Videopunk aus Essen sucht Gleichgesinnte
Während wir brav unsere User auffordern, doch den Online-Redaktionen beim Formulieren von guten Vorsätzen für 2008 zur Hand zu gehen, hat sich Markus Hündgen über die Feiertage hingesetzt und unterm Tannenbaum aufgeschrieben, was er selbst im kommenden Jahr alles besser machen will.
Hündgen ist Bewegtbild-Redakteur beim WAZ-Portal DerWesten und hat seinen guten Vorsätzen gleich den programmatisch-dramatischen Titel “Das Videopunk-Manifest” verpasst. Weil’s alles einleuchtend klingt, hier seine guten Vorsätze im Volltext – und weil das Manifest gleich auch schon den Punkt “Wir geben nicht auf” enthält, sind wir gespannt, was aus deren Umsetzung in der bekanntlich wenig punkigen WAZ-Welt wird.
1. Kein TV
Wir machen kein Fernsehen. Wir wollen kein Fernsehen sein. Wir gehen neue Wege. Für uns sind bewegte Bilder ein journalistisches Mittel unter vielen. Wir arbeiten schnell. Wir arbeiten günstig. Qualität beginnt für uns bei der Geschichte und nicht bei der Verpackung. Wir nutzen Synergien, wann immer es geht.
2. Keine Regeln
Unsere Beiträge müssen nicht in ein Sendeschema passen. Wir müssen es nicht allen Recht machen. Wir kennen die Fernseh-Regeln. Wir brechen sie, wo immer es geht. Wir experimentieren.
3. Keine Quoten
Wir geben nicht auf. Auch wenn uns niemand zusieht. Wir kämpfen im weltweiten Netz nicht um Marktanteile. Wir versenden nichts. Wir setzen auf Zeit.
4. Eine Zukunft
Der multimedialen Konvergenz gehört die Zukunft. Wir schreiben, sprechen, filmen, animieren, fotografieren und kommunizieren. Wir sind bereit. Wir haben keine Angst.




Wir brechen sie, wo immer es geht. – Das hört sich ein wenig bemüht an. Danach, mit diesen Thesen Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei sollten das doch die Filmchen tun.