Überblick über die neuen Aufnahmegeräte

Lange Zeit konnte man eher an eine Neuauflage des DAT-Rekorders glauben als daran, dass die großen Firmen der Unterhaltungsindustrie brauchbare, tragbare MP3- und WAV-Recorder herstellen. Dieses Feld wurde lange den kleinen Herstellern von MP3-Sticks überlassen (die niemals vernünftige Qualität erreichten) und natürlich den Profi-Herstellern wie Fostex oder Tascam. Deren Preise waren aber eher für Funkhäuser als für freie Journalisten.

Seit ca. zwei Jahren bekommt man nun sehr gute Aufnahmegeräte für unter 1000 Euro. Das waren bisher ein paar Geräte: Z.B. der Fostex FR-2LE (mit dem ich arbeite und mit dem ich sehr zufrieden bin, abgesehen vom hohen Stromverbrauch), der Marantz PMD 660 und der PMD 670. Die Geräte von Edirol und Zoom haben mir nie gefallen, weil sie sich nicht per Rädchen aussteuern lassen, sondern nur mit Tasten-Geknipse. Das geht nicht im Reporteralltag.

Seit Anfang 2008 sind nun einige tolle Alternativen dazugekommen. Sie wirken alle sehr brauchbar: Der
Sony PCM-D50 (der kleine Bruder von diesem schönen Gerät) der Marantz PMD 620, der Yamaha Pocketrak 2G und der Olympus LS-10.

Den minikleinen Soundman DR2 kann ich nach einem Testwochenende dagegen gar nicht empfehlen. Obwohl er vom Funktionsumfang als Low-Cost-Alternative denkbar wäre, ist die Aufnahmequalität einfach zu schlecht. Der Hersteller hat (in seiner Verzweiflung?) eine detaillierte Anleitung zur Rauschentfernung mitgeliefert. Das dort verlinkte Sample (WAV, 3,4 MB) gibt einen ganz guten Eindruck über das Grundrauschen.

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