Archivierte Einträge für

Videos verbreiten

Theoretisch sollte das Internet mittlerweile ein Paradies für unabhängige Produzenten sein. Mehrere Hundert Plattformen buhlen um die Gunst der Produzenten und locken sie mit Specials, Kanälen oder finanzieller Vergütung. Doch im Normalfall reicht eine Plattform längst nicht aus, um eine signifikante Reichweite aufzubauen.

schreibt Bertram Gugel in seinem Blog “Digitaler Film”.

Die technische Distribution einer Webisode oder eines Videoblogs über alle Quellen und Kanäle hinweg ist aufwendig und erfordert einiges an konzeptioneller Überlegung sowie Abstimmungsarbeit zwischen den verschiedenen Diensten.

Deshalb liefert “Digitaler Film” eine ausführliche Anleitung, wie man seine Videos am besten über verschiedene Plattformen wie YouTube & Co, die eigene Website und als Podcast verbreitet.

Klassentreffen: re:publica’08 Anfang April in Berlin

Unter dem Titel “re:publica’08: Die kritische Masse” findet vom 2. bis 4. April 2008 zum zweiten Mal ein Treffen von Bloggern und anderen Netzbewohnern in Berlin statt. Fiete Stegers bezeichnete die erste re:publica 2007 bei Tagesschau.de als “großes Klassentreffen, Bestandsaufnahme und Ideenschmiede der Szene”.

In der Pressemitteilung zur “re:publica’08″ heißt es: “Das Konferenz-Motto “Die kritische Masse” steht für verschiedene Seiten des gleichen Komplexes: Das Internet und neue Kommunikationsformen werden immer mehr in das Leben der Menschen integriert. Web 2.0-Anwendungen entwickeln sich zu Selbstläufern. Und zum anderen steht auch die Fähigkeit der Masse zur Kritik im Zentrum des dreitägigen Events.”

Die Besucher können laut den Veranstaltern, Spreeblick und newthinking communications,
vermutlich zwischen fast 100 Vorträgen, Diskussionen und Workshops auswählen. Das Programm verspricht einige sehr attraktive Inhalte: Datenschutz im Web 2.0, Zukunft der Social Networks, Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus?, Miez – Über Sinn und Unsinn von Katzencontent, Porno 2.0, Placeblogging und Stadtwikis, Geld verdienen mit Blogs – reloaded (leider ohne Don Alphonso aber dafür mit Johnny Haeusler, Robert Basic und Sascha Lobo), Was dürfen wir bloggen? Recht im Web 2.0, Abgeordnetenwatch, Plagiarismus 2.0, Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter? Die Internet-Strategie der ARD im Realitätscheck.

Mehr unter: www.re-publica.de

Der zweite Kanal

Fernsehberichterstattung am (Vor-)Wahlabend – das bedeutet viel Hin- und Hergeschalte. Als Interviewpartner oder Reporter kann man froh sein, wenn man nicht plötzlich von der Regie zugunsten eines wichtigeren Gesprächspartners im Regen stehen gelassen wird, als Zuschauer, wenn die Schalte auch tatsächlich wie angekündigt klappt. CNN geht an die Sache pragmatisch ran und benutzt bei der Berichterstattung – gerade gesehen bei den Florida Primaries – einfach das Netz als zweiten Kanal: Sie wollen die Clinton-Ansprache live weitersehen, während das Programm wieder zu den Republikanern schaltet? “Go to CNNPolitics.com” empfiehlt das TV-Insert – dort wird Clinton weiter live gestreamt.

Matthias Matussek ist Hosenträger des Jahres

Der ehemalige Kulturchef des “Spiegel”, Matthias Matussek, 53, wurde für seinen Video-Blog “Matusseks Kulturtipp” auf Spiegel Online zum “Onlinejournalisten des Jahres” ernannt, berichtet Spiegel Online.

Umfrage zu Krisen-Weblogs

Barbara Surrey, Diplomandin an der TU Ilmenau im Studiengang Angewandte Medienwissenschaft, sucht für den empirischen Teil ihrer Diplomarbeit noch Journalisten, die einen Fragebogen online ausfüllen (es dauert zirka fünf Minuten):

“In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Weblogs als Tool der Krisen-PR – eine qualitative Studie über die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Implementierung eines Krisen-Weblogs. Mein Ziel ist es herausfinden, ob sich Corporate Weblogs für die Krisenkommunikation eignen und wie diese von den Anspruchsgruppen angenommen werden. Aus den Ergebnissen möchte ich Handlungsempfehlungen für Unternehmen ableiten, sich für oder wider den Einsatz eines Krisen-Weblogs zu entscheiden.”

