Nichterschienen - neue Website für Schubladentexte

Von Thomas Mrazek am 7. November 2008

Auch im Zeitalter des so genannten Web 2.0 kommt es vor, dass Texte einfach nicht erscheinen oder vielleicht auf wenig besuchten Blogs ihr Dasein fristen. Das nichtkommerzielle Angebot “Nichterschienen” (www.nicht-erschienen.de) möchte da helfen:

“Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Artikel nicht erscheint, obwohl er lesenswert ist. Auf Nichterschienen.de können Autoren Texte veröffentlichen, die sie schweren Herzens in der Schublade deponiert haben. Und Leser erfahren, was sie in den Zeitungen und Magazinen nicht lesen konnten.”

Am Ende der Texte steht jeweils noch die Begründung “Nicht erschienen, weil: …”. Freilich hegt man wohl die Hoffnung, dass die Texte und Bilder vielleicht doch noch einen zahlenden Abnehmer finden. Zumindest könnte die Website für freie Journalisten ein gutes Schaufenster darstellen. Ein wenig schade ist, dass nicht kommentiert werden kann, das gehört für mich - Intention hin oder her - einfach dazu. Trotzdem wünsche ich diesem, von der Münchner Journalistin Tanja Schwarzenbach initiierten Projekt viel Erfolg.

2 Antworten zu “Nichterschienen - neue Website für Schubladentexte”

  1. Charles Mutze sagt:

    Sehr interessantes Projekt. Momentan ist zwar noch nicht viel drauf aber vielleicht kann man ja mitmachen. Ein bischen mobil-dsl strapazieren und obskure Blogbeiträge sammeln.

  2. Siga sagt:

    Sowas verkommt ohne Strukturen schnell. Siehe dmoz oder Diskussionen bei heise/golem wo das Rauschen(Trolle und Prolle) die guten Postings untergehen lässt.
    knowls von Google gibts seit 1-2 Wochen auch auf deutsch. Dort könnte man Artikel vielleicht auch unterbringen (wenn man mit den Rules of Google klarkommt).

    Sowas mit Ergänzungen zu dpa-Artikeln wäre nett. Man müsste damit Teile der Praktikantengehälter abschöpfen. Dann könnten z.B. heise(oder Fachredakteure die den Namen auch verdienen)-Redakteure o.ä. Zusatzinfos liefern, die für ein paar Cent in die online- und print-Ausgaben zu dpa-Meldungen eingebaut werden können und viele Cents gibt dann viele Euros. In einer Branche voller Volontäre und Praktikanten(=Null-Kosten-Sklaven) geht sowas aber eher schlecht.
    Also weiter Einheitsbrei :-( bis es nur noch Brei zu essen gibt dank Religionskriegen und Klimaerwärmung.

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