Nachrichtenverortung via MetaCarta
Bei tagesschau.de gibt es ja seit geraumer Zeit den Nachrichtenweltatlas. Der Westen arbeitet ebenfalls mit einer Verortung seiner Inhalte und setzt dabei auf die (meiner Beobachtung nach eher leidliche Beteiligung seiner User). Eine Nummer größer will der Dienstleister Metacarta ansetzen. Im Google-News-Stil scannt er den Output anderer Websites und verortet die Artikel. Das Angebot ist auch bisher eher mäßig. Die Firma dahinter setzt auf künftige Kunden, denen sie ihre Software verkaufen kann.
Update, 30.05.2008:
Auch Welt.de hat jetzt eine Nachrichtenkarte eingeführt – basierend auf Google Maps und leider ohne zusätzliche Auswahlmöglichkeiten für den User. Man erfährt noch nicht mal, welchen Zeitraum die Nachrichtenauswahl erfasst.




2. Versuch (Beim ersten Versuch gestern habe ich einen MySQL Fehlser zu sehen bekommen:
Metacarta ist schon lange im Geschäft. Halt nicht im Medienbereich sondern im Governmentbereich.Kein Wunder wenn einer der VCs der Incubatorfund der CIA ist.
Ja den gibt es wirklich er heisst In-Q-Tel und aus irgendeinem Grund habe ich noch nie was über ihn in deutschen Technologiemedien gelesn. Wo es doch eigentlich ein schönes Thema wäre. U.a. hatte er auch in Keyhole investiert aus dem dann ja wie mansch einer weiss Google Earth wurde.
Ich habe gerade mit den Metacartaleuten auf der Where2.0 (O’reilly Konferenz in San Francisco) gesprochen. Sie können immer noch nicht mit Deutsch und anderen westeurpäischen Sprachen umgehen (wie im übrigen praktisch alle TextMining-Unternehmen) Um es sarkastisch auszudrücken: der Grund liegt darin dass es bei uns zu wenige Terroristen gibt. (siehe oben). Angeblich ist es im Herbst dann soweit.. Allerdings kann ich mir auch kaum vorstellen das viele Deutsche Medien bereit sind, die für die Kombination aus Named-entity-Recognition, allg. TextMining und SpatialIndexing aufgerufenen Preise zu bezahlen.
Ich war im übrigen einer von nur drei Deutschen (zumindest Deutschen mit eingechaltetetem Handy) auf der Where2.0, wie ein dort durchgeführees RealityMining Projekt ergeben hat (Passive Lokalisierung und Tracking von Handys im Konferenzbereich, auch interessant, wird sonst hauptsächlich in ShoppingMals und Kaufhäusern gemacht).
Wer im übrigen wissen will was denn die gute alte dpa (in diesem falle die dpa-infocom) zum Thema Geokodierung macht, und warum sich dass was sie tut von praktisch allem unterscheidet was man sonst so sieht, kann sich ja mal unter http://relations.ka2.de/tag/goingplaces schlaumachen.
Allerdings fehlen da noch ein paar Infos die ich baldmöglichst naclhliefere, aber erst steht ab Samstag das Wherecamp im Googleplex an. Verspricht spannend zu werden u.a. weil ich mich mit den Leuten die hinter der Yahoo Location Plattform stecken zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch verabredet habe.