„Warum sollte ausgerechnet Spiegel Online Vorreiter sein?“
Von Gastautor(in) am 31. August 2009Weiterlesen »
Spiegel Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz spricht in unserem Interview über das angeblich nahe Ende der Gratiskultur im Internet.
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Spiegel Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz spricht in unserem Interview über das angeblich nahe Ende der Gratiskultur im Internet.
Das 2007 gegründete Reporter-Forum schreibt erstmals den Deutschen Reporterpreis – “Ein Preis von Journalisten für Journalisten” – aus. In der Ausschreibung heißt es: “Der Reporterpreis wendet sich an Journalisten in großen Blättern ebenso wie an Reporter in kleineren Zeitungen. Noch ist nicht abzusehen, wie eines Tages im Internet journalistisch erzählt wird – der Reporterpreis möchte sich schon jetzt beteiligen an der Suche nach den Web-Reportern von morgen.” Das ist sehr löblich. Mehr auf der Website des Reporterforums, und obacht: Zeit mitbringen, denn die Website lädt zum Stöbern ein, unter anderem gibt es in der Rubrik “Wie man’s macht” Texte wie “Die Reportage im Netz”.
Das von ARD, RTL, Sat 1 und ZDF am 13. September gemeinsam übertragene Fernsehduell der Kanzlerkandidaten bleibt eine reine TV-Veranstaltung. taz und Frankfurter Rundschau hatten schon darauf hingewiesen, vornehmlich mit Hinweis auf den wegen verweigerter Hörfunkrechte verärgerten Deutschlandfunk. Noch absurder ist es allerdings, dass es es - nach jetzigem Stand der Dinge - von keinem der beteilligten Sender eine Übertragung per Videolivestream ins Netz geben wird.
(mehr bei Dnews)
Update, 27.08.2009 (via Turi)
Die tägliche Linksammlung “6 vor 9″ von Ronnie Grob kommt künftig bei Bildblog unter, wie es dort heißt. Sie war vorher Teil des eingestellten Blogs Medienlese.
Außerdem integriert Bildblog den Blog-Memetracker Rivva, der - trotz aller Mängel von Blog-Ranglisten - einen brauchbaren Überblick über die aktuellen Themen deutscher Blogs verschafft.
Wie viele “5 Schritte zu…”-Artikel sieht auch dieser auf den ersten Blick trivial aus, aber zumindest ich finde Amy Sample Wards Text über Strategien für den Einsatz von Social Media sehr gelungen: weil er wirklich sinnvolle Schritte zeigt, mit denen man sich deutlich machen muss, was man erreichen will. Oft hat man den Eindruck, dass gerade die ersten Schritte (Ziele definieren, Ressourcen bewerten) vernachlässigt werden. Und es ist ja nicht so, dass mir das nicht auch selber schon passiert wäre. Umso hilfreicher ist eine Checkliste, an der man sich orientieren kann.
Während sich den USA Zeitungsjournalisten nicht nur heftigen Kürzungen ausgesetzt sehen, sondern auch noch von der Daily Show fragen lassen müssen, warum sie “alte Nachrichten” statt “richtiger Nachrichten” drucken, machen deutsche Kabarettisten wahrscheinlich immer noch schlechte Witze auf Kosten von Helmut Kohl und Angela Merkels Frisur (insofern sind sie also in etwa auf dem gleichen Stand der Debatte in Deutschland wie viele webverweigernde Journalisten und Verleger).
Netzpolitik.org hat jetzt noch eine weitere schöne US-Satire ausgegraben (von Slate, Juli 2009):
Nette Satire zum Zeitungssterben: BuyOneAnyway. Eine fiktive Non-Profit-Organisation sammelt Geld, damit notleidende Zeitungsjournalisten was zu Essen bekommen. Zum Schluss wird auch erklärt, warum man Zeitungen unterstützen sollte: Man kann sie zum putzen nutzen, oder um Geschirr sicher zu verpacken und zum anzünden von Grill-Feuer. Wenn das nicht mal gute Argumente sind, Zeitungen am Leben zu erhalten.
Für heute Abend hat Spiegel Online einen Rebrush angekündigt - wie immer in der Vergangenheit geht man bei den Veränderungen am stilbildenden Layout zurückhaltend zu Werke (siehe Screenshot aus unserer Chronologie zu den ersten zehn Jahren des Onlinejournalismus.de von 2004). Wichtigste Änderungen laut Vorankündigung (mit Screenhots): Natürlich ein Schritt in die Breite, aber vor allem die Anordnung von weiterführenden Inhalten auf den Content-Seiten links der wieder in die Mitte gerückten Hauptspalte. Begründung: Am bisherigen Platz rechts würden sie übersehen.
Im Forum dürfen die Spiegel-Online-Nutzer ihre Meinung sagen. Die Eindrücke unserer Leser interessieren uns auch - bitte in den Kommentaren.
Update: Irgendwann so um 18 Uhr herum wurde der Hebel umgelegt. Bei Twitter diskutiert man sich unter den Hashtags #spon und #sponneu auch vor allem über Spaltenverlagerung und Breite und ärgert sich über nicht funktionierende Videos. Spiegel Online hat Teile der Nutzerdiskussion vorbildlich integriert und spielt Posts mit “#sponneu” und Facebook-Kommentare auch auf seiner eigenen Seite aus.
Weitere Links

Jeff Jarvis mag es noch so predigen: Externe Links auf deutschen Nachrichtensites sind eine Seltenheit. Strukturen und Skepsis verhindern, was selbstverständlich sein sollte.
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dpa einmal ganz anders: In knapp einem Monat lädt die Nachrichtenagentur zusammen mit Hamburg@work zum “Scoopcamp”:
Welcher Scoop stellt schon bald die Medienwelt auf den Kopf? Antworten suchen wir beim scoopcamp 2009: Die Veranstaltung möchte den Dialog zwischen den Machern der klassischen Medienbranche und den Innovationstreibern aus der Web 2.0-Szene anzetteln und fördern, und damit Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenführen, die sich im Alltag nicht begegnen.
Das scoopcamp wird keine klassische Tagung oder Frontalveranstaltung, sondern eine Mischung aus Camp und Konferenz mit einer moderaten Teilnahmegebühr von 100 Euro.
Die Organiatoren der re:publica haben den Termin für die vierte Auflage der Konferenz “re:publica” ihrer Konferenz bekanntgegeben. Sie wird vom 14. - 16. April 2010 in Berlin stattfinden. Erstmalig werden in Kooperation mit der Deutschen Welle deren zuletzt etwas untergegangenen “BOBs - Best of the Blogs Awards” im Rahmen der re:publica verliehen.
Wenn Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen: “Hier können Sie die Stadträder ausleihen” teasert das Hamburger Abendblatt auf einen Beitrag zu dem seit einigen Wochen in Hamburg existierenden Leihradsystem. Teaserbild: Eine Google-Map, die die Stationen anzeigt. Auch im Artikel ist die Karte zu sehen - allerdings wiederum nur als Screenshot. Und das, obwohl das Abendblatt bei seinem Relaunch doch groß den neuen Google-basierten Stadtplan seines eigenen Angebots pries. Nicht mal einen Link auf die Stadtrad-Homepage gibt es.
Stattdessen gibt es in bester Welt.de-Manier die 68 Leihstationen als “Bilder”strecke zum Durchklicken. Das nenne ich nutzerfreundlich.
Weitere Links
… bei onlinejournalismus.de:
… im übrigen Internet: