<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Deutsche Blogger usw.</title>
	<atom:link href="http://www.onlinejournalismus.de/2008/07/21/deutsche-blogger-usw/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.onlinejournalismus.de/2008/07/21/deutsche-blogger-usw/</link>
	<description>Trends, Herausforderungen, Chancen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 20:10:52 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: XiongShui</title>
		<link>http://www.onlinejournalismus.de/2008/07/21/deutsche-blogger-usw/#comment-38137</link>
		<dc:creator>XiongShui</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 05:29:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.onlinejournalismus.de/2008/07/21/deutsche-blogger-usw/#comment-38137</guid>
		<description>Ich denke, der wesentliche Unterschied zwischen US- Blogs und unseren, findet in diesem Satz seinen Ausdruck: “It shows your commitment and love for sharing, looking at what you’ve contributed so far to the net community.” Ich fand diesen Satz in einem Kommentar zum 100sten Blogbeitrag eines Bloggers (Evelyn Lim; http://urlzip.de/8ew), den ich sehr sch&#228;tze.

Das Netz als weltweite Gemeinschaft (”the net community”) zu sehen, ist eine Denkweise, die bei uns noch lange nicht ankommen wird. Doch genau daran hapert die Relevanz. Solange wir nicht begreifen, da&#223; das Schachteldenken, bezogen auf die Welt keine Chance hat, werden wir auch nicht allzuviel Relevanz erlangen. Das betrifft auch Blogs, die ausschlie&#223;lich in der deutschen Sprache geschrieben werden. Denn die Sprache stellt im Web2,0 keine Barriere mehr dar. Es findet sich immer jemand zum &#220;bersetzen.

Was wirklich fehlt, ist eine Kultur des Begreifens dessen, da&#223; die Menschheit im Grunde eine Familie ist und die Herausforderungen der Zukunft auch nur im Sinne des oben zitierten Satzes meistern wird.

Dazu kommt noch, da&#223; uns Deutschen wirklich eine Streitkultur fehlt. Als “Aggression” jahrzehntelang fehlgedeutetes und verteufeltes Austragen von Meinungsverschiedenheiten, hat uns entweder zu Duckm&#228;usern oder zu tats&#228;chlich aggressiven P&#246;blern werden lassen. Das ist schade, aber durch einen Lernprozess zu korrigieren, der im Grunde darin besteht, sich auf Provokationen nicht einzulassen. In jeder Provokation steckt etwas, das man ernstnehmen und thematisieren kann. Das nimmt dem Provokateur den Wind aus den Segeln und l&#228;sst ihn irgendwann begreifen, da&#223; er mit sachlichen Argumenten weiterkommt.

Das Witzige an dieser ganzen Relevanz- Geschichte ist ja, da&#223; jeder der eigene Akzente setzt, Themen aufgreift, gute Recherche durchf&#252;hrt, um dann etwas Fundiertes zu schreiben, bei der hier &#252;blichen “Relevanzmessung” keine Chance hat.

Eine Chance bei der auf Klickraten und Verlinkungen reduzierten “Relevanz” hat nur der Autor, der sich an g&#228;ngige Themen anh&#228;ngt, oder Sex and Crime bietet.

Und genau das f&#252;hrt dann wieder zu einer Abwertung in der Kritik durch jene Journalisten, die ihre Recherche auch nur unter den oben erw&#228;hnten Relevanzkriterien betreiben - die Katze bei&#223;t sich in den Schwanz.

Entrinnen l&#228;&#223;t sich dem Ganzen wohl nur dadurch, da&#223; man “sein Ding” macht und sich um diese Relevanz- Aufregung nicht k&#252;mmert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, der wesentliche Unterschied zwischen US- Blogs und unseren, findet in diesem Satz seinen Ausdruck: “It shows your commitment and love for sharing, looking at what you’ve contributed so far to the net community.” Ich fand diesen Satz in einem Kommentar zum 100sten Blogbeitrag eines Bloggers (Evelyn Lim; <a href="http://urlzip.de/8ew" rel="nofollow">http://urlzip.de/8ew</a>), den ich sehr sch&#228;tze.</p>
<p>Das Netz als weltweite Gemeinschaft (”the net community”) zu sehen, ist eine Denkweise, die bei uns noch lange nicht ankommen wird. Doch genau daran hapert die Relevanz. Solange wir nicht begreifen, da&#223; das Schachteldenken, bezogen auf die Welt keine Chance hat, werden wir auch nicht allzuviel Relevanz erlangen. Das betrifft auch Blogs, die ausschlie&#223;lich in der deutschen Sprache geschrieben werden. Denn die Sprache stellt im Web2,0 keine Barriere mehr dar. Es findet sich immer jemand zum &#220;bersetzen.</p>
<p>Was wirklich fehlt, ist eine Kultur des Begreifens dessen, da&#223; die Menschheit im Grunde eine Familie ist und die Herausforderungen der Zukunft auch nur im Sinne des oben zitierten Satzes meistern wird.</p>
<p>Dazu kommt noch, da&#223; uns Deutschen wirklich eine Streitkultur fehlt. Als “Aggression” jahrzehntelang fehlgedeutetes und verteufeltes Austragen von Meinungsverschiedenheiten, hat uns entweder zu Duckm&#228;usern oder zu tats&#228;chlich aggressiven P&#246;blern werden lassen. Das ist schade, aber durch einen Lernprozess zu korrigieren, der im Grunde darin besteht, sich auf Provokationen nicht einzulassen. In jeder Provokation steckt etwas, das man ernstnehmen und thematisieren kann. Das nimmt dem Provokateur den Wind aus den Segeln und l&#228;sst ihn irgendwann begreifen, da&#223; er mit sachlichen Argumenten weiterkommt.</p>
<p>Das Witzige an dieser ganzen Relevanz- Geschichte ist ja, da&#223; jeder der eigene Akzente setzt, Themen aufgreift, gute Recherche durchf&#252;hrt, um dann etwas Fundiertes zu schreiben, bei der hier &#252;blichen “Relevanzmessung” keine Chance hat.</p>
<p>Eine Chance bei der auf Klickraten und Verlinkungen reduzierten “Relevanz” hat nur der Autor, der sich an g&#228;ngige Themen anh&#228;ngt, oder Sex and Crime bietet.</p>
<p>Und genau das f&#252;hrt dann wieder zu einer Abwertung in der Kritik durch jene Journalisten, die ihre Recherche auch nur unter den oben erw&#228;hnten Relevanzkriterien betreiben &#8211; die Katze bei&#223;t sich in den Schwanz.</p>
<p>Entrinnen l&#228;&#223;t sich dem Ganzen wohl nur dadurch, da&#223; man “sein Ding” macht und sich um diese Relevanz- Aufregung nicht k&#252;mmert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

