FAZ-Relaunch: Breit und blass

Ich bin nur ein sporadischer Nutzer von FAZ.net. Auch nach dem Relaunch wird das nur so bleiben: nichts, was mich nach den ersten paar Klicks umgehauen und zum Dauernutzer konvertiert hätte. Zugegeben, viel Zeit um mich zu überzeugen habe ich den Frankfurtern nicht eingeräumt.

Aber was man sieht, sieht – wie schon erste andere Stimmen zum Relaunch sagen – wenig überraschend aus: Die Site ist in die Breite gegangen, setzt nur noch eine Top-Navigation ein (wie früher allerdings mit mit einer mich etwas verwirrenden, weil optisch wenig trennscharfen Subnavigation darunter), rechts oben wird ein Kommentar platziert (wie bei sueddeutsche.de), darunter das Videoangebot (gab’s das vorher schon? Vermutlich gut versteckt). Die Homepage wirkt weniger vollgepackt und ist es wahrscheinlich auch. Die vielen blauen Hintergründe sind verschwunden, stattdessen setzt man auf Weißraum – gut für die Lesbarkeit, böse formuliert aber blass, wie ein Kommentator im Jonet anmerkte.

Und die Gesamtwirkung?

Another news website in Germany looks like anybody else. (Talking about Spiegel.de, Focus.de, Suedeutsche.de, Welt.de,…)

Come to think of it, I should be rather proud, as the recipe everybody is converging upon is basically the same that we came up with nearly 10 years ago when we worked on the 1998 Spon5 relaunch.

schreibt Lorenz Lorenz-Meyer, seinerzeit Redakteur bei Spiegel Online – und noch ein paar weitere Sätze über Ähnlichkeiten und zur langfristigen Design-Entwicklung.

Ex-FAZ.net-Redakteur Peter Schumacher findet das neue Design seiner alten Kollegen gelungen, hat aber auch noch ein paar Verbesserungsvorschläge.

Zwei Sites, auf deren Meinung ich gespannt bin, haben sich noch nicht geäußert: das Design Tagebuch und Alexander Svenssons Wortfeld.

Update, 20.11.2007: Sieben Verbesserungsvorschläge bei Wortfeld – und hier die Analyse des Design Tagebuchs.

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