Wie Journalismus im Internet finanziert werden kann, neues Beispiel
Von Thomas Mrazek am 12. Januar 2009Da wir uns ja hier öfters Gedanken um dieses Thema machen, möchte ich gerne auf ein von Jens Weinreich angepriesenes Projekt hinweisen, Jens schreibt in seinem Blog:
“Ein sensationelles journalistisches Internetprojekt über den Einfluss der Mafia im osteuropäischen Fußball, finanziert von den Vereinten Nationen im Rahmen des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) von Paul Radu und Drew Sullivan. (btw ist das ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Journalismus im Internet auch finanziert werden kann: über internationale Organisationen, Stiftungen und Projekte).”
Vielleicht findet der ein oder andere mal die Zeit, sich das genauer anzuschauen.
Nachtrag 16.01.09
Ulli Schauen weist auf der Mailingliste des Jonets auf folgendes hin (ich gebe Ulli da recht):
Das ist dann aber nicht mehr Journalismus “pur” - der sich an den Kriterien Aktualität, Relevanz, Nähe etc. orientiert. Sondern PR-Journalismus, der induziert und evt. auch geleitet ist von den Interessen der Organisation, die ihn sponsert.
Ich mache da keinen systematischen Unterschied zwischen eindeutig unterstützenswerten Sponsoren und anderen.
Und, klar, leider wird der Journalismus “pur” auch seltener, weil unter anderem die Kriterien Genre, Format, Einschaltquote, die Eigeninteressen der Medieneigentümer, Sparwut und Geldmangel und diverse Leser(des)interessen die “puren” Kriterien verwässern.”