Google News bald mit Werbebannern?
Das GoogleWatchBlog (GWB) berichtet, dass seit heute bei Google Finance Text-Werbebanner geschaltet werden. Weiter heißt es: “In naher Zukunft sollen auch Banner in den Google News getestet und dann dauerhaft angezeigt werden. Das allerdings könnte eine erneute Klageflut der Verleger auslösen von denen Google den Content ‘klaut’.” Im offiziellen Google-Blog, auf das sich GWB beruft, heißt es dazu:
“And later, in the very near future, we will start testing text ads on a small number of news refinements within Google Search — so if, for example, you type “iPod” into Google.com and then click on the news link on the upper left-hand side, you might see text ads alongside those results”.
Hysterische Reaktionen der Verleger sind tatsächlich zu erwarten. Im August 2007 vertrat beispielsweise der Kölner Verlager Christian DuMont Schütte im Interview mit der “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (via Thomas Knüwer, “DuMont bezahlt Google, oder so”) folgende Auffassung:
“[E]s kann nicht sein, dass die Medienhäuser in Deutschland grob geschätzt neun Milliarden Euro für Nachrichteninhalte ausgeben, die sie dann kostenlos ins Internet stellen. Wir bezahlen Suchmaschinen sogar dafür, dass sie uns oben listen. Bei uns bröckeln Auflage wie Anzeigen, und Google schöpft mit unserer Hilfe den Werbemarkt ab. Das ist pervers.”




Bei Google-WebSuche gibt es “Seite im Cache”. Aber bei news auch ? Sonst würde ich eher behaupten, das es nur die Teaser und ersten xx Worte (50 ?) sind. Dasselbe wie wenn die Bildzeitung offen herumliegt. Oder der Express. Wenn man klickt, kriegt man die Webseite der entsprechenden Tageszeitung oder Site (heise, golem, ftd, welt, sueddeutsche…) zu lesen. Es wäre schön, wenn jeder dieses Gequengel als Unfug abstempeln würde. Man hätte inzwischen die Macht, UnfugLobbyismus teilweise zu bekämpfen. Es macht nur leider keiner.
Schlimmer ist, das man dort sieht, das die deutsche Presse nur ein dpa-”Sprachrohr” ist. dpa ist aber kein böser Diktator, sondern die Newsproduzenten investieren keine Arbeit in Artikel.