Po-Sex und Sterbehilfe bei sueddeutsche.de

Bei sueddeutsche.de interessiert sich niemand für Analverkehr. Diese These lässt sich zumindest aus folgender Beobachtung ableiten: Spätestens seit Freitag steht dort ein Text aus dem aktuellen “Süddeutsche Zeitung Magazin” über “Die neue POpulär-Kultur” online. Offenbar hat aber seitdem niemand aus der Redaktion den Text bis zum Ende gelesen.

Screenshot sueddeutsche.de 'Die neue POpulär-Kultur' Garniert wird dieser nämlich nicht nur etwa in der Mitte mit der Anzeige einer bekannten Partnervermittlung (“Kostenloser Persönlichkeitstest! Jetzt testen und den passenden Partner finden!”), sondern zum Abschluss auch mit einer Google-Anzeige für

Sterbehilfe
Riesenauswahl zu Niedrigpreisen
Sicher bei eBay kaufen & verkaufen!”

(Dass die SZ-Redaktion eigentlich nicht so prüde sein kann, dass sie den Po-Sex-Beitrag verschämt übergangen hat und ihr der krasse Widerspruch deshalb nicht auffiel, zeigt der dort ebenfalls verlinkte Artikel mit dem Teaser “Das letzte Türchen – Unser Autor hat sich am 24. Dezember ins Bordell gewagt.”)

Nachtrag, 17.01.2008:
Noch peinlicher als die Tücken des Google-Automatismus ist es natürlich, wenn so etwas den Kollegen eines “Nachrichtenkanals” im Fernsehen passiert. Wieso gibt es bei N24 um 22 Uhr niemanden mehr, der sagen kann “Schaltet die TUI-Werbung sofort ab, scheißegal.”, wenn über ein Flugzeugunglück berichtet wird?

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