Clement / Alte Medien / Qualitätskriterien

Schon mal vormerken: Wenn demnächst wieder die Diskussion auf den hehren, nur in Druckerzeugnissen zu verwirklichenden Qualitätsjournalismus kommt, auf die Wolfgang-Clement-Kolumne in der “Welt” verweisen. In seinem umstrittenen Beitrag zu den energiepolitischen Vorstellungen der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti, ist mit keinem Wort erwähnt, dass Clement im Aufsichtsrat von RWE Power sitzt. Weder in der gedruckten Ausgabe noch in der Online-Version der Kolumne. Ich halte Disclaimer zwar manchmal für übertrieben (“Der Autor hat XY schon mal die Hand geschüttelt”), in diesem Fall wäre es aber mehr als angebracht gewesen.

Auf seiner persönlichen Homepage verrät Clement übrigens außer seinen Kontaktdaten nichts über sich. Bei der SPD findet ihn zwar Google noch – die Partei ist aber hier offenbar einem Ausschlussverfahren schon zuvor gekommen: Fehler 404.

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