Archivierte Einträge für

Frankfurter Tag des Online-Journalismus

Statt einem gibt es in diesem Jahr gleich zwei Frankfurter Tage des Online-Journalismus: Am 5. März geht es auf der Tagung, die das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik organisiert, um die Frage der Archivierung im Netz, am 6. März um “Neues Arbeiten im Multimedia-Web”. Darunter gefasst sind Vorträge zu multimedialen Formaten, u. a. von Fabian Schweyher (soundphotographer.de) und Arbeitsberichte aus verschiedenen crossmedialen Newsrooms.

Das gesamte Programm gibt es unter www.ftoj.de. Die Veranstaltung findet beim Hessischen Rundfunk statt und kostet 80 Euro Teilnahmegebühr (Studenten 35 Euro).

US-Wahlkampf / sueddeutsche.de

Mal was anderes: sueddeutsche.de macht an diesem nachrichtenarmen Tage wie die gesammelte Konkurrenz mit dem “Super Tuesday” im US-Vorwahlkampf auf. Allerdings nicht mit einem Nachrichtenstück, sondern mit einem neuen “Videoblog” (Eigenbezeichnung), das eigentlich aber eher ein klassisches Korrespondentengespräch mit den SZ-Vertretern in Washington ist.

Leider sind die beiden Herren sichtlich nicht kameragewohnt, der hallige Ton und die über Lautsprecher zugeschaltete Telefoninterviewer-Stimme verleiten zum Abschalten. Außerdem gibt es derzeit offenbar noch keine Möglichkeit, das Videoblog auch als Podcast zu abonnnieren. “Daher mein Appell: Weiter machen – aber Profis ans Werk lassen, damit die Videos neben der Vermittlung von Informationen auch einfach schön anzuschauen sind”, heißt es in einem Nutzerkommentar.

Mehr:

“Unter der Diskussionskultur gelitten”

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Einige Internetnutzer unterstellen der “Süddeutschen Zeitung” ja ausgeprägten Antiinternetismus oder zumindest eine gehörige Netzphobie. Neben kundigen Beiträgen zum Thema Internet erscheinen dort auch immer wieder schaurige Schilderungen, denen zufolge das Netz hauptsächlich zur Verbreitung von Kinderpornographie, Fehlinformationen und Beleidigungen genutzt wird. Zuletzt empörten sich Blogs und Kommentare von sueddeutsche.de-Nutzern darüber, wie Bernd Graff in der “SZ” das Netz als “Debattierklub von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten” abkanzelte.

“Man will Print-Abonnenten, die nicht viel vom Internet halten, signalisieren: ‘Wir sind noch da und wir sind die Hüter der Tugenden im Journalismus.’ Dann sollte man aber auch Manns genug sein, sich noch einmal hinzustellen und dazu Stellung zu nehmen”, deutete das der Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger, den ich für einen Artikel in der Medienzeitschrift “Journalist” befragt habe. Auch Hans-Jürgen Jakobs, Chef von sueddeutsche.de, erzählt darin, wie offen für Publikumsreaktionen sich Journalisten seiner Meinung nach zeigen müssen: Weiterlesen…

Alternativer Medienpreis 2008: Jetzt bewerben

Zum neunten Mal haben Medienschaffende die Möglichkeit, die Jury des Alternativen Medienpreises mit ihren Beiträgen zu überzeugen. Teilnehmen können laut Website “alle, die journalistisch tätig sind in nichtkommerziellen Medien; Medien, die sich aus den neuen sozialen Bewegungen entwickelt haben und die mit ihrer Arbeit einen emanzipatorischen Beitrag leisten”.

Der Preis wird in diesem Jahr in den Sparten Internet, Print sowie Audio und Video verliehen. Erstmals können auch Podcasts eingereicht werden. Der Alternative Medienpreis wird von der Nürnberger Medienakademie e.V., dem Münchner Medienladen und von Radio Z, dem einzigen alternativen, nicht-kommerziellen Radio in Bayern ausgeschrieben.

Als Preisgeld gibt es sechs Mal 500 Euro zu gewinnen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2008. Überreicht werden die Preise am 25. April 2008 in Nürnberg. Mehr dazu unter: www.alternativer-medienpreis.de.

Mehr zum Thema bei Onlinejournalismus.de:
Charme abseits des Mainstreams: Alternativer Medienpreis verliehen (Artikel vom 11.05.2007)

Grimme Online Award: Ab heute darf nominiert werden

Ab heute bis zum 31. März 2008 können Internet-Nutzer und Website-Anbieter ihre Vorschläge für den Grimme Online Award 2008 einreichen. In vier Kategorien werden insgesamt maximal acht Preise vergeben, heißt es auf der Website.

“Hoffentlich wird die Preisverleihung diesmal nicht so pannenträchtig wie im vergangenen Jahr”, mahnt die Netzeitung. Denn im vergangenen Jahr wurde die Preisverleihung von zahlreichen Pannen geprägt: “Die Gewinner waren versehentlich zwei Tage vor dem offiziellen Termin im Internet bekannt gegeben worden. Einer der Preisträger war erst nach kurz vor seiner Nominierung als Juror zurückgetreten.” Der Imageschaden für das Adolf-Grimme-Institut war beträchtlich.

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