DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung

Von Thomas Mrazek am 11. Januar 2008

Kommentar 12.01.08
Mag sein, dass die Rederunde aus verschiedenen Gründen nicht unmittelbar ertragreich war, das wird wohl keiner bestreiten, das war auch nicht unbedingt zu erwarten. Aber das ist nicht wichtig. Ohne es zu glorifizieren: Allein die aufgrund dieser Runde von Neuem begonnene Debatte auf der Metaebene (siehe etwa Schulzki-Haddouti, Jarchow, Niggemeier) kann dereinst noch Früchte tragen. Stets bereichernd für die Praxis ist es, wenn Fehler und Fehlentwicklungen rücksichtslos und sofort aufgezeigt werden. Selbst hierfür lieferte die DJV-Diskussion nolens volens Anschauungsmaterial (siehe etwa Don Alphonsos und Thomas Knüwers Kritik an einem “FAZ”-Artikel oder das Beispiel von “Win-Win-Win-Win-Journalismus” bei Stern.de und beim “Stern”).

Medienschau – Update 19.01.08
“Das große Hauen fand nicht statt”, beschreibt der Weltenweiser in seinem Blog die gestrige Podiumsdiskussion des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www”. Leider konnte ich den Livestream – wie offenbar viele andere Nutzer auch – nicht sehen, hier eine kleine Medienschau. Ein Mitschnitt ist unter www.djv.de/livestream abrufbar.

Die Veranstaltung war wohl eher enttäuschend, Medienberater Steffen Büffel schreibt: “Die DJV-”Talkrunde” hatte das Niveau einer brillianten Christiansen-Sendung. Wer mich kennt weiß, dass das kein Kompliment ist.”

Hier noch mal der Link zur “Vorgeschichte” dieser Diskussionsrunde: “”Müll von Qualität trennen”: Rede des DJV-Bundesvorsitzenden”.

Sehr empfehlenswertes Update 11.01.08

Gesundheitsblogger Hockeystick führt bei Stationäre Aufnahme – anknüpfend an Hans-Ulrich Jörges’ bei der Diskussion geäußerte Forderung nach Qualitätsstandards für journalistische Online-Angebote – ein schönes Beispiel von “Win-Win-Win-Win-Journalismus” bei Stern.de und beim “Stern” auf.

4 Antworten zu “DJV-Qualitätsdiskussion: Niveau einer Christiansen-Sendung”

  1. Fiete Stegers sagt:

    Am Rande die traurige Prognose von Felix Schwenzel nach der Diskussion: >>dieses jahr wird es sich endgültig durchsetzen, blogeinträge „einen blog schreiben“ zu nennen. ausserdem wird das blog zu der blog. leider.<<

    Außerdem heißen bei N24 die kommentierenden Blogleser entweder “Autoren” oder “Blogger”, wenn ich es aus der Diskussion recht behalten habe. Beides wäre Schwachsinn.

  2. Der Umblätterer sagt:

    Allegorie und Anarchismus…

    Am 22. August 1999 schrieb Lorenz Schröter unter der schönen Überschrift »Emails und die Detektive« einen Beitrag für das mittlerweile verschwundene Gruppenblog »pool«, in dem es um die Techniken des modernen Erzählens geht…

  3. XiongShui sagt:

    Dank für die Verlinkung; eigentlich ist der Teehaus- Stammtisch jedoch unter der URL http://buettchenbunt.de/ zu erreichen.

    Der “Alphablogger” war lediglich ein satirischer Gag, der bald wieder in der Versenkung verschwinden wird…
    Danke für den Hinweis, wurde geändert. TM

  4. asaaki sagt:

    thomas, sie dürfen meinen namen ergänzen, wenn sie möchten, ansonsten freue ich mich schon, von ihnen genannt zu werden.

    also unter EMBLOG bitte asaaki hinzufügen. und wenn es nicht allzu viele umstände macht, auch die schreibweise davon: emBlOG. danke!

    grüße

    asaaki

    Ausnahmsweise, weil’s ein Blog ist, ändere und ergänze ich das mal. (-; TM

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