Archivierte Einträge für

Blogschau aus Israel und dem Gazastreifen

Christian Radler hat für tagesschau.de eine Blogschau aus Israel und dem Gazastreifen zusammengefasst.

Zumindest wenn man die Top-Stories bei Rivva betrachtet, scheint das Thema sonst deutschsprachige Blogger (die durch Weihnachten und Chaos Communication Congress natürlich auch anderweitig beschäftigt waren) sonst bisher nicht sehr zu interessieren. Augenblicklicher Spitzenreiter stattdessen: Niggemeier zu Dinner for One. Gaza-Meldungen bei Rivva kommen meist von traditionellen Medien.

Die besten Multimedia-Beiträge 2008

Bevor das Jahr zu Ende ist und einige nationale und internationale Glanzstücke des multimedialen Onlinejournalismus endgültig im Archiv verschwinden, wollen wir unsere jeweiligen Favoriten für 2008 herausgreifen:

Fiete Stegers hat sich für das interaktive Flash-Tool Parlameter der ZDF-Mediathek entschieden.

Matthias Eberl hat eine Audio-Slideshow von Bill Cunningham zum Herbst in New York von der New York Times als Favoriten ausgewählt.

Philip Dudek hat per E-Mail einen Link gesendet: ein multimediales Feature der Washington Post über problematische Situation der Schulen in Washington D.C..

Gerne nehmen wir weitere Hinweise entgegen. Onlinejournalismus.de wünscht allen Lesern ein schönes neues Jahr!

Online-Zuständigkeit des Deutschen Presserats ab 1.1.2009

Ab dem 1.1.2009 ist der Deutsche Presserat auch für journalistisch-redaktionelle Beiträge im Internet, sofern es sich dabei nicht um Rundfunk handelt, zuständig. Beschwerden können jetzt auch per E-Mail oder ein Beschwerdeformular eingereicht werden (bei Online-Beschwerden muss ein Screenshot beigelegt werden). Auf der komplett überarbeiteten Website des Presserats (jetzt unter einer info-Domain: www.presserat.info) dominieren zwar noch Abbildungen von Druckwerken, doch es wird für die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse wohl viel Arbeit im Online-Bereich zukommen. Allein, wenn man an die oftmals doch recht legere oder überhaupt nicht vorhandene Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten denkt. Interessant wird es auch sein, welche Wirksamkeit der Presserat in Zukunft entfalten kann.

Weitere Artikel bei Onlinejournalismus.de zum Deutschen Presserat

Multimedia 2008: Das “Parlameter” des ZDF

Parlameter des ZDF (Screenshot)

Die Idee kam von Rufposten-Betreiber Matthias Eberl: Er bat einige Kollegen, die sich für multimediale Darstellungsformen interessieren, zum Jahresabschluss zu überlegen, welche Highligths in Sachen Video, Audio-Slideshow, Infografik o. ä. ihnen in den vergangenen zwölf Monaten besonders aufgefallen sind, und dazu ein paar Worte dazu zu schreiben.

Mir ist in Deutschland besonders das “Parlameter” in der ZDF-Mediathek im Gedächtnis geblieben (laut Netzpolitk wohl im September online gegangen). Dieses von der Firma 4=1 gebaute Flash-Tool visualisiert das Abstimmungsverhalten der Bundestagsabgeordneten bei wichtigen Parlamentsentscheidungen von den Auslandseinsätzen der Bundeswehr bis zur Erbschaftssteuer. Dabei können die Nutzer nicht nur nachschauen, wie die Fraktionen und einzelnen Parlamentarier abgestimmt haben, sondern sich auch Gruppen nach bestimmten Filtern anzeigen lassen – also etwa das Abstimmungsverhalten nach Männern und Frauen, oder dasjenige kinderloser Parlamentarier aus dem Saarland oder bayerischer MdBs über 70.

Das Parlameter ist zwar in der ZDF-Mediathek eingesperrt, dafür verweisen die darin enthaltenen Porträts der Abgeordneten aber nach “außen” auf deren Homepages und verraten dem interessierten Bürger gleich deren E-Mail-Adresse. Besonders hervorzuheben ist, dass das Parlameter bisher nicht das Schicksal anderer vielversprechend gestarteter, aber dann im Alltagstrott versandeter Projekte teilt. Seit dem Launch ist es mit den Daten zu weiteren Abstimmungen gefüttert worden.

Sollten mir in den nächsten Tagen noch weitere besonders bemerkenswerte Beiträge aus 2008 einfallen, trage ich die hier nach. Vor allem bin ich gespannt, was von anderer Seite nominiert wird.

“Öffentlich-rechtlich-industrieller Komplex”

Morgen warnt die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” laut dpa in einem Artikel vor einem “öffentlich-rechtlich-industriellen Komplex”. Mein Tipp: Nach der Konstruktion der “elektronischen Presse” beziehungsweise der “Enteignung der freien Presse” eine neue Schlagwort-Konstruktion von “FAZ”-Medienredakteur Michael Hanfeld.

