum Einbetten übernehmen (mit “iframe width”) und in die eigene Website einbinden (z.B. im Textfeld eines Blog-Eintrags)
Eventuell die Größe der Karte anpassen, dazu auf den Link “Eingebettete Karte anpassen und Vorschau anzeigen” klicken, der aktualisierte Code zum Einbinden wird dann direkt in einem weiteren Popup angezeigt.
Wir werden in nächster Zeit, davon bin ich überzeugt, viel häufiger interaktive Karten im journalistischen Kontext sehen. Es dauert nur noch wenige Minuten, sie zu bauen und einzubinden - jeder Redakteur kann es. Keine Ausreden mehr.
Der Beitrag wurde
am Dienstag 21. August 2007 veröffentlicht
und wurde unter Mapping, Multimedia, Onlinejournalismus, Usability abgelegt.
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22. August 2007 um 18:10
Ich frag mich nur, ob die Nutzung solcher Karten im redaktionellen Kontext im Einklang mit den MAPS-Nutzungbedingungen steht.
22. August 2007 um 18:21
Meinst Du Google Maps generell oder die spezielle Form der Integration über den Embedding Code?
22. August 2007 um 18:32
Die spezielle Form der Integration über den Embedding Code. In den Geschäftsbedingungen steht gleich am Anfang dieser Satz: “Gewerbliche Nutzer dürfen Google Maps ausschließlich zu internen Zwecken nutzen. Eine gewerbliche Verbreitung ist nicht zulässig, ausgenommen der Zugriff auf und die Anzeige von Kartendaten über die Google Maps API entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen für API.”
Verstehe ich da irgendwas falsch?
22. August 2007 um 19:31
Hab kurz mit Stefan Keuchel von Google telefoniert.. ich hoffe, ich fasse die wesentlichen Punkte richtig zusammen: Mit gewerblicher Nutzung sind Online-Angebote gemeint, die die Maps z.B. hinter einer Pay-Wall verschwinden lassen. Grundsätzlich hat Google überhaupt kein Problem damit, wenn z.B. Zeitungen oder News-Sites die Karten per Embedding verwenden. Es gibt allerdings eine gewisse Schmerzgrenze, was die Zahl der Zugriffe durch eingebettete Karten angeht. Diese Grenze ist aber, wenn ich Herrn Keuchel richtig verstanden habe, wirklich sehr hoch - ohne, dass sie im Moment genau beziffert werden kann. Vereinfacht gesagt: Spiegel Online sollte vielleicht eher die API nehmen. Wenn die Regionalzeitung ihren Aufmacher mit einer eingebetteten Karte realisiert, ist das kein Problem.
22. August 2007 um 20:24
Zeig’s mir…
Google Maps ist eine praktische Erfindung. Und jetzt wird es noch praktischer: Man kann eigene Google-Karten mit Anmerkungen versehen und dann mit einem Codeschnippsel in die eigene Website einbinden.
Bei Onlinejournalismus wird darauf verwiesen, das…
14. Februar 2008 um 06:32
Google-Maps ohne API…
Google bietet seit einiger Zeit seine Maps-Funktion auch ohne API an, um diese in die eigene Webseite einzubauen. Leider geht aus den Nutzungsbedingungen nicht klar hervor, wie es sich mit gewerblichen Seiten und der Einbindung dort verhält.
Über den…