“Die Zeit”: “237 Gründe, Sex zu haben”

Von Thomas Mrazek am 10. März 2008

Ja, Sie lesen richtig, das da oben ist der aktuelle Aufmacher des “Zeit”-Feuilletons! Freilich dreht es sich um ein anderes Thema:

“Im Internetjournalismus geht es vor allem um Klicks, also die Zahl der Zugriffe, die eine Seite provoziert. Je mehr Sex, Quiz oder Bilder, desto höher die Quote. Was aber zählt Qualität?”

Eigentlich ein altbekanntes Thema für unsere Leser, doch Autor Karsten Polke-Majewski bietet auch für das Fachpublikum neue Facetten.

Neben dem wohlinformierten Beitrag halte ich es Polke-Majewski vor allem zugute, dass er neben anderen Medien (u.a. Spiegel Online, Sueddeutsche.de.) auch bedenkliche Entwicklungen bei Zeit Online aufzeigt. Das ist Journalismus, danke! Eine hervorragende Diskussionsgrundlage für die Debatte rund um das Thema Qualität im Onlinejournalismus.

Nachtrag
Auch die “Taz” beschäftigt sich heute mit dem Thema: “Internet-Journalismus: Ein Gütesiegel muss her” fordert Frank Überall. Ebenso Don Dahlmann in seinem Blog bei Welt Online, Die Welt im Kasten, Dahlmann resümiert: “Ob der Deutsche Presserat da [für ein Gütesiegel, T.M.] die richtige Adresse ist? Besser wäre es, etablierte Blogger würden mal zusammen mit einem Verein wie der “Bundeszentrale für politische Bildung” ein solches Konzept entwickeln.” Und auch unser neuer Onlinejournalismus.de macht sich seine Gedanken: “Ein Medienkodex für alle”.

Weitere Links

bei onlinejournalismus.de:

  • Der neue Hype: Die allzu starke Fixierung auf Klickquoten könnte allerdings dem Bestreben um Qualitätsjournalismus schaden (aus: “Journalist” 12/2007)
  • Sueddeutsche.de: “Vielleicht waren wir zu zögerlich”: Interview mit Hans-Jürgen Jakobs
  • Welt.de: Die Welt steht Kopf
  • Im Quotenparadies: Wie Klickzahlen die redaktionelle Arbeit verändern. Von Klaus Meier und Benedikt Tüshaus.
  • im sonstigen Internet:

Kommentar schreiben

Bitte lesen Sie die Regeln für Kommentare.


Zeigen Sie, dass Sie kein Spambot sind und lösen Sie die Aufgabe (ohne Taschenrechner).