Die Netzeitung ist tot, es lebe die neue Netzeitung

Von Thomas Mrazek am 14. Februar 2008

Sauber, schlicht, ein wenig kühl, übersichtlich, mit einheitlicher Typographie – so ist mein Eindruck von der neu gestalteten Netzeitung. “Sieben Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Netzeitung eine neue Farbe und ein zeitgemäßeres Layout gegeben”, schreibt Chefredakteurin Domenika Ahlrichs. Auch ein neues Logo wurde kreiert, der Seitenkopf ist jetzt grün. Auf den ersten Blick erkenne ich die Netzeitung nicht wieder.

Eigentlich ganz gelungen. Eigentlich. Aber, kein Vorwurf an den Designer und die anderen Verantwortlichen, die Seite wirkt auf mich auswechselbar, fast beliebig – Web-Zwo-Null-Stil von der Stange. Und – auch dies soll kein Vorwurf an die Redakteure sein –: “groß” gehört hat man von der Netzeitung seit einem Jahr nicht mehr, sie arbeitet wohl solide aber mit sprödem Stil vor sich hin. Möge ihr das neue Gewand wieder ein wenig mehr Leben einhauchen.

3 Antworten zu “Die Netzeitung ist tot, es lebe die neue Netzeitung”

  1. Fiete Stegers sagt:

    Ich finde, es fehlt optisch jeglicher eigener Charakter. Das könnte auch GMX sein.

  2. medienrepublik.de sagt:

    “Netzeitung” außen neu, innen leider nicht…

    Kleider machen Leute.
    So lautet das Sprichwort und dieses Klischee könnte sich mit dem Relaunch der “Netzeitung” bestätigen. Denn das “Blatt im Netz” hat sich einen neuen Anstrich gegeben und trommelt jetzt mit Modernität. A…

  3. Thomas Mrazek sagt:

    Ich will jetzt nicht in eine Nörgelsuada verfallen (zefix, wo bleibt mein Mittagessen) und anfangen Äpfel mit Birnen zu vergleichen, aber kürzlich gefiel mir der Relauch des Muenchenbloggers sehr gut: Neues, aussagekräftiges und modernes Logo – das Gesamtbild ist einfach stimmig.

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