Keiner meckert mehr über „Miststücke“ bei Zeit Online

Ein meines Erachtens leider etwas vernachlässigtes Projekt (nur dann und wann wurde es in der Literatur erwähnt, etwa bei Professor Klaus Meier), das so genannte Meckerblog bei Zeit Online stellte jetzt seinen Dienst ein. Ein unabhängiger Journalist, “Onkel Brumm”, beobachtete in diesem Blog das Web-Angebot der Wochenzeitung und wies auf Fehler und Fehlentwicklungen hin. Dafür erhielt er ein geringes Honorar.

Am Sonntag schrieb Onkel Brumm (richtiger Name ist der Redaktion bekannt): „Mit diesem Posting endet das Meckerblog – mehr als drei Jahre sind man (sic) genug. Findet jedenfalls die Redaktion, und ich stimme dem zu.“ Wenigstens ein Ende ohne Knatsch, wie dem Beitrag „Finis Meckerblog“ zu entnehmen ist, denn der Autor wird nach eigenen Angaben künftig häufiger für Zeit Online schreiben. Trotzdem ist es natürlich schade, dass diese – meines Wissens in Deutschland einmalige – Institution redaktioneller Selbstkontrolle nun endet.

Dass dieser Job nicht immer einfach war, sagte uns der Meckerblogger im Interview vom 22.12.2006: „Vermutlich bin ich als Kritiker nicht gerade beliebt“. Die mangelnde Aufmerksamkeit für dieses Blog beklagten wir im Beitrag „Miststücke in der ‚Zeit'“.

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