Vorab: Ich hab’s ja auch nicht erfunden. Und noch ein weiteres Vorab: Ich bin auch – noch – ehrenamtlicher Funktionär der Journalistengewerkschaft DJV. Zur Sache: mit Verlaub gesagt etwas altbacken wirken die Ideen für die “Zeitung von morgen”, die der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zusammen mit dem Creation Center der Telekom dieser Tage beim BDZV-Kongress in Fulda vorstellte. Zumindest ist das, was man in einem Bericht von W&V Online lesen kann doch etwas dürftig. Aus über 200 Ideen wurden unter anderem solche Vorschläge präsentiert:
“Als Lieblingsidee bezeichnete Schmolze [Raimund Schmolze, der Leiter des Creation Centers, T.M.] das “Nachrichtenfenster für daheim“, einen digitalen Bilderrahmen, den Verlage als Abogeschenk anbieten könnten. Über diesen sollen Verlage dem Kunden täglich die Schlagzeilen auf den Bildschirm aber auch individualisierte Werbung schicken können. (…)
Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation und Multimedia beim BDZV, sprach stellvertretend für Madsack-Geschäftsführer Andreas Arntzen über die Idee “Artikel@zeitung.de”. Leser sollen dabei gegen ein Entgelt Artikel per E-Mail an Freunde verschicken können.”
Auf der suboptimal strukturierten Homepage des BDZV habe ich leider nix Brauchbares zu den vorgenannten Ideen gefunden, immerhin gibt es unter anderem rund 40 Personenbilder auf einer Seite vom BDZV-Kongress, damit werden wenigstens die Eitelkeiten einiger Teilnehmer bedient – fast wie in guten alten Zeiten.
Nachtrag
Bei Twitter weist der Chefredakteur der “Rhein-Zeitung”, Christian Lindner, freundlicherweise darauf hin: “Unter #zk09 finden sich Tweets von Teilnehmern des BDZV-Kongresses in Fulda”. Allein davon bekomme ich leider auch nicht mehr Überblick über den Kongress.