Blamabel: Spiegel-TV über Twitter und die SPD

Dieses Video könnte ein Beispiel für inneren Meinungspluralismus beim Spiegel sein – für gute crossmediale Vernetzung und Qualitätsjournalismus ist der Beitrag keins. Möglicherweise könnte er noch für verunglückte Satire-Versuche in (politischen?) TV-Magazinen stehen. Wovon ist die Rede? Spiegel TV zieht sich in dem Beitrag an einem angeblich twitternden Müntefering hoch.
Hier beweist jemand zugleich Internet- und Visualisierungskompetenz (Screenshot)
Inkriminiertes Spiegel-TV-Video: Hier beweist jemand zugleich Internet- und Visualisierungskompetenz.


Obwohl auch Autor oder Autoren klar sein muss, dass es ein Fake ist, lassen sie das nur ganz am Rande aufblitzen. Stattdessen schlägt der Beitrag einen Bogen über den tatsächlich twitternden Hubertus Heil (der anders als seinerzeit bei den Spiegel-Online-Kollegen hier mehr Zukunftsbeispiel als Spottobjekt ist) und landet wieder bei einem falschen Lafontaine, mit einem Seitenhieb auf die Pressestelle der Linkspartei, die von Twitter noch nie gehört habe.

Dazwischen Müll-Sätze wie diese, angesichts derer Bastian Sick wahrscheinlich schon mittelschwere Magenkrämpfe bekäme:

Twittern ist das (sic!) PR von heute. Hubertus Heil hatte damit angefangen. Die Genossen konnten den Parteitag der US-Demokraten mit ihm live aus Denver miterleben. Heils kurze SMS-Botschaften treffen den Nerv der Zeit. [.…] Simsen, chatten, unentwegt kommunizieren – der neueste Technik-Schnickschnack kommt bei den Sozen besonders gut an. [...] Für den Nutzer Müntefering heißt das: Seine Botschaften werden notiert.

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