Teilnahme unter: www.surreysdiplomumfrage.de.vu

N24.de, Relaunch

Screenshot des Mediencenters von N24.de

Der TV-Nachrichtensender N24 hat heute in den frühen Morgenstunden seine überarbeitete – oder besser: völlig neue – Website veröffentlicht. Der Ansatz ist zumindest in Deutschland etwas völlig anderes, für einen Fernsehsender aber möglicherweise naheliegend: Der Kern des Informationsangebots besteht aus Videos.

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Wenn es die IVW nie gegeben hätte, dann…

(bitte in den Kommentaren vervollständigen)

Clement / Alte Medien / Qualitätskriterien

Schon mal vormerken: Wenn demnächst wieder die Diskussion auf den hehren, nur in Druckerzeugnissen zu verwirklichenden Qualitätsjournalismus kommt, auf die Wolfgang-Clement-Kolumne in der “Welt” verweisen. In seinem umstrittenen Beitrag zu den energiepolitischen Vorstellungen der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti, ist mit keinem Wort erwähnt, dass Clement im Aufsichtsrat von RWE Power sitzt. Weder in der gedruckten Ausgabe noch in der Online-Version der Kolumne. Ich halte Disclaimer zwar manchmal für übertrieben (“Der Autor hat XY schon mal die Hand geschüttelt”), in diesem Fall wäre es aber mehr als angebracht gewesen.

Auf seiner persönlichen Homepage verrät Clement übrigens außer seinen Kontaktdaten nichts über sich. Bei der SPD findet ihn zwar Google noch – die Partei ist aber hier offenbar einem Ausschlussverfahren schon zuvor gekommen: Fehler 404.

Onkel Wickert macht jetzt Internet

Wir lassen mal einfach so stehen, was diese Ankündigung für den Erfolg eines angekündigtes Portal, das laut Eigenwerbung “hochwertige journalistische Inhalte mit einer völlig neuen Informationslogik und innovativen Web-2.0-Elementen kombiniert”, bedeuten mag:

Ex-Tagesthemen-Anchorman Ulrich Wickert will das 40-köpfige Redaktionsteam des neuen Nachrichtenportals Zoomer.de unterstützen. Die Plattform soll journalistische Kompetenz und die Interessen einer jungen Zielgruppe zusammenbringen, die sich ganz selbstverständlich im Internet bewegt. Wie der “Tagesspiegel” berichtet, will Wickert an der Arbeit in der Redaktion teilnehmen, mit Online-Redakteuren diskutieren und später regelmäßig Videokommentare zu Politik oder Alltagsthemen einbringen.

fasst die Internet World ein Interview des (Holtzbrinck-)Tagesspiegels zum Thema zusammen.

Ob er sich zuvor mit Jens Jessen unterhalten hat, der als so ziemlich erster videobloggender deutscher Journalist gesteigerte Aufmerksamkeit bei den Kollegen der klassischen Medien erhalten hat? Matussek auf jeden Fall schon:

Ich kenne Matthias Matussek gut, habe mir seine Videoblogs hin und wieder angeschaut. Das passt zu ihm. Ich bin vielleicht weniger krawallig, sondern eher ironisch veranlagt.

Den Tagesthemen hält Wickert aber als Zuschauer die Treue, sagt er.

N24.de (noch nicht) relauncht

N24 hat einen umfangreichen Relaunch vor und wirbt dafür mit einer dicken Anzeige im gedruckten Spiegel (22.01.2008). Noch ist aber wohl noch nichts passiert.

Wie es werden soll, erfährt man in diesem Video im May-Blog von N24-Moderatorin Michaela May (das ist die, bei der die Kommentatoren im Blog Autoren genannt werden), das auch einige Screenshots zeigt. Stichworte: mehr Kommentarmöglichkeiten für Nutzer, die auch direkt eigenes Bild- und Video-Material zu Nachrichtenthemen hochladen können. Vor allem will N24 seine Bewegtbildinhalte in den Vordergrund der Site stellen und in einer Mediathek, die “Mediacenter” heißen wird, zusammenfassen. Versprochen werden auch Download-Möglichkeiten für die Inhalte (endlich Flugzeugträger-”Dokumentation” unterwegs anschauen!).

Update:
Inzwischen ist der Relaunch da. Mehr dazu von Roman Mischel.

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