Es geht natürlich um den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, den die Ministerpräsidenten dieser Tage unterzeichnet haben (Fassung vom 22. Oktober als PDF).

Update, 21.12.2008
Der Text ist online: “Die fetten Jahre kommen”. Passend auch die Zwischenüberschrift: “Intensives Lobbying”.

Nachrichten für die Tonne

Zeitungen gehören in den Müll. In den Papiermüll. Lose Zeitungsseiten, die der Wind durch Großstadtstraßen trägt, liegen gelassene Ausgaben in den Straßenbahnen, schrumplige Zeitungsstapel in den Badezimmern und marmeladeverschmierte Titelseiten auf den Frühstückstischen zeigen, dass eine Zeitungsausgabe schnell ausgedient hat – und dass zu viele Menschen ihre Zeitungen nicht ordentlich entsorgen. Die Mülltonne ist die Zukunft der Zeitung. Eine ziemlich grandiose Zukunft.

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Neu an Bord

Philipp Dudek, bereits in der Vergangenheit Gastautor, hat sein taz-Blog Bildschirmtext zugemacht und möchte künftig Entdeckungen aus dem Grenzgebiet zwischen Online- und Offlinemedien hier kundtun.

Abschied vom Videotext

Okay, diese Überschrift sollte nur Leser ziehen. Aber:

“Die Nutzung des Teletexts hat nach Ansicht von Medienforschern ihren Zenit überschritten” – das ist sogar dpa eine Meldung wert. Sie bezieht sich auf eine Studie von Stefan Geese in der ARD-Fachzeitschrift “Media Perspektiven” (PDF). Seit 2007 zeichne sich ein Rückgang der Teletextnutzung ab, der vor allem auf die Verbreitung von digitalem Fernsehen und EPGs zurückzuführen sei.
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Neues “Spiegel”-Watchblog

Mit dem Spiegelblog (Originalschreibweise: SPIEGELblog, Untertitel: “Kritische Analysen über ein deutsches Nachrichtenmagazin”) startete nun neben der seit zweieinhalb Jahren existierenden Spiegelkritik (Originalschreibweise SpiegelKritik) ein zweiter Watchdog des Hamburger Nachrichtenmagazins. Der Spiegelblog wird von dem Hamburger Journalisten Torsten Engelbrecht betrieben.

“Ein Schwerpunkt der Kritik und der Analysen von SPIEGELblog liegen auf dem Wissenschaftsteil. Denn der Wissenschaftsteil ist in gewisser Weise Ausdruck für die Recherchestärke eines Mediums”, beschreibt Engelbrecht sein Blog. Sein Ziel sei es unter anderem “die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, selbst Leitmedien wie dem SPIEGEL nicht blindlings Glauben zu schenken. In der Tat vertrauen selbst viele Journalisten von anderen Medien und Wissenschaftler auf das, was im SPIEGEL geschrieben steht”.

Wissenschaftliches zu Watchblogs
In der aktuellen Ausgabe von Björn Brückerhoffs “Neuer Gegenwart” gibt es übrigens einen interessanten Aufsatz von Tobias Eberwein zum ” Zum medienkritischen Potenzial der Blogosphäre” mit dem Titel: “Raus aus der Selbstbeobachtungsfalle!”. In der Zeitschrift “Media Perspektiven” 11/2008 publizieren die Autoren Florian L. Mayer, Gabriele Mehling, Johannes Raabe, Jan Schmidt und Kristina Wied die “Befunde einer Onlinebefragung zur Nutzung und Bewertung von Bildblog”: “Watchblogs aus der Sicht der Nutzer” (PDF, 6 S., 1,39 MB).

Update 22.12.08 Zweifel über die Integrität des “Spiegel”-Watchbloggers Torsten Engelbrecht
Mario Sixtus weist in einem Twitter-Beitrag auf einen Artikel bei Esowatch über Torsten Engelbrecht hin. Das Spiegelblog und die darin behandelten Themen sind also mit Vorsicht zu genießen.

Update 18.01.09 Wortvogel: “SPIEGELblog: Über die Fähigkeit zur Kritik – und die Unfähigkeit zur Selbstkritik”
Torsten Dewi beobachtet Spiegelkritik ausführlich und liefert ein “Protokoll meiner Abenteuer mit SPIEGELblog …” (via Mailingliste des Jonets, Danke Olaf).

Zeit Online schluckt Zoomer und tagesspiegel.de

… und geht nach Berlin. Mehr über die Online-Umstrukturierungen im Hause Holtzbrinck in der Pressemitteilung, noch mehr im Interview mit Chef Wolfgang Blau bei Meedia.

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