Regionalportale: Carta ruft Sieg an der „Heimatfront“ aus

Die Hypothese ist knackig, die Headline nicht nur krawallig, sondern ein ziemlicher Griff ins Klo: „Neues von der Heimatfront“ ist ein Artikel von Wolfgang Michal überschrieben, in dem er postuliert: „Das nächste große Ding im Internet könnten regionale Online-Magazine sein, die von freien (und frei gesetzten) Lokal-Journalisten gemacht werden.“

Wirkliche Fakten zur Unterfütterung, warum gerade jetzt selbstgemachte Regionalportale auftrumpfen sollen, liefert Michal allerdings nicht. Sind die Eintrittshürden von Low- oder No-Budget-Websites heutzutage noch geringer als vor einigen Jahren? Mit Sicherheit. Ist die Unzufriedenheit des Publikums mit den traditionellen regionalen medialen Platzhirschen noch gewachsen? Vielleicht. Sind deshalb weniger inhaltlich-organisatorischer Aufwand und Ausdauer erforderlich, wenn man eine Plattform anbieten möchte, die nicht nur für ein Nischenpublikum interessant ist und nicht ausschließlich auf unentgeltliche Beiträge von Bürgerjournalisten setzt? Wohl kaum. Ist mit einem warmen Werberegen für jeden zu rechnen, der sein regionales Blog mehr als nur sporadisch aktualisiert? Im Moment keinesfalls.

Wir werden die Entwicklung aber weiter aufmerksam verfolgen und sind gespannt, ob Michal seine These noch untermauern kann.

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