CDU-Wahlplakat-Remix: Löschung notwendig?
Mehr als 170 Einsendungen innerhalb eines Tages gab es auf den Aufruf von Netzpolitik.org, aktuelle CDU-Wahlplakatmotive zu remixen, spricht: kreativ umzugestalten. Gleich am nächsten Tag schaffte es die Aktion sogar ins ZDF-Morgenmagazin. Markus Beckedahl und seine Mitstreiter stellten einmal mehr unter Beweis, dass sie kampagnenfähig sind und das, was einem Zentralorgan für die politischen Bereiche der Blogosphäre am nächsten kommt.
Auch die Nutzer-Kommentare bei Netzpolitik bewegen sich im dreistelligen Bereich – besonders, seit die Fotografin der Plakatmotive nach Angaben von Netzpolitik.org in der Satire eine unerlaubte Nutzung sieht. Die diskutierten urheberrechtlichen Fragen spielen in diesem Fall meiner Einschätzung nach überhaupt keine Rolle, die gesamte Aktion müsste als politische Satire von der Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt sein. Wäre es anders, wäre das schlimm. So sieht das auch der Medienrechtler Markus Kompa.
Dennoch hat Markus Beckedahl angesichts eines drohenden Rechtsstreits zumindest einige Bilder vorerst depubliziert. Im Netz verbreiten sie sich allerdings ohnehin schon über diverse Seiten. Auch einen Generator zum Erzeugen von Bildern ganz ohne Photoshop-Kenntnisse gibt es.
Ich vermute, dass die Fotografin schließlich von ihrer Forderung abrücken wird.
Update, 18:45
Laut taz verzichtet die Fotografin auf eine juristische Auseinandersetzung
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Ich finde es gar nicht so schlecht, dass man aus den Plakaten was Kreatives macht. Meistens bleiben sie doch so viel länger im Gedächnis. Frau Lengsfeld nutzt ihr Plakat ja sogar für eine Charity Aktion. Sie signierte eines und gab es zur Auktion frei, um den Erlös dem Bürgerbüro e.V. , einem Verein, der sich um Opfer der DDR Diktatur bemüht, zu unterstützen. http://www.tamundo.de/auction-.....8.html?m=4
Man kann heutzutage soviel mit Wahlplakaten machen.