Wunschzettel für 2008

Von Redaktion am 19. Dezember 2007

Onlinejournalismus 2008 (Foto: Stegers)

Letztes Jahr gab es einen Merkzettel mit den angekündigten Vorhaben der Redaktionen. Diesmal drehen wir den Spieß um: Was wollen wir 2008 im Onlinejournalismus sehen, damit es voran geht? Für einen Weihnachtswunschzettel sind wir zwar fast schon ein wenig spät dran, aber über gute Vorsätze zu Neujahr dürfen sich die Onlineredaktionen, Blogger, Video-Vorkämpfer und Bürgerjournalisten da draußen gerne jede Menge Gedanken machen. Wir bitten um Vorsatz-Vorschläge unten in den Kommentaren

(Und frohe Festtage wünschen wir unseren Lesern natürlich auch!)

13 Antworten zu “Wunschzettel für 2008”

  1. Frederic Schneider sagt:

    Ich wünsche mir eine konsequente Weiterentwicklung sowohl in der Qualität (exklusive Berichte, Reportagen, Interviews) als auch in der Quanität (größere Redaktionen, die für die angesprochene Qualität stehen, Korrespondenten á la SpOn).

  2. Christiane Schulzki-Haddouti sagt:

    Ich wünsche mir bessere Honorare und eine erfolgsorientierte Beteiligung. :)

  3. wortwart sagt:

    Ich wünsche mir,
    - dass die Nachrichtensites ihre Leser nicht länger für dummes Klickvieh halten;
    - dass Werbung und Redaktionelles so klar getrennt werden wie im Gedruckten;
    - dass es Erlösmodelle jenseits von blinkenden Werbebannern gibt;
    - dass ich nie wieder über Frau Hiltons lächerliches Leben oder über die Ehe von Herrn Pitt und Frau Jolie lesen muss.

    Nur wird nichts davon wahr werden.

  4. Christian Heise sagt:

    Ich wünsche mir, (noch) mehr Qualität im Citizen Journalism ;)

  5. Leon sagt:

    Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen Verantwortung für ihren unmittelbaren Lebenraum übernehmen und dann noch stärker die Möglichkeiten des modernen Bürger-Journalismus des Webs für sich entdecken bzw. nutzen.

  6. volker h. sagt:

    Einen Mediatheken-Knacker, der Inhalte aus den diversen Mediatheken vrschiedener Websites ausliest und unter einer einheitlichen Oberfläche abrufbar macht (Miro?) …

  7. icke berlin sagt:

    Ich wünsch mir den Pulitzer-Preis für Nahne Ingwersen.

    zu volker h.s Mediatheken-Knacker: http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web (es wird noch dauern)

  8. wolfowitz sagt:

    Also, drei Wünsche: Ein Amazon-„Kindle“ für alle Gruner & Jahr-Mitarbeiter (quasi als Abschiedsgeschenk von Bertelsmann). Außerdem (falls Blumenkron aufsteigt) die Übernahme von Spiegel-Online durch Don Alphonso. Und eine ernst gemeinte ARD-Offerte an Mathias Matussek, er möge ab Januar die Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ übernehmen.

  9. bjoern sagt:

    Ich wünsche mir, dass möglichst viele Leser auf die Dinge klicken, die ich auch toll finde. Denn dann wird es viel mehr davon geben.

  10. Sarah Kniep sagt:

    ich wünsche mir..

    …mehr Mut zu außergewöhnlichen Stories..

    …mehr sich radikal vom Mainstream abwendende Zeitungskultur..

    ..mehr Interesse der alten Hasen an uns Frischlingen in der Branche..

    ..und dass bei uns allen die Leidenschaft & das Herzblut (wieder) erwachen und wir das neue Jahr mit Buchstaben & Wörtern durchschütteln & wachrütteln ..

  11. Frank sagt:

    Ich wünsche mir weniger PR-Schreibe in den Online-Ausgaben der Printmedien und dafür wieder mehr sauber recherchierte Beiträge mit Tiefgang.
    Und ich wünsche mir eine Abkehr der etablierten Medien von diesen fürchterlichen Communities, mit deren Hilfe (und mit Hilfe grauenhafter AGBs) sie sich irgendwelche Leute zu Hilfspublizisten heranzüchten wollen - natürlich ohne Rechte und ohne Bezahlung.

  12. Falk Lüke sagt:

    Ich wünsche mir, dass Leute wie Frank sich nicht in ihren Vorurteilen bestätigt sehen müssen.
    Dass jemand den Mut aufbringt, die Page Impression als Maß aller Dinge zu töten. Dass jemand den Mut aufbringt, zu sagen, dass die Zeitung mit ihren Nutzern stirbt - und das etwas schneller als diese, weil sie bei zu kleinen Auflagen zu teuer werden wird. Dass jemand dennoch den Mut aufbringt, zu erkennen, dass guter Onlinecontent die beste Garantie für gute Nutzer, gute Werbeeinnahmen und gute Zukunft der etablierten Marken sein wird.
    Und ich wünsche mir, dass Menschen den Mut aufbringen, auch gegen diese etablierten Marken mit Qualität anzutreten.

  13. Frank sagt:

    @ Falk Lüke: Sorry, aber das sind keine Vorurteile, sondern Nachurteile. Politik und Wirtschaft erlebten 2007 in den etablierten Medien Lobbyistenschreibe ohnegleichen.